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Klaudia Wolf-Erharter zu 10 Jahren KADA

Mentale Sparringpartnerin

Klaudia Wolf-Erharter musste nicht lange überlegen, als sich 2013 für sie die Möglichkeit ergab, sich dem KADA Laufbahnberatungs-Team anzuschließen: „Es war eigentlich ab der ersten Minute klar, dass mich dieses Aufgabengebiet interessiert, denn nach meinem Studium wollte ich die zwei Lebensbereiche ‚Sport & Psyche‘ unbedingt verbinden.“ Die Psychotherapeutin und Mentaltrainerin hat nämlich selbst einen bewegten Hintergrund im alpinen Leistungssport:

„Ich war als Jugendkaderläuferin österreichweit und international erfolgreich. Mit 20 Jahren entschied ich mich aber, nach einigen sportlichen Enttäuschungen die Skikarriere zugunsten eines Studiums zu beenden. Ein Coaching wäre damals hilfreich gewesen und hätte gezeigt, dass es nicht auf eine Entweder-oder-Entscheidung zwischen Skifahren und Studium hätte hinauslaufen müssen. Nach dem Studium hatte ich nochmals die Möglichkeit, durch das Freeriden die Welt zu sehen. Ich nahm an Wettkämpfen in Japan, Kanada und den USA teil und konnte mir 2004 mit dem Tiefschneeweltmeistertitel selbst die größte Freude bereiten. Der Sport bleibt in meinem Leben meine wichtigste Ressource, meine Tankstelle. Die Erfahrungen aus diesen Lebensabschnitten kann ich in meinen jetzigen Beruf als Coach und Psychotherapeutin gut einfließen lassen.“

Mag. Klaudia Wolf-Erharter

Bildungs- und Berufsorientierung durch Perspektivwechsel

An ihrer Tätigkeit als Laufbahnberaterin gefällt der Tirolerin, mit jungen, motivierten Menschen zu arbeiten und ihnen bei der Verfolgung ihrer Ziele beiseite zu stehen. Ihr Zugang dabei: „Coaching bedeutet für mich individuelle, professionelle Unterstützung auf der Prozessebene. Das heißt, Ich liefere keine direkten Lösungsvorschläge, sondern rege Athlet*innen in strukturierten Gesprächen dazu an, ihre persönlichen Interessen und Kompetenzen einzuschätzen. Dabei stehe ich ihnen als erfahrene Sparringpartnerin gegenüber. In dieser Rolle beleuchte ich ihre Situation objektiv aus einem externen Blickwinkel. So können wir gemeinsam Zielsetzungen und Perspektiven entwickeln.“

Die Vereinbarung von Spitzensport mit Bildung oder Beruf kann zuweilen recht herausfordernd sein. Klaudias Rat lautet: „Je besser du dich und deine Kompetenzen kennst, umso einfacher ist der Weg einer dualen Karriere! Nur wenn du dich über den Sport hinaus mit dir selbst reflexiv beschäftigst, kannst du dein ganzes Potential entfalten.“

KADA damals und heute

Rückblickend hat sich aus Klaudias Sicht seit 2013 viel bei KADA getan: „Der Verein wurde über die Jahre immer professioneller, die Angebote und Fördermöglichkeiten immer besser. Das Netzwerk zu den Ausbildungsstätten, den Universitäten und FHs hat sich stark erweitert und bietet eine Fülle an Bildungsangeboten. Vor allem auch die Möglichkeit, die Reifeprüfung bei KADA nachzuholen, sehe ich als sehr wichtigen Entwicklungsschritt.“

Im Kern sind ihre Aufgaben aber stets die gleichen geblieben: „Junge Athlet*innen durch ihre Karriere zu begleiten, sie zu unterstützen und zu fördern, ihnen Sicherheit mit ihren beruflichen Entscheidungen zu geben und neue Wege parallel zur sportlichen Karriere Wege zu ermöglichen.“

Gerne erinnert sie sich an besondere Geschichten zurück, die ihr über die Jahre hängen geblieben sind: „Ich denke da zum Beispiel an die Vorbereitung eines Athleten auf die Aufnahmeprüfung zum Physiotherapiestudium an der FH für Gesundheitsberufe. Wir gingen im Coaching jeden Schritt des Aufnahmeprozederes durch und es war eine Freude zuzusehen, wie der Athlet sich bravourös vorbereiten konnte. Er ließ sich auf den Prozess ein und schöpfte sein ganzes Potential aus. Die Prüfungskommission war begeistert. Mittlerweile hat er die FH erfolgreich abgeschlossen und arbeitet zufrieden in seinem Beruf.“

10 Jahre KADA Rückblickserie

Roswitha Stadlober zu 10 Jahren KADA

KADA ohne Roswitha Stadlober kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Als Gründerin und Geschäftsführerin ist sie jeden Schritt des Weges in der Vereinsgeschichte mitgegangen und hat KADA zu der Institution geformt, die sie heute ist. Früher selbst aktive Skirennläuferin, engagiert sich Roswitha schon seit 2006 für die Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf. Anlässlich unsers Jubiläums von zehn Jahren KADA blickt die zweimalige Slalomweltcup-Gewinnerin und Vizeweltmeisterin von 1987 zurück auf einige herausragende Momente der vergangenen Jahre, von den frühen Anfängen bis heute:

Es war ein erster emotionaler Höhepunkt, als es am 1. April 2010 endlich so weit war und wir in die Büroräumlichkeiten des Fußballstadions Wals-Siezenheim einzogen, um von dort aus als Verein KADA österreichische Sportler*innen bei ihrem Plan B abseits der Sportkarriere zu unterstützen. Denn, als ich vier Jahre zuvor mit dem Vorgängerprojekt KA:DA begonnen hatte, Athlet*innen beim Übergang in das nachsportliche Leben zu begleiten, wurde schnell klar: Es ist immens wichtig, sich schon während der aktiven Sportkarriere Gedanken über die Zukunft zu machen und anzufangen, ein zweites Standbein aufzubauen.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober

„Sport mit Perspektive“ lautet unser Motto von nun an für die drei Leistungssäulen Beratung, Qualifizierung und Jobvermittlung. Voller Tatendrang war das KADA Team national für Spitzensportler*innen im Einsatz. Und auch die Vorstandsmitglieder leisteten wertvolle Beiträge. So schrieb Dr. MMag. Marc Brabant mit dem Buch „Mein Kind im Sport“  einen Ratgeber für Eltern, deren Kinder sich dem Leistungssport verschrieben haben.

Bald schon setzte KADA erstmals einen Fuß durch die internationale Tür, damals in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission, welche die Duale Kariere im Spitzensport als Schwerpunktthema ausgerufen hatte. Über die Jahre wurde KADA zum Role Model für Länder, in denen sich die Duale Karriere erst im Aufbau befand. Stolz macht mich, dass das erste KADA Sujet für die Leitlinien der EU Kommission am Cover zu sehen ist und dass KADA mit dem Erasmus+ Projekt AtLETyC wesentlich zur  Entrepreneurship-Ausbildung für Spitzensportler*innen beigetragen hat.

Ein wesentlicher Meilenstein war die Einführung der Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP). Hier wurde viel Zeit, Hirnschmalz und Herzblut investiert. Rückblickend eine Erfolgsgeschichte, bei der man anfangs nicht genau absehen konnte, wohin diese Reise gehen würde. Dementsprechend emotional war der Augenblick, als die ersten Absolventen*innen ihr Berufsreifezeugnis in Händen hielten. Die Wichtigkeit, sich für die Schaffung dieser Bildungsmöglichkeit einzusetzen, wurde mehr als bestätigt. Das Portfolio an Unterstützungsangeboten weitete sich mit dem Förderprogramm Studium. Leistung. Sport. aus, das heute sicherlich zum USP von KADA zählt.

KADA war immer wieder eingeladen, Bildungsangebote mitzugestalten. So zum Beispiel Health Basic for Athletes, einen spitzensportfreundlicher Online-Lehrgang im Gesundheitsbereich am Ausbildungszentrum West (AZW) in Innsbruck. So entstanden österreichweit viele für unsere Sportler*innen gewinnbringende Partnerschaften mit unterschiedlichsten Bildungsinstitutionen. Einige Kooperationen werden seit 2019 im Rahmen des Klub KADA intensiviert.

„Erfolg ist eine Treppe und keine Tür“, sagte schon Albert Einstein. Aufgrund der stetigen Weiterentwicklung  und des Wachstums von KADA übersiedelten wir 2016 ins jetzige Head Office in der Alpenstraße Salzburg und dies war ein weiterer emotionaler Höhepunkt.

