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Netzwerken für Athlet:innen – dein Weg zu wertvollen Kontakten im und nach dem Sport

Ob für deine sportliche Entwicklung, die Suche nach Sponsoren oder die Vorbereitung deiner späteren Berufslaufbahn – vielfach wird unterschätzt, wie förderlich Netzwerken sein kann.

Erfahre hier, wie du dein Netzwerk zu einer wertvollen Ressource entwickeln kannst, lerne wichtige Dos & Don’ts und erhalte eine praktische Unterlage, um deine Netzwerkplanung zu starten.

In diesem Beitrag:

Was ist Netzwerken eigentlich?

Netzwerken ist weit mehr als das Sammeln von Visitenkarten bei Veranstaltungen: Es ist der Aufbau nachhaltiger Beziehungen zu Menschen, die dich auf deinem Weg begleiten und inspirieren.

Erfolgreiches Netzwerken stützt sich auf ehrlichem Interesse, gegenseitiger Wertschätzung und kann beidseitig Türen öffnen. Es bietet dir die Möglichkeit zu Austausch, zu hilfreichen Informationen und Unterstützung – sowohl während deiner aktiven Karriere als auch in der Zeit danach.

Wenn du kurz überlegst, wirst du feststellen, dass du als Athlet:in automatisch gute Grundvoraussetzungen für Networking mitbringst: Denn du kommst regelmäßig mit unterschiedlichen Personenkreisen in Kontakt:  

  • Sportliches Netzwerk: Athlet:innen,Trainer:innen, Betreuer:innen, Funktionär:innen, Sportverbände und viele andere Akteur:innen und Organisationen aus dem Sportumfeld prägen deinen Alltag

  • Wirtschaftliches Netzwerk: Sponsoren, Ausrüster und Partnerunternehmen unterstützen deine sportliche Laufbahn

  • Bildungsnetzwerk: Bildungsinstitutionen, Lehrende und KADA begleiten dich auf deinen Bildungswegen

  • Peer Netzwerk: Ob ihr zusammen trainiert, arbeitet oder die gleiche Ausbildung macht – in allen Lebensbereichen triffst du Menschen, die sich mit ähnlichen Zielen und Herausforderungen auseinandersetzen wie du

  • Persönliches Umfeld: Deine Familie, dein Freundeskreis und Bekannte können dir in verschiedenen Belangen eine wichtige Stütze sein

Warum und wie du diese Netzwerke formen und ausbauen kannst, dass wollen wir uns näher anschauen.

Networkingziele für Athlet:innen

Ob du im Nachwuchsleistungssport aktiv bist, an der internationalen Spitze mitmischt oder langsam in deinen Karriereherbst übergehst – Netzwerken kann dir in jeder Phase deiner Laufbahn helfen, deine aktuellen Ziele zu erreichen.

  • Mentor:innen und Vorbilder finden: Netzwerke helfen dir dabei, ein Bewusstsein für mögliche Karrierewege und Chancen im Sport und darüber hinaus zu entwickeln. Erfahrene Athlet:innen, Trainer:innen oder Personen aus Bildung und Wirtschaft können dir wertvolle Orientierung geben.

  • Tipps und Erfahrungen austauschen: Der Austausch mit Gleichgesinnten ist wertvoll, weil sie deine Situation aus erster Hand kennen. Peer-Netzwerke bieten gegenseitiges Verständnis und emotionale Unterstützung.

  • Sichtbarkeit abseits von Wettkämpfen erhöhen: Ein gutes Netzwerk sorgt dafür, dass deine Erfolge breiter wahrgenommen werden – in der Öffentlichkeit, in den Medien und in der Wirtschaft.

  • Sponsoringmöglichkeiten eröffnen: Viele Sponsoring-Deals entstehen durch persönliche Empfehlungen.

  • Erste berufliche Einblicke gewinnen: Die Möglichkeit zu Praktika und Schnuppertagen ergibt sich oft über Wirtschaftskontakte.

  • Die Zeit nach dem Sport vorbereiten: Verbindungen in die Berufswelt können dir helfen, nach deinem Karriereende leichter einen Job zu finden oder ein Unternehmen zu gründen.

  • In der Sportwelt beruflich Fuß fassen: Dein Sportliches Netzwerk kann dir als Sprungbrett zu Trainertätigkeiten, Funktionen in Verbänden oder Jobs in Sportunternehmen dienen.

Tipp: Starte deine Netzwerkplanung mit unserer Network-Check-Vorlage!

10 Tipps zum erfolgreichen Netzwerken

Wie also gehst du Netzwerken am besten an? Wir haben nützliche Tipps für das Knüpfen, Organisieren und Pflegen von Kontakten zusammengetragen:

#1 Nütze deine Stärken

Jeder kann netzwerken – es ist keine Frage der Persönlichkeit, sondern eine erlernbare Fähigkeit. Dafür musst du dich auch nicht verstellen. Setze vielmehr auf deine Stärken: Vielleicht bist du ein kontaktfreudiger Mensch, dem es leichtfällt, auf andere zuzugehen und das Eis zu brechen. Vielleicht bist du ein:e begnadete:r Geschichtenerzähler:in und schaffst es spielend, andere neugierig zu machen. Und wieder vielleicht glänzt du mit aufmerksamen Beobachtungen und anregenden Fragen, die zu tiefgründigen Gesprächen führen. Am wichtigsten ist, authentisch aufzutreten.

#2 Ergreife die Initiative

Warte nicht darauf, dass andere auf dich zukommen. Sei proaktiv und sprich Menschen an, die dich interessieren. Oft ist der erste Schritt der schwerste – aber er lohnt sich fast immer.