Meine Vision war und ist es weiterhin, österreichischen Sportler*innen mit KADA Bildungswege zu ermöglichen, sie in der Vereinbarkeit von Sport mit Ausbildung oder Beruf zu begleiten und damit zu zeigen, dass eine erfolgreiche Sportkarriere und eine fundierte Berufsausbildung kein Widerspruch sind. Kein entweder oder, sondern dual. Auf dieser Reise hatte ich viele spannende Begegnungen, ein großartiges Team und Menschen, die immer an meine Vision geglaubt haben. Wo sind diese zehn Jahre geblieben, die mich als Mutter der KADA Kompanie geprägt haben? Mit großem Dank blicke ich auf diese schöne Zeit zurück und freue mich, auch in Zukunft für österreichische Sportler*innen Ansprechpartnerin in Bildungs- und Berufsfragen zu sein.

Daniel Ott-Meissl zu 10 Jahren KADA

Verlässlicher Orientierungshelfer

Anfang 2019 begrüßte KADA mit Daniel Ott-Meissl einen Neuzugang für das Laufbahnberatungs-Team in Ostösterreich. Als hauptberuflicher Arbeits- und Organisationspsychologe beschäftigt sich Daniel schwerpunktmäßig mit Themen wie Life-Balance oder Stressprävention – Themen, die auch in der Laufbahnberatung immer wieder gefragt sind. Durch Personen aus seinem näheren Umfeld hatte er schon vor seiner Zeit bei KADA Berührungspunkte mit den besonderen Voraussetzungen, die eine Laufbahn im Spitzensport prägen: „Diese persönlichen Verbindungen haben mir früh vor Augen geführt, vor welchen Herausforderungen insbesondere junge oder ehemalige Athletinnen und Athleten einmal potentiell stehen, wenn es um die Vereinbarkeit von Ausbildung und Sport, die berufliche Qualifizierung oder um den späteren Übergang ins Berufsleben geht.“

Daniel Ott-Meissl, Msc.

Bei KADA hat er sich dementsprechend leicht eingefunden. „Meine hauptsächliche Aufgabe sehe ich darin, als bereichsübergreifende Schnitt- und Anlaufstelle zu fungieren. Genauer gesagt möchte ich für sämtliche Anliegen rund um die individuelle Entwicklung von Bildungs- und Berufslaufbahn zur Verfügung stehen und insbesondere zu mehr Orientierung verhelfen“, beschreibt Daniel seine Tätigkeit. „Mein Zugang zur Laufbahnberatung beinhaltet, individuelle Motivation, Eigenschaften und Ziele systematisch zu erheben. Daraus leite ich Unterstützungsangebote ab. Schließlich steht es den Athletinnen und Athleten frei, diese oder weitere Unterstützung anzunehmen.“

Von persönlichem Wachstum und besonderen Meilensteinen

Knapp zwei Jahre lang ist Daniel schon bei KADA. Im unmittelbaren Umfeld des Spitzensports fühlt er sich mit seiner Arbeit sichtlich gut aufgehoben: „Diese Verbindung von Spitzensport, Coaching, Bildungs- und Berufsberatung hat mich sofort fasziniert. Die Zusammenarbeit mit Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern empfinde ich persönlich deswegen so besonders, weil ihr Mindset in der Regel unvergleichbar ist, gerade im jungen Erwachsenenalter. Das erlebe ich als inspirierend und erfrischend – einfach ansteckend!“

Bei seinen KADAthletes verfolgt er neben ihren Fortschritten in Sport, Beruf und Ausbildung auch genau  die persönliche Entwicklung: „Im Spitzensport ist etwa die Selbstregulation ohnehin eine zentrale Kompetenz, um langfristig erfolgreich zu sein. Ich beobachte bei vielen unserer Athletinnen und Athleten, dass durch die zusätzliche Anforderung im Rahmen einer mehrjährigen Ausbildung, wie beispielsweise eines Studiums, diese persönliche Kompetenz früh und effektiv gefordert und gefördert wird. Dieser Umstand dürfte für sämtliche Lebensbereiche eine positive Entwicklung begünstigen. Das Investment in eine Duale Karriere lohnt sich vielleicht nicht sofort, mittelfristig aber sehr wohl und langfristig besteht kein Zweifel daran.“

Besonders freut es ihn daher, wenn die Früchte dieser Arbeit sichtbar werden: „Es gibt unzählige kleine und große Momente, die wir in der Laufbahnberatung miterleben, begleiten oder zusammen feiern konnten. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn jemand eine wegweisende berufliche Orientierung für sich gefunden hat. Oder wenn großartige Meilensteine in Form von Abschlüssen der Berufsreife oder Studien erreicht werden – ich sehe ja aus nächster Nähe, wie viel Disziplin und Engagement dahinter stecken. Last but not least genieße ich stets jedes Zusammenkommen mit dem gesamten KADA-Team in Salzburg!“

Michaela Juvan zu 10 Jahren KADA

Sportbegeisterte Allrounderin

Michaela Juvan ist im Sport- und Gesundheitscoaching genauso beheimatet wie in der Pädagogik, im Mentaltraining oder in der Bewegungstherapie – eine echte Allrounderin eben! Und nicht nur ihr Berufsalltag, auch ihre Freizeit steht mit Hobbies wie Yoga, Alpin- & Wassersport ganz im Zeichen von Abwechslung und aktiver Bewegung. „Ich war schon als Kind immer sehr sportbegeistert und bewegungsaffin. Beruflich wie sportlich habe ich mich nie nur auf eine Sache konzentriert, sondern immer verschiedene Bereiche zugleich ausgeübt“, erzählt Michaela, die 2002 sogar Wakeboard-Staatsmeisterin wurde.

Seit 2019 verstärkt sie das KADA Team. Als Laufbahnberaterin ist sie für Sportlerinnen und Sportler in Kärnten zuständig: „Mein Ziel ist es, für meine KADAthletes etwas zu finden, das ihnen Freude bereitet; eine Ausbildung, die für sie Sinn macht, eine Fortbildung, die sie aktiv in ihr Leben integrieren können, oder eine berufliche Aussicht, die sie erfüllt und nicht nur Mittel zum Zweck ist. Natürlich ist der Weg nicht immer einfach – Stichwort Bürokratie – und auch die momentane gesundheitliche Krise hat den Sport verändert. Aber genau aus diesem Grund finde ich die Arbeit von KADA essenzieller denn je. Sich schon während der aktiven Karriere Gedanken über die Zeit danach zu machen, wird in Zukunft der einzig gangbare Weg im Spitzensport in Österreich sein.“

Zuhören, verstehen, unterstützen

In der Laufbahnberatung legt sie viel Wert auf den persönlichen Austausch: „Ein Kaffee, ein gemeinsamer Lauf oder Spaziergang und man ist gleich auf einer gemeinsamen Ebene. Mir ist es wichtig, genau hinzuhören, den Karriereverlauf und auch die Sorgen gut zu kennen. So findet man schnell den Punkt, wo es Unterstützung braucht. Insgesamt kommt es auf ein gutes Netzwerk an. Ich kann meine Sportlerinnen und Sportler nicht überall unterstützen, aber ich muss wissen, wer ihnen bei welchem Anliegen helfen kann.“

Für eine erfolgreiche Duale Karriere ausschlaggebend ist aus ihrer Sicht, dass man sich voll und ganz hinter seine Ziele stellt: „In erster Linie geht es sicherlich um viel Disziplin und Selbstorganisation. Ich merke, dass es gerade in Mannschaftssportarten nicht leicht ist. Es gibt so viele teaminterne Vorgaben, dass nicht viel Platz für Individualität bleibt. KADA hat hier die Aufgabe Mut zu machen, kombinierbare Ausbildungen anzubieten und unseren Sportlerinnen und Sportlern alle Möglichkeiten aufzuzeigen.“

Prägende Begegnungen

Wenn man Michaela zuhört, ist klar, dass sie in ihren Aufgaben bei KADA richtig aufgeht und viel für sich selbst mitnehmen kann: „Mich begeistert es immer wieder, Menschen in ihrem Leben zu begleiten, sei es als Trainerin, Führungskraft oder als Mutter. Ich bin begeistert von der Vielfalt, die die österreichische Sportwelt zu bieten hat und freue mich darauf, noch einige Wege begleiten zu dürfen.“

„Es sind immer wieder die Begegnungen, sei es mit den Leuten aus dem Team oder mit unseren Sportlerinnen und Sportlern, die mich jedes Mal aufs Neue faszinieren. Hanno Douschan konnte ich zum Beispiel in die Selbstständigkeit begleiten, Daniela Ulbing studiert als aktive Weltcupläuferin am MCI Betriebswirtschaft. Ich bewundere es, wenn ein Sportlerinnen und Sportler, die vor 20 Jahren die Pflichtschule abgeschlossen haben, nach der Karriere die Berufsreifeprüfung anstreben. Ich freue mich, wenn mich Trainerinnen und Trainer einladen, um mit Eltern darüber zu sprechen, wie wichtig die Schulausbildung neben dem Sport ist – egal ob jemand Profi wird oder nicht. In den letzten eineinhalb Jahren konnte ich einiges lernen und so viele tolle persönliche Entwicklungen mit ansehen.“

Michi, wir freuen uns, dich im KADA Team zu haben und wünschen dir weiterhin viel Freude in der Laufbahnberatung!

10 Jahre KADA – Ein Rückblick auf das Jahr 2019

Wir nähern uns dem Ende unserer Reise durch KADAs zehnjährige Vereinsgeschichte. Ein Blick auf das Jahr 2019 verdeutlicht, wie viel sich seit der Gründung 2010 getan hat. 2019 nahmen 226 Sportlerinnen und Sportler aktiv am Studienförderprogramm SLS teil. An bundesweit elf Partnerhochschulen wurden sie von ihren Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern bei der Vereinbarung von Studium um Spitzensport unterstützt. 24 KADAthletes schlossen die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) ab. Damit stieg die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen seit Einführung der BRP-Kurse 2012 auf insgesamt 107. KADA war auch fleißig unterwegs und hielt 21 Workshops zur Bildungs- und Berufsorientierung an Schulen des Leistungssports und beim Österreichischen Bundesheer ab. Im Sommer fand die bereits sechste Auflage des VdF-Camps für vereinslose Fußballer statt, wobei KADA wie gewohnt die Karriereberatung übernahm und mit den Teilnehmern konkrete Zukunftsperspektiven erarbeitete.

Neben der Fortsetzung der vielen etablierten Unterstützungsangebote gab es 2019 mit der Gründung des Klub KADA eine besondere Neuerung. Der Klub KADA versammelt spitzensportfreundliche Bildungsanbieter und Arbeitgeber, die mit ihren bedürfnisgerechten Berufs- und Bildungsmöglichkeiten österreichischen Athletinnen und Athleten eine Duale Karriere ermöglichen. Durch das soziale Engagement der Ausbildungsstätten und Wirtschaftstreibenden können sich Athletinnen und Athleten neben dem Sport weiterbilden, persönlich weiterentwickeln und beruflich Fuß fassen. Nach der KMU Akademie und Management AG und der BILDAK konnte KADA 2020 mit der Privatuniversität Schloss Seeburg einen weiteren langjährigen Bildungspartner als Klubmitglied dazugewinnen. Alle drei zeichnen sich durch flexible Bildungsprogramme aus, denen Sportlerinnen und Sportler weitgehend zeit- und ortsunabhängig nachgehen können.

Veränderungen im Vereinsvorstand

Bei der Hauptversammlung im Juli 2019 wurde Ex-Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer, MBA, zur neuen KADA Präsidentin gewählt. Als Vizepräsident steht ihr der langjährige Finanzreferent Mag. Jan Häuslmann zur Seite. Bestätig wurden auch Mag. Michael Ludwig (Finanzreferent Stv.), MMag. Dr. Marc Brabant (Schriftführer), Maga. Petra Kronberger (Schriftführerin Stv.), Dr. Thomas Hollerer (Beirat) sowie Mag. Thomas Schwab und Felix Reitsperger, LLM (Rechnungsprüfer).

Im Jubiläumsjahr 2020 zieht Präsidentin Alexandra Meissnitzer Bilanz und gibt eine klare Richtung für die Zukunft des Vereins vor: „KADA hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer wesentlichen Serviceeinrichtung für den österreichischen Spitzensport entwickelt. Sportlerinnen und Sportler können sich darauf verlassen, dass sie auf ihrem Bildungs- und Berufsweg in jeglichen Anliegen unterstützt und gefördert werden. Es freut mich sehr, dass ich in meiner Funktion als Präsidentin einen Teil dazu beitragen kann. Die schwierigen letzten Monate haben einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich in Anbetracht von unvorhersehbaren Entwicklungen ein zweites Standbein aufzubauen. KADA wird sich weiter tatkräftig dafür einsetzen, Spitzensport, Bildung und Beruf bestmöglich vereinbar zu machen.“

Vizepräsident Jan Häuslmann ist seit den Anfangstagen dabei und zeigt sich stolz auf das bisher Erreichte: „Als der Verein KADA im Jahr 2010 gegründet wurde, fanden sich unterschiedlichste Menschen, Expertinnen und Experten aus dem Bereich Sport zusammen, mit einem gemeinsamen Ziel: angehende, aktuelle und ehemalige SpitzensportlerInnen bei der dualen Karriere zu unterstützen. In den ersten zehn Jahren konnten hunderte in der Öffentlichkeit bekannte und weniger bekannte Spitzensportlerinnen auf ihr Berufsleben abseits des Sports vorbereitet werden. Eine Erfolgsgeschichte!“

Schriftführer Marc Brabant war ebenfalls schon Teil des ersten Vorstands 2010 und ist mit der Entwicklung des Vereins sehr zufrieden: „Zehn Jahre KADA – unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Ich habe in meiner aktiven Zeit selbst die Erfahrung gemacht, dass mein Studium ein wertvoller Ausgleich zum Eishockey war und mir viele Möglichkeiten für meine spätere Laufbahn eröffnet hat. Seit 2010 hat KADA stetig Fachwissen aufgebaut und kann Sportlerinnen und Sportlern heute österreichweit anbieten, sie durch alle Stationen ihrer Dualen Karriere zu begleiten. Ich bin stolz, von Beginn an dabei zu sein und schon gespannt, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen wird!“

Das KADA Team bedankt sich auf diesem Weg herzlich bei allen Partnern, Unterstützern und Wegbegleitern und blickt bereits voller Motivation den neuen Projekten in den nächsten Jahren entgegen.

Dominik Siedlaczek zu 10 Jahren KADA

Vom KADAthlete zum Laufbahnberater

Bevor er 2018 seine Karriere beendete und zum Team im Head Office stieß, wurde Dominik Siedlaczek selbst fünf Jahre lang von KADA betreut. Der ehemalige Leichtathlet studierte zu seiner aktiven Zeit Sportwissenschaften. Für eine bedarfsgerechte Abstimmung von Sport und Bildung konnte er auf Unterstützung von Wegbegleitern zählen und profitierte von KADAs Förderprogramm SLS:

„Meine Eltern haben nicht studiert, daher brauchte ich andere Leute, die mir ein Studium näherbringen. Elisabeth Plazotta, meine damalige Trainerin, war dahingehend eine große Stütze. Zusammen haben wir einen ausgewogenen Rahmenplan für Sport, Ausbildung und Beruf geschaffen, der meine Leistungen und ihre Trainertätigkeit gefördert hat. KADA kam als wichtiger Baustein dazu, als meine Karriere zunehmend professioneller wurde. Da konnte meine Laufbahnberaterin einigen Druck abnehmen.“

Dominik Siedlaczek, Msc.