#3 Bereite dich vor

Oft bietet sich dir Möglichkeit, im Vorfeld etwas über die Personen und Themen, auf die du treffen wirst, zu recherchieren. Überlege dir, wen du kennenlernen möchtest, worüber du dich gerne austauschen würdest und welche Informationen dir dabei helfen können. Lege dir außerdem zurecht, wie du dich in wenigen Sätzen vorstellen möchtest. Was ist deine Geschichte? Wofür stehst du? Welche Learnings bringst du aus dem Leistungssport mit?

#4 Netzwerke zeiteffizient

Gerade als Athlet:in mit vollem Trainings- und Wettkampfplan scheint Networking zuerst schwierig umsetzbar. Doch es muss nicht allzu zeitaufwendig sein. Erstens lässt sich Netzwerken gut in deinen Alltag integrieren – denke zum Beispiel an Sportevents und Lehrveranstaltungen, die du besuchst, oder an Social Media und dein direktes Umfeld. Zweitens empfiehlt es sich, regelmäßig kleine Zeitfenster einzuplanen, in denen du gezielt deine Kontakte pflegst.

#5 Besuche die richtigen Veranstaltungen

Suche dir gezielt Veranstaltungen aus, die zu deinen Interessen und Zielen passen. Halte Ausschau nach Events, auf denen Meinungsführer:innen und Expert:innen vertreten sind. Nütze auch dein bestehendes Netzwerk für Event-Empfehlungen.

#6 Orientiere dich vielfältig

Chancen entstehen oft dort, wo sich Netzwerke überschneiden. Dein sportliches Netzwerk kann dich mit Wirtschaftskontakten verbinden, deine Bildungskontakte können dir Peers vorstellen, und Mentor:innen können Türen in alle Richtungen öffnen. Je vielfältiger dein Netzwerk ist, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich.

#7 Organisiere deine Kontakte

Je größer dein Netzwerk wird, desto wichtiger ist es, den Überblick zu behalten. Am besten dokumentierst du bei jedem neuen Kontakt kurz, wer die Person ist und in welchem Kontext ihr euch kennengelernt habt. Dafür kannst du ein Notizbuch, die Notizen-App auf deinem Handy oder verschiedene digitale Kontakttools nützen.

#8 Lege dir Follow-up Strategien zurecht

Nach einem ersten Treffen ist ein zeitnahes Follow-up wichtig. Melde dich mit einer kurzen Nachricht, in der du dich zum Beispiel für das Kennenlernen bedankst oder auf eines eurer Gesprächsthemen Bezug nimmst.

#9 Nütze Social Media strategisch

Plattformen wie LinkedIn, Instagram & Co können Sichtbarkeit schaffen, wenn du sie bewusst bespielst. Teile Inhalte, die deine Persönlichkeit und Interessen zeigen, ohne dich ständig selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Kommentiere Beiträge anderer, stelle Fragen und sei in relevanten Gruppen aktiv.  

#10 KADA als Brückenbauer

KADA bietet dir nicht nur Beratung und Förderprogramme, sondern auch Zugang zu einem breiten Netzwerk aus Sport, Bildung und Wirtschaft. Unsere Laufbahnberater:innen können dir helfen, dich mit den richtigen Personen zu verbinden. Nütze diese Ressource aktiv! Zudem lernst du bei KADA andere Athlet:innen kennen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen wie du.

Typische Fehler und wie du sie vermeiden kannst

Achte darauf, diese Fehler nicht zu machen:

❌ Nur dann melden, wenn man etwas braucht

Gutes Netzwerken funktioniert nicht nach dem Prinzip „Was kann ich bekommen?“, sondern „Was können wir füreinander tun?“. Pflege deine Kontakte wertschätzend und vermeide es, nur als Bittsteller:in aufzutreten. Bemühe dich um regelmäßigen Austausch: Eine kurze Nachricht, ein Glückwunsch zu einem Erfolg oder ein geteilter Artikel zeigen, dass du an die Person denkst. Sei aufmerksam und biete Unterstützung an, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

⏰ Zu spät anfangen

Ein häufiger Fehler ist, erst dann mit dem Networking zu beginnen, wenn man es dringend braucht – zum Beispiel bei der Jobsuche. Doch ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen dauert Zeit. Daher ist es ratsam, lieber früher als später damit zu beginnen. Während der aktiven Karriere entstehen Kontakte oft ganz nebenbei – bei Events, Lehrgängen oder Ausbildungen. Diese Phase bewusst zu nutzen, nimmt später viel Druck.

🧮 Quantität über Qualität stellen

Eine Vielzahl an losen, oberflächlichen Kontakten hilft dir wenig. Konzentriere dich lieber auf bewusst ausgewählte Kontakte, die du aktiv pflegst. Je besser Menschen dich und deinen Weg kennen, desto gezielter können dich unterstützen und weiterempfehlen – oft genau dann, wenn du es am wenigsten erwartest.

Deine nächsten Schritte

Der beste Zeitpunkt, um mit dem Netzwerken zu beginnen, ist jetzt! Nütze unsere Netzwerk-Check-Vorlage als Ausgangspunkt:

Tipp für mobile Nutzung: Öffne die Vorlage mit einer PDF Reader App wie z.B. Adobe Acrobat, um sie digital bearbeiten zu können.

Wenn du dein Networking strategisch angehen möchtest, unterstützen wir dich gerne im Rahmen unserer Laufbahnberatung dabei:

Im KADA Job Market sowie über unsere Unternehmenspartnerschaften entstehen laufend neue Verbindungen zwischen Sport und Wirtschaft – und damit wertvolle Chancen für dich:

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