Für sein weiterführendes Sportmanagement-Masterstudium verschlug es Dominik unter KADA Mithilfe an die englische Loughborough University. Dort machte der Wiener prägende Erfahrungen: „Ich bin sehr offen und neugierig, daher war ein Auslandsstudium immer Thema. Allerdings war das Jahr in England beinhart. Ich kam frisch nach einer groben Knie OP hin und musste dort mit Studium, Reha, Training und Privatleben jonglieren. Zudem engagierte ich mich in mehreren Ehrenämtern in der Studierendenvertretung. Die vielen Eindrücke und frischen Inputs waren aber ein starker Motivator, dort alles bestmöglich zu meistern. Für alle, die eine Challenge suchen, ist ein Auslandsstudium stark zu empfehlen.“

Der mehrfache Staatsmeister und European Games-Gewinner wurde letztlich viel von Verletzungen zurückgeworfen. An seine Zeit im Leistungssport denkt er aber gerne zurück: „In einer Weltsportart wie Leichtathletik merkt man sehr schnell, wo man im internationalen Vergleich steht und wie weit man kommen kann. Ich hatte als junger Athlet hohe Ansprüche an mich. Klar, die Einberufungen, Beschickungen zu internationalen Wettkämpfen und Staatsmeistertitel waren absolute Höhepunkte, aber meine Ziele lagen doch immer höher. Erst gegen Ende meiner sportlichen Laufbahn habe ich gemerkt, dass die Erreichung sportlicher Ziele für mich weniger von Bedeutung war als die Gewinne abseits von Medaillen und Bestleistungen.“

Auf ein unterstützendes Umfeld kommt’s an

Heute leitet Dominik bei KADA das Studienförderprogramm SLS und hält an Schulen, Leistungs- und Heeressportzentren in ganz Österreich KADA-Workshops. Als Laufbahnberater begleitet er außerdem Athletinnen und Athleten in Wien und Salzburg durch ihre Duale Karriere. Mit dem Rollentausch vom Betreuten zum Betreuer schließt sich für ihn ein Kreis. „In der Beratung habe ich in den ersten Monaten meist meine persönlichen Erfahrungen genutzt, um bei Anliegen zu helfen. Gleich habe ich aber erkannt, dass ich nicht von mir auf andere schließen kann. Deshalb versuche ich immer, meine Athletinnen und Athleten und ihre individuellen Situationen zu verstehen. Dadurch ergeben sich ganz andere Perspektiven und zudem lerne ich auch viel Neues.“

Eine Sache, die er wie einst bei sich selbst immer wieder beobachtet, ist wie viel Auftrieb es gibt, wenn man bei der Vereinbarung von Sport, Bildung und Beruf nicht auf sich allein gestellt ist: „Ich habe einmal drei Mannschaftssportler betreut, die gemeinsam für einen Verein gespielt haben. Neben ihren Verpflichtungen als Profis haben sie es sich zum Ziel gemacht, ihr Studium zu absolvieren. Da sie teilweise dieselben Lehrveranstaltungen besuchten, bildeten sie aus praktischen Gründen eine Fahr- und Lerngemeinschaft und pendelten zusammen zwischen Training und Uni. Sie bauten selbstständig ein förderliches Umfeld auf. Ich empfand die gegenseitige Unterstützung und das Verständnis für einander als Paradebeispiel für die Umsetzung einer erfolgreichen Dualen Karriere. Ich für meinen Teil musste sie bloß administrativ bedienen.“

Bernhard Strauß zu 10 Jahren KADA

Im Doppel mit Spitzensport und Bildung

Seit 2015 ist Bernhard Strauß Teil des Teams im KADA Head Office. Im Büro unterstützt er die Geschäftsführung und Administration einige Stunden in der Woche bei der Förderabwicklung – mit seinen berühmt-berüchtigten Riesendateien, die wesentlich dabei helfen, die Übersicht über alle Vorgänge zu bewahren. Den ersten Berührungspunkt mit KADA hatte der hauptberufliche Bauingenieur nach dem Ende seiner eigenen sportlichen Laufbahn.

In seiner Karriere als Beachvolleyballer war Berni auf der FIVB World Tour unterwegs, holte einen Staatsmeistertitel und nahm 2005 an der WM in Berlin teil. Neben dem Spitzensport kam die Planung für das spätere Berufsleben aber nicht zu kurz: „Ich habe mich damals für ein Online-Fernstudium entschieden, das ich gut mit dem Sport in Einklang bringen konnte. Ich war froh, dadurch einen Ausgleich zum Beachvolleyball zu haben.“

Berufseinstieg mit KADA an der Seite

Beim Übergang ins Berufsleben konnte KADA den Salzburger entscheidend unterstützen: „Nach meiner Karriere war die große Herausforderung die, dass mein Sport mit der beruflichen Ausbildung absolut nichts gemein hatte. Daher befand sich in meinem Lebenslauf eine große ‚Lücke‘. KADA hat mich mit Firmen zusammengebracht, die meine sportliche Zeit nicht als Lücke empfanden, sondern als Kapital. Zudem war meine Laufbahnberaterin von KADA zu dieser Zeit die Einzige, die die Herausforderungen in meiner Situation wirklich verstanden hat.“

Aus seiner Zeit im Spitzensport konnte sich Berni zwei bewährte Eigenschaften im Besonderen für den Berufsalltag mitnehmen: Zielstrebigkeit und die nötige Ausdauer, seine Ziele auch konsequent zu verfolgen. Heute ist unser ehemaliger KADAthlete nicht nur in der Freizeit sportlich unterwegs; auch durch seine Tätigkeit bei KADA bleibt er dem Sport verbunden: „Für mich ist die Zeit, die ich im KADA Office verbringe, immer sehr erfrischend, weil ich meine Kolleginnen und Kollegen sehr schätze und zumindest einmal pro Woche in die Welt des Sports eintauchen kann.“

Beatrix Arlitzer blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Sportbegeisterte Lösungsfinderin

Beatrix Arlitzer betreut seit 2013 unsere KADAthletes in der Steiermark. Dabei hätte alles ganz anders kommen können, denn ursprünglich hat sie eine Lehre zur Tischlerin gemacht. Dass ihr Weg sie schlussendlich in die Beratungstätigkeit führen sollte, kam aber nicht von ungefähr: „Bereits in meiner Lehrzeit sind meine Arbeitskollegen mit Problemen zu mir gekommen und so stellte ich früh fest, dass ich eine Gabe habe, zu kommunizieren und Menschen dabei zu unterstützen, lösungsorientiert nach vorne zu schauen und persönliche Fortschritte zu erreichen – sozusagen der Vorreiter des mentalen Coachings.“

Heute ist Beatrix selbstständige Unternehmensberaterin, Mentaltrainerin und Wirtschaftscoach. Mit ihrem Unternehmen Arlitzer Mental beschäftigt sie sich mit Themen wie Leadership, Arbeitsmotivation, Leistungserbringung und Prozessoptimierung, um nur einige zu nennen. Der Kontakt zu KADA kam über ihren damaligen Lehrsupervisor und jetzigen Laufbahnberatungs-Kollegen, Franz Wendler zustande. Damals suchte sie Interviewpartner für ihre Abschlussarbeit über Coaching im Hochleistungssport und wurde bei KADA in doppelter Hinsicht fündig: „Bei den Gesprächen mit Athletinnen und Athleten war ich fasziniert von der positiven Energie und Einstellung, mit der sie an ihren Zielen arbeiten. Schwupps, war das innere Feuer entfacht, mein Bestes zu geben, um sie dabei zu unterstützen.“

Beatrix Arlitzer

Die Rolle als Laufbahnberaterin

In ihrer Freizeit ist Beatrix selbst sportlich aktiv. War sie früher viel mit BMX- oder Rennrad unterwegs, so ist sie heute vorrangig beim Klettern oder Motorradfahren zu finden. Als Laufbahnberaterin betreut die Steirerin Athletinnen und Athleten, die neben dem Spitzensport Bildung oder Beruf nachgehen. Dabei beeindruckt sie der unbändiger Wille, immer das Bestmögliche zu geben und die Bereitschaft, auf Vieles zu verzichten, um Höchstleitungen abrufen zu können.

„Das sind einzigartige Eigenschaften und Fähigkeiten, die später einen Mehrwert am Arbeitsmarkt hergeben. Sportlerinnen und Sportler haben in unterschiedlichen Lebensphasen verschiedenste Herausforderungen zu meistern. Das ist eine permanente Gratwanderung und da ist aus meiner Perspektive der persönliche Austausch und ganzheitliche Betreuung wichtig. Ich persönlich beschreibe mich in meiner Rolle als Laufbahnberaterin öfters als ‚Hintergrundprogramm‘, das bei Notwenigkeit aktiviert wird und auch mal erinnert bei Vereinbarungen oder zu langen Abständen. Einmal aktiviert arbeitet es so lange es hilfreich ist und begibt sich danach wieder in den „Standby“ Modus bis zur nächsten Aktivierung.“

Von neuen Möglichkeiten und Motivationshilfen

In ihrer Zeit bei KADA hat Beatrix viele Weiterentwicklungen beobachtet: „Durch die stetige Erhöhung des Bekanntheitsgrades von KADA kommen Sportler jetzt proaktiver auf KADA zu und nützen diese einzigartige Möglichkeit der Unterstützung. Signifikant verändert hat sich meiner Ansicht auch das Angebot der Online-Studiengänge, wobei hier gute Beratung sehr hilfreich ist, um ‚Schnellschüsse‘ zu vermeiden. Wertvoll ist für mich als Laufbahnberaterin die Möglichkeit, mittlerweile bereits angehende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler nach Schulabschluss abholen zu können, um die Thematik der Dualen Karriere fix zu verankern, ohne dass die sportliche Leistung darunter leidet.“

Auch die eine oder andere Anekdote ist Beatrix in Erinnerung geblieben und  bringt sie heute noch zum Schmunzeln: „Am witzigsten finde ich, wenn mich Athletinnen und Athleten darum bitten, ihnen ‚in den Hintern‘ zu treten damit sie beispielsweise für die Berufsreifeprüfung oder Matura lernen und dran bleiben – weil sie wissen, dass alleine lernen nicht ihre Stärke ist.”

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2012

KADA wächst! 2012 waren weiterhin alle Bemühungen darauf ausgerichtet, die persönliche und bedürfnisgerechte Unterstützung von österreichischen Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern bundesweit zu ermöglichen. So konnte KADA die bewährte Zusammenarbeit mit Sportfachverbänden und Hochschulen ausweiten und auch das Laufbahnberatungsteam wurde vergrößert. Unter den Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater haben viele selbst einen Hintergrund im Spitzensport und sie bringen geballte Erfahrung aus der Bildungs- und Berufsberatung mit.

Währenddessen gab es auch auf internationaler Ebene ein Highlight: Im Rahmen der Olympischen Jugendwinterspiele in Seefeld beteiligte sich KADA an einem EU-Projekt zur Förderung der Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf. KADAs Unterstützungsmodell fand dabei so viel Anklang, dass seitens der Deutschen und Südtiroler Sporthilfe sowie des polnischen Sportministeriums Anfragen folgten, tiefere Einblicke in KADAs Arbeitsweise zu erhalten.

2012 bleibt uns aber speziell aus einem Grund in Erinnerung: es war das Jahr, in dem die Beratungseinrichtung KADA auch zu einem Bildungsanbieter geworden ist.

Die Berufsreifeprüfung im Leistungssport

Lange Schultage mit fixen Stundenplänen auf der einen Seite, intensive Trainings und unverschiebbare Wettkampftermine auf der anderen – das klingt nicht nur schwer koordinierbar, sondern ist es auch. Dabei ist die Reifeprüfung als Hochschulberechtigung der Schlüssel zu vielversprechenden Bildungs- und Berufsperspektiven. 2012 nahm KADA daher das große Projekt in Angriff, ein eigenes Bildungsangebot zu schaffen, das den besonderen Bedürfnissen von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern bestmöglich entgegenkommt.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober mit dem damaligen Direktor Mag. Peter Slanar und dem Lehrpersonal der BHSAK Wien 10

Im Sommer war es dann so weit, der erste Jahrgang startete in die Vorbereitungskurse für die neue Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP). Dabei wird Flexibilität ganz großgeschrieben. Die Kurse für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und den exklusiven Fachbereich Sportmanagement können in beliebiger Reihenfolge besucht werden. Auch die Ausbildungsdauer ist individuell bestimmbar. Die Lerneinheiten finden teils online und teils als Präsenzunterricht an den Standorten Wien, Salzburg und inzwischen auch Stams statt. Mit Ablegung der vier Teilprüfungen erlangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine vollwertige, in Österreich gesetzlich anerkannte Matura. Die ersten Absolventinnen und Absolventen schlossen die BRP erfolgreich im März 2015 ab. Seitdem ist die BRP ein unverzichtbarer Baustein in KADAs ganzheitlichem Bildungs- und Beratungsangebot.

Weitere Informationen zum Ablauf und  den Zugangsvoraussetzungen gibt es hier.

David Wimleitner blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Ein sicherer Rückhalt

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Ob im Profifußball oder im Unterhaus – als Torhüter kann David Wimleitner auf eine lange Karriere mit vielen Stationen zurückschauen. Besonders prägend war seine Zeit in der Bundesliga beim LASK und in der zweiten Liga bei Blau-Weiß Linz, wo er 2013/14 seine Karriere beendete. Es waren intensive Jahre, in denen sich unser heutiger Laufbahnberater aber nicht nur mit Fußball, sondern auch mit Zukunftsfragen beschäftigte:

„Ich wäre damals ein klassischer ‚KADA-Fall‘ gewesen. Ich habe zugunsten meines ersten Profivertrags die Handelsakademie abgebrochen und dann parallel zum Spitzensport die Lehrabschlussprüfung zum Großhandelskaufmann gemacht. Nach meiner ersten Verletzung habe ich entschieden, dass ich gerne Wirtschaft studieren möchte. Ich habe die Studienberechtigungsprüfung abgelegt und anschließend mein Studium begonnen.“

Die Verbindung von Leistungssport und Studium erwies sich für David als sehr lehrreich: „In dieser Zeit habe ich nie den Fokus auf den Spitzensport verloren, sondern ich konnte mich sogar besser auf das Wesentliche im Sport konzentrieren. Für mich war die Beschäftigung mit Themen abseits des Sports sehr wertvoll. Außerdem konnte ich mir ein Netzwerk aus meinen Studienkontakten aufbauen.“

Positionswechsel: Einstieg ins Berufsleben

Als Fußballer zeichneten David seine Zielstrebigkeit und die Fähigkeit aus, in schwierigen Situationen besonnen zu bleiben. Diese Eigenschaften erwiesen sich für ihn auch im Berufsleben als nützlich. David ist Geschäftsführer  der Bildungsplattform Wirtschaftsimpulse und war bis Ende 2019 in verschiedensten Funktionen für den FC Blau-Weiß Linz tätig.

Seit 2011 gibt er seine Erfahrungen aus Sportkarriere, Studienzeit und Berufstätigkeit als Laufbahnberater an unsere KADAthletes in Oberösterreich weiter. Lag der Fokus bei KADA in den ersten Jahren besonders auf der beruflichen Integration am Karriereende, so wird heute schon bei der Ausbildungsunterstützung und Prävention angesetzt. „Diese Weiterentwicklung hat die tägliche Arbeit in der Laufbahnberatung stark verändert und KADA erst zu dem tollen Projekt gemacht, das es jetzt ist“, findet David.

Mag. David Wimleitner

Experte für Sport und Bildung

Als ehemaliger Sportler und Student, Sportfunktionär und Bildungs-Insider hat David einen besonders breiten Blickwinkel auf das Thema (Aus-)Bildung im Spitzensport. In den letzten Jahren hat er viele positive Entwicklungen beobachtet: „Heutzutage gibt es ein viel größeres Angebot an Ausbildungen, die Orts- und Zeitunabhängigkeit gewährleisten. Es gibt quasi kaum mehr Sportlerinnen oder Sportler, für die man keine passende Möglichkeit finden kann. Speziell bei zeit- und ortsunabhängigen Bildungsangeboten ist aber die Eigenmotivation, Eigenverantwortung und das strukturierte Abarbeiten viel entscheidender als bei einem Regelstudium.“

Die Verfolgung einer dualen Karriere aus Spitzensport sowie Bildung oder Beruf empfiehlt David dringend weiter: „Just do it! Die Duale Karriere ist für jede Sportlerin und jeden Sportler machbar, wichtig und bereichernd.“ Ein besonderer Ratschlag von seiner Seite: „Was ich immer an die Sportlerinnen und Sportler weitergebe ist, dass sie unbedingt Netzwerke in Sport und Studium aufbauen bzw. pflegen sollen. Das ist für die Karriere nach dem Sport unbezahlbar.“ Und so freut es ihn besonders, wenn er mit ehemaligen KADAthletes Kontakt hat, die er auf ihrem erfolgreichen Weg ein Stück weit begleiten konnte.

Wolfgang Bittner blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Erfahrener Allrounder und Stratege

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Er ist Unternehmer, Bildungs-, Karriere- und Organisationsberater. Klar ist, dass Wolfgang Bittner einen großen Erfahrungsschatz aus seinen vielfältigen Tätigkeitsfeldern mitbringt. Als Laufbahnberater gibt er diesen seit 2011 an österreichische Spitzensportlerinnen und Spitzensportler weiter. Die Zusammenarbeit mit KADA begann damals, als er auf einem eigens veranstalteten Wirtschaftskongress auf Geschäftsführerin Roswitha Stadlober traf. Noch heute erinnert er sich, wie beeindruckt er von ihrem Einsatz für den österreichischen Spitzensport war:

„Von Anbeginn hat mich die brennende Leidenschaft von Roswitha angesteckt! Für eine Perspektive nach dem Sport einzustehen, ist eine gute Sache, aber mit einer solchen Begeisterung Sportlerinnen und Sportler zu unterstützen, hat mich sehr bewegt. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich mit meiner Organisationsberatung nicht das Laufbahnberatungs-Team für Oberösterreich stellen könnte.“

Dr. Wolfgang Bittner

Gesagt, getan. In den folgenden Jahren erlebte Wolfgang mit, wie KADA sich stetig weiterentwickelte und national wie international zusehends an Bekanntheit gewann. Das kommt unseren KADAthletes direkt zugute, wie er festhält: „Oft müssen wir uns nicht mehr vorstellen; man weiß, wofür KADA steht. So kann es schon mal vorkommen, dass wir für unsere Sportlerinnen und Sportler Türen öffnen und Vorstellungstermine, Berufswünsche oder Qualifizierungen leichter ermöglichen können.“

Arbeit im KADA Team

Für Wolfgang zeichnet sich KADA vor allem durch den guten Team Spirit unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus: „Wir haben alle die gleichen Werte und dieselbe Ausgangsbasis. Dennoch können wir je nach Situation unsere unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken einbringen. Genau wie es in einem gut funktionierenden Team sein soll.“

In seiner Tätigkeit als Laufbahnberater bereitet es ihm jedes Mal aufs Neue Freude, individuelle Pläne mit unseren KADAthletes zu erarbeiten: „Die Sportlerinnen und Sportler, die ich betreue, stehen meistens schon am Karriereende. Man kann sie in zwei Gruppen teilen; die einen beschäftigen sich sich von sich aus mit Zukunftsfragen und haben konkretere Vorstellungen, die anderen sind mit solchen Überlegungen eher überfordert. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn als Coach muss man dementsprechend verschiedene Zugänge wählen, um sie bestmöglich zu unterstützen. Bei letzteren geht es oft darum, erst mit der Ära abzuschließen, bevor individuelle Zukunftsvisionen erarbeitet werden können. Aber genau dieses Entwickeln von Szenarien, Strategien und Maßnahmen macht mir großen Spaß.“

Wenn betreute Sportler zu Geschäftspartnern werden…

In zehn Jahren KADA hat Wolfgang viele Geschichten miterlebt. Eine sticht für ihn für ihn besonders heraus: „Eines meiner Lieblingsunternehmen, Ben’s Sports, ist in Zusammenarbeit mit einem damaligen KADAthlete und nunmehrigen Freund entstanden. Als ich ihn damals betreute, war schnell klar, dass er Qualifikationen im wirtschaftlichen Bereich erlangen wollte. Er entschloss sich, den Wirtschaftsführerschein zu machen. Vier Jahre später haben wir gemeinsam ein Sporthandelsgeschäft großgezogen, das auf Randsportarten in Europa wie etwa Baseball oder Football spezialisiert ist.

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2011

Ein sportfreundliches Studienkonzept, österreichweite Workshops, eine Buchveröffentlichung und hohe Auszeichnungen – 2011 war ein bewegtes und ereignisreiches Jahr für KADA. Werfen wir gemeinsam einen Blick zurück auf die wichtigsten Entwicklungen.

Duale Karriere – Sport & Studium

Studium und Sportkarriere parallel zu ermöglichen, das war von Beginn an eines von KADAs zentralen Anliegen. Denn die Einhaltung der Trainings- und Wettkampfplanung ließ sich oftmals nicht mit präsenzpflichtigen Terminen an der Hochschule vereinbaren. Was heute eines der Kernangebote von KADA ist, begann im Wintersemester 2011 als Pilotprojekt in Kooperation mit der Uni Wien. Zusammen ging es darum, Anforderungen des Leistungssports und Hochschulstudiums aufeinander abzustimmen. So entstand das Konzept Studium Leistung Sport (SLS).

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SLS-Teilnehmer an der Wirtschaftsuniversität Wien

Und das funktioniert so: Für studierende Sportlerinnen und Sportler werden in Zusammenarbeit mit KADAs Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern individuelle Semesterpläne erstellt, die Rücksicht auf das jeweilige Trainings- und Wettkampfprogramm nehmen. Dabei werden Konfliktpunkte erarbeitet und anschließend mit Lösungsvorschlägen ergänzt. In Abstimmung mit den jeweiligen Studienleitungen und Rektoraten wird der Semesterplan umgesetzt. Voraussetzung dafür ist eine Hochschulinskription und ein Nachweis über den Leistungserfolg im Sport. Über die Jahre wurde die Kooperation auf zehn Hochschulen ausgeweitet, an denen aktuell 234 KADAthletes inskribiert sind.

KADA on Tour – österreichweite Informationsprojekte

Es ist nie zu früh, sich Gedanken über das Leben nach der Sportkarriere zu machen. Ganz nach diesem Motto startete KADA 2011 verschiedene Informationsprojekte rund um die Themen Sport, Bildung und Beruf. Ganz wesentlich war die Einführung von Workshops an den Nachwuchskompetenzzentren (NWKZ), Skisportlichen Schulen und Handelsschulen für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler. Sie geben österreichischen Nachwuchshoffnungen die Möglichkeit, den Verein KADA und seine Tätigkeiten kennenzulernen und frühzeitig ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der dualen Karriereplanung zu entwickeln.

Ein KADA-Workshop am ORG Dornbirn 2012

Auf Initiative von KADA Vorstandsmitglied MMag. Dr. Marc Brabant und Uni.Prof. Sabine Urnik erschien mit „Mein Kind im Sport – was Eltern wissen müssen“ ein Sportratgeber in Buchform zur Unterstützung von Eltern sporttreibender Kinder. Zudem ging KADA im Rahmen einer Verbandsoffensive gezielt auf Sportverbände und Vereine zu, um sie auf die Thematik der dualen Ausbildung zu sensibilisieren. Die engere Zusammenarbeit mit Verbänden wie dem ÖFB und ÖSV ermöglichte eine bessere Unterstützung von Sportlerinnen und Sportlern und einen direkten fachlichen Austausch.

Hohe Anerkennung in jungen Jahren

Im ersten Jahr nach der Vereinsgründung entwickelte KADA sich stetig weiter und etablierte sich als wichtiges Bindeglied zwischen Sport, Bildungs- und Berufswelt. Der engagierte Einsatz im Namen österreichischer Hochleistungssportlerinnen und Hochleistungssportler wurde von hoher Stelle gewürdigt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verlieh KADA die Bronzestatue für soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit im Sport. Bei der BSO Cristall Gala wurde KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober als Botschafterin des heimischen Spitzensports ausgezeichnet.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober bei der BSO Cristall Gala

Vroni Stallmaier blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Disziplinenwechsel

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Als Administratorin behält sie den Überblick über das Geschehen bei KADA: Veronika Stallmaier, kurz Vroni, ist im Büro erste Ansprechpartnerin, gefragte Ideengeberin und auch unsere KADAthletes schätzen ihre offene Art und tatkräftige Unterstützung. Klar ist, seit der Vereinsgründung 2010 ist die Ex-Skirennläuferin nicht aus dem Head Office wegzudenken. Dabei kam ihr Engagement bei KADA durch einen denkwürdigen Zufall zustande.

Vom Spitzensport unsanft in die Karriere Danach

Nach zwei Juniorenweltmeistertiteln und einigen Podestplatzierungen im Ski-Weltcup folgte für Vroni das ganz große Highlight bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville. Dort holte sie, damals noch als Vroni Wallinger, die Abfahrts-Bronzemedaille. Doch dann kam es ganz anders: beim Weltcuprennen 1995 im Ennstal zog sich die Salzburgerin eine schwere Knieverletzung zu, die das abrupte Karriereende bedeutete. Die Umstellung auf das Berufsleben fiel Vroni nach dem verfrühten Abschied aus dem Spitzensport schwer. Es war eine harte Zeit der Neuorientierung, die sie nutze, um verschiedene Ausbildungen im Gesundheitsbereich abzuschließen. Dabei half ihr bewährter Zugang aus dem Leistungssport: „Positive Einstellung, Disziplin, Zeitmanagement und die Fähigkeit, früh aufzustehen und trotzdem gut drauf zu sein.“

Ausgerechnet am einstigen Unglücksort sollte sich erneut alles ändern: „Fünfzehn Jahre nach meinem Sturz entschloss ich mich, endlich meinen Frieden mit meinem verpatzten Spitzensportende zu machen und besuchte im Jänner 2010 ein Damen Weltcup-Skirennen im Haus im Ennstal. Wehmütig sah ich den Zielhang und erinnerte mich nur zu gut an den schwierigen Abtransport im Akia. Ich kannte keine der damals aktiven Skirennläuferinnen mehr persönlich, aber im Zielraum traf ich zufällig meine Ex-Kollegin und zukünftige KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober und wir kamen ins Gespräch…“

Die Aussicht, mit dem Verein KADA aktive wie ehemalige Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in Sachen Bildung und Beruf unterstützen zu können, löste bei Vroni eine regelrechte Aufbruchsstimmung aus. „Ich war begeistert von der Perspektive, mit Mut Altes zu hinterfragen und für österreichische Sportlerinnen und Sportler neue Möglichkeiten zu schaffen“, erinnert sie sich. Reichlich Motivation also, um sich nach Jahren als medizinische Trainingstherapeutin, Fitness- und Yogatrainerin in den neuen Büroalltag einzuarbeiten und die unliebsamen PC-Kenntnisse aufzupolieren.

Voller Einsatz für KADA

Seit 2010 hat sich bei KADA viel getan. Besonders wichtig findet Vroni die konsequente Aufbauarbeit, die KADA im Bereich der Angebote zur Dualen Karriere geleistet hat. Denn: „Ohne Duale Karriere wird es am Spitzensportende sehr schwierig, Arbeit zu finden – insbesondere bei Randsportarten. Niedriges Einkommen und fehlende Pensionsjahre durch nicht ausreichende Qualifikationen sind unangenehme Folgen.“

Unverändert bleibt für sie persönliche und organisatorische Unterstützung der Schlüssel zum Erfolg in Sport, Bildung und Beruf: „Wie früher ist ein sehr gutes Umfeld extrem wichtig – egal ob Familie, Trainer- und Betreuerteam oder Arbeitgeber. Dazu braucht es flexible Ausbildungsangebote, die sich an die Wettkampfsaison anpassen lassen.“

Dafür ist bei KADA gesorgt: ob mit der Laufbahnberatung, der Berufsreifeprüfung im Spitzensport, dem Studienkonzept SLS oder der Berufsintegration. Verlässlich sorgt Vroni seit dem ersten Tag dafür, dass alles einwandfrei abläuft.

Franz Wendler blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Im Parallelslalom Spitzensport & Ausbildung

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Franz Wendler ist ein richtiges KADA Urgestein. Tatsächlich ist der selbstständige Unternehmensberater, Management-Trainer, Coach und Supervisor schon seit einem Vorprojekt 2009 mit an Bord. In zehn Jahren KADA hat unser Laufbahnberater für die Steiermark viele Veränderungen miterlebt, gleichgeblieben ist aber seine Freude an der Zusammenarbeit mit Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern:

„Was mich immer wieder begeistert, ist die unglaubliche Konsequenz, mit der viele meiner KADAthletes ihre Ziele verfolgen. Oft sind sie trotz Mehrfach-Challenges auf mehreren Ebenen erfolgreich. Das braucht nicht nur einen Plan sondern auch die Bereitschaft, sich vielfältige Unterstützung zu holen, um dann fokussiert ‚dranzubleiben‘. Das ist die Grundlage für Erfolg; im Sport genauso wie in der Ausbildung und im Beruf. Das finde ich vorbildhaft.“

Mag. Franz Wendler

Die Aufgaben als Laufbahnberater

Seine Rolle als Laufbahnberater beschreibt Franz so: „Mein Angebot ist, den Sportlerinnen und Sportlern im ‚Parallelslalom‘ Spitzensport und Studium als ‚Reflexions-Sparringpartner‘ zur Verfügung zu stehen.“ Als solcher leistet er unvoreingenommen Orientierungs- und Entscheidungshilfe in Sachen Studien– und Berufswahl und unterstützt bei der Abstimmung  mit Wettkämpfen und Trainings.

Waren es früher zumeist Sportlerinnen und Sportler am Ende ihrer Karriere, die Franz betreut hat, beginnen die Überlegungen für die Zeit nach dem Sport heute schon deutlich früher. Nicht zuletzt, weil KADAs Bekanntheitsgrad sich seit 2010 stark vergrößert hat, wie er meint. Das heutzutage weitverbreitete Ziel, die Mindeststudienzeit einzuhalten, sieht Franz als unnötigen zusätzlichen Druck, der die Vereinbarkeit von Studien für Sportlerinnen und Sportler nicht gerade einfacher macht. Denn: „Geschenkt wird ihnen ohnehin nichts“, wie Franz festhält. „Sie müssen nur zeitlich die Gelegenheit erhalten, alle ‚Baustellen‘ zu bearbeiten, dann ist alles möglich.“

Von Traumberufen und neuen Leidenschaften

Über die Jahre sind Franz viele Erinnerungen hängen geblieben, von kuriosen Geschichten über Sportlerinnen und Sportler, die im Berufsleben dezidiert nichts mehr mir Sport zu tun haben wollten bis zu besonderen Erfolgserlebnissen, an die er sich gerne zurückerinnert:

„Es sind sehr schöne Erfahrungen, wenn sich Traumberufe, die anfangs unrealistisch erscheinen, später doch erfüllen lassen. So hat einen Sportler nach einer Beratung die Frage nach seinem Jugendtraum Pilot nicht losgelassen und er schrieb mir nach Jahren, dass er mittlerweile nach einer mehrjährigen Ausbildung bei einer Fluggesellschaft arbeitet. Sehr berührend ist es, wenn Athletinnen und Athleten neben dem Sport, der sie meist das ganze Leben rund um die Uhr beschäftigt hat, auch in Ausbildung und Studium eine Begeisterung entdecken und dafür zu brennen beginnen. Das bringt die besten Startbedingungen für den erfolgreichen Parallelslalom in Sport und Beruf!“

Judith Draxler-Hutter blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Von der Schwimmbahn in die Laufbahnberatung

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Drei Olympiateilnahmen, 68 österreichische Staatsmeisterschaften und 32 internationale Großveranstaltungen – die Liste der Erfolge, die Judith Draxler-Hutter in ihrer beeindruckenden Schwimmkarriere gefeiert hat, ist lang. Noch während ihrer aktiven Zeit hat die gebürtige Steirerin ein Psychologiestudium an der Uni Graz absolviert und sich danach als Sportpsychologin und Personal Coach mit ihrem Unternehmen Erfolgswelle selbstständig gemacht.

Mag. Judith Draxler-Hutter

Seit der Vereinsgründung 2010 ist Judith ein fixer Bestandteil des KADA Laufbahnberatungsteams. An die Anfänge erinnert sie sich so:

„Ich kannte die ‚Vorläufer‘ von KADA und als Roswitha mich fragte, ob ich für den Verein als Coach arbeiten möchte, war ich sofort begeistert. Mir persönlich war das Thema Duale Karriere als Leistungssportlerin schon immer wichtig. Zudem hat mich die Thematik davor auch schon in meiner Tätigkeit als Sportpsychologin ständig begleitet. Es war beeindruckend zu sehen, in welchem Tempo KADA sich zu einer etablierten, strukturierten und von Sportlerinnen, Sportlern und Funktionären gleichermaßen geschätzten Organisation entwickelt hat.“

Aus dem Alltag bei KADA

Als Laufbahnberaterin ist Judith für unsere KADAthletes in Ostösterreich zuständig und unterstützt sie in allen Fragen rund um Studium, Berufsreifeprüfung und Jobsuche. Alles unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“, denn sie will ihnen vermitteln, dass sie alles selbst in der Hand haben. Wie läuft eine Erstberatung bei Judith ab? Neben sportlichen Zielen, Interessen und Tagesabläufen fragt sie besonders auch nach den Beweggründen für eine Duale Karriere und wobei es Unterstützungsbedarf gibt.

Neue Herausforderungen, gleiche Einstellung

Aus Judiths Sicht ist von jungen Sportlerinnen und Sportlern heutzutage besonders hohe Flexibilität, Eigenverantwortung und Einsatzbereitschaft gefragt. Eine Herausforderung sieht sie auch darin, dass das Bildungsangebot zwar sehr vielfältig und anpassbar ist, aber man leicht den Überblick verlieren kann, wenn es darum geht, den richtigen Ausbildungsweg zu finden – und genau hier kann KADA helfen. Judith gibt dazu gerne auch Erfahrungen und Erkenntnisse aus ihrer eigenen Studienzeit und Sportkarriere weiter:

„Vor allem meinen Zugang, dass die Erfahrungen und Soft Skills aus dem Sport unbezahlbar und höchstes Gut in der beruflichen Tätigkeit sind. Die Fähigkeit, am Tag X in Hochform und leistungsbereit zu sein, kann man zum Beispiel auch in Prüfungssituationen an der Uni anwenden.“

Einen besonderen Moment aus zehn ereignisreichen Jahren bei KADA herauszugreifen fällt schwierig. Eines begeistert Judith aber nach wie vor: „Es ist immer wieder beeindruckend, wenn Sportlerinnen und Sportler ihre sportlichen UND beruflichen Ziele erreichen, und damit erkennen, dass sie als Persönlichkeit in vielen Bereichen Erfolg erleben können.“

KADA feiert ein Jubiläum!

10 Jahre Verein KADA: ein Rückblick auf das Jahr 2010

2020 feiert KADA einen runden Geburtstag! Denn inzwischen ist es zehn Jahre her, dass der Verein in seiner heutigen Form gegründet wurde. Über die Jahre hinweg hat sich KADA stetig weiterentwickelt, ist gewachsen, es sind neue Projekte und Aufgabenbereiche dazugekommen. Eine Sache ist seit der Gründung 2010 jedoch unverändert geblieben: im Zentrum aller Bemühungen steht nach wie vor das Anliegen, Sport, Bildung und Beruf vereinbar zu machen, um österreichische Sportlerinnen und Sportler bestmöglich auf die Zeit nach ihrer aktiven Karriere vorzubereiten. In den kommenden Wochen und Monaten wollen wir die größten Meilensteine und schönsten Momente aus 10 Jahren KADA Revue passieren lassen, beginnend mit dem Gründungsjahr 2010.

2010 – Wie alles begann

Im Jahr 2006 startete die Initiative KA:DA (Karriere Danach), gefördert durch das Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich. Rechtsträger war zu diesem Zeitpunkt und vier Jahre hindurch die Österreichische Sporthilfe. Für Sportlerinnen und Sportler mit Nationalkaderangehörigkeit und später auch Trainerinnen und Trainer wurde somit eine Beratungs- und Betreuungseinrichtung geschaffen. Bis 2010 wurden auf diese Weise über 420 Sportlerinnen und Sportler von anfangs lediglich zwei Mitarbeiterinnen auf dem Weg zum Berufseinstieg begleitet.

Ehemalige KADAthlete Miriam Gruber

KADA Gründung

Um den sehr unterschiedlichen individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen der Betreuten besser gerecht zu werden und das Angebot insgesamt auszuweiten, wurde am 19. März 2010 der gemeinnützige Verein KADA durch Roswitha Stadlober und Mag. Michael Hadschieff gegründet. Die Finanzierung übernahmen zu einem Drittel das AMS und zu zwei Drittel das Sportministerium. Ein Blick auf den ersten Vorstand zeigt, dass sich eine Vielzahl ehemaliger österreichischer Top-Athleten sowie Experten aus dem Feld der Sportorganisation für das Projekt begeistert engagierten:

  • Präsidentin: Mag.a Vera Lischka, Schwimm-Europameisterin/Journalistin
  • Vizepräsident: DDr. Christoph Schmölzer, Ruder-Weltmeister/Arzt
  • Schriftführerin: Mag.a Petra Kronberger, Ski-Olympiasiegerin und Weltmeisterin/Kunsthistorikerin
  • Schriftführer-Stv.: Michael Ludwig, Fecht-Europameister/Personalberater
  • Finanzreferent: Mag. Jan Häuslmann, ASKÖ Salzburg
  • Finanzreferent-Stv.: Min.-Rat. Mag. Gerhard Scherbaum, BMLVS a.D., WAT-Vizepräsident
  • Rechnungsprüfer: MMag. Dr. Marc Brabant, Österreichischer Eishockeymeister mit dem KAC, Nationalteamspieler/Betriebswirt
  • Rechnungsprüfer: Stephan Marasek, Österreichischer Fußballmeister mit dem SK Rapid, Nationalteamspieler/Versicherungskaufmann

Erster Vorstand und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KADA Head Office

Von der Laufbahnberatung zum Berufseinstieg

Das Head Office rund um Geschäftsführerin Roswitha Stadlober, Laufbahnberater Mag. Michael Hadschieff und Assistentin Veronika Stallmaier wurde mit Unterstützung des Landes Salzburg im Stadion Wals-Siezenheim bei Salzburg eingerichtet. Das KADA Team, abgerundet durch selbstständige Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater, kümmerte sich um die Umsetzung der drei Säulen Prävention & Information, Duale Laufbahnberatung & Coaching und Integration in den Arbeitsmarkt. Auf diese Weise wurden Sportlerinnen und Sportler schon vor, während und nach ihrer Karriere im Spitzensport in Bildungs- & Arbeitsmarktfragen unterstützt. Dazu gehörten Beratungsgespräche und Hilfestellungen im Bewerbungsprozess genauso wie erste Aus- & Weiterbildungsangebote. Der Grundstein war also für eine spannende und bewegte Zukunft gelegt, in der sich KADA schrittweise durch erweiterte Serviceangebote und strategische Kooperationen zu der führenden Institution entwickeln sollte, die sie heute ist.

Ehemalige KADAthletes Robert Lauscha und Nadine Brandl

Neuzugang bei KADA

Nelly Binia bei KADA in der Öffentlichkeitsarbeit und Organisation

Das KADA Team hat aufgrund eines personellen Abgangs eine neue Mitarbeiterin. Seit März unterstützt Nelly Binia das Team im Head Office in Teilzeit. Vergangenen Sommer hat die Studentin aus Salzburg den Bachelor in Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement an der FH Kufstein Tirol abgeschlossen und im Herbst das Masterstudium Sport- und Eventmanagement an der Privatuniversität Schloss Seeburg begonnen. Den Input aus dem Studium möchte sie direkt bei ihren neuen Aufgaben miteinfließen lassen, die in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Organisation liegen. Nelly verfolgt von klein auf begeistert das internationale Sportgeschehen. An den Wochenenden ist sie meist im Stadion zu finden oder geht selbst eine Runde laufen.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

Rückblick 2019, Teil 5

Alexandra Meissnitzer seit Sommer neue KADA Präsidentin
Mit Ex-Skirennläuferin und ORF Expertin Alexandra Meissnitzer, MBA steht seit Juli 2019 ein neues, bekanntes Gesicht an der Spitze des Vereins KADA. Gemeinsam mit dem ebenfalls…

KADA hat einen neuen Vorstand!

Am 25. Juli fand in Salzburg die konstituierende Sitzung unter Führung der neuen Vereinspräsidentin statt. Mit Ex-Skirennläuferin und ORF Expertin Alexandra Meissnitzer, MBA ist ein neues, bekanntes Gesicht an der Spitze des Vereins KADA.

„Ich sehe es als meine Verantwortung, mich neben meiner beruflichen Tätigkeit sozial einzusetzen. Junge Talente sollen sich nicht zwischen Sport und einer Ausbildung entscheiden müssen. Es ist wichtig, dass wir soziale Sicherheit für unsere Sportlerinnen und Sportler schaffen.“

– Alexandra Meissnitzer

Mag. Jan Häuslmann steht der Präsidentin neben seiner Tätigkeit als Finanzreferent nun auch als Vizepräsident zur Seite. Mag. Michael Ludwig fungiert weiterhin als Finanzreferent Stellvertreter. Den Vorstand komplettiert MMag. Dr. Marc Brabant (Schriftführer), Maga. Petra Kronberger (Schriftführerin Stv.), Dr. Thomas Hollerer (Beirat), Victoria Schindler, BSc (Beirätin), Mag. Thomas Schwab und Felix Reitsperger, LLM. (Rechnungsprüfer). Hier die Übersicht.

Gemeinsam mit dem neu aufgestellten Vorstand möchte Alexandra Meissnitzer die Vision KADAs „Sport mit Perspektive“ vorantreiben. Den Weg zur Dualen Karriere weiter zu ebnen, bedeutet auf vielen Ebenen zu arbeiten.

„Wir müssen das Bewusstsein für eine ganzheitliche Entwicklung der Protagonisten des Spitzensports stärken und gleichzeitig mehr Wertschätzung der Leistung von Sportlerinnen und Sportlern in einer Dualen Karriere erreichen.“

– Alexandra Meissnitzer

Reihenwechsel in Kärnten!

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Fare well and good luck, Michael Suttnig! Der langgediente Kärntner Laufbahnberater (seit 2011!) widmet sich nun verstärkt seinen Aufgaben in der Erste Bank Young Stars League.

Platz für Michaela Juvan. Seit Anfang Mai steigt die Powerfrau in die großen Fußstapfen von Michael und wirkt dabei kein bisschen unsicher. Vor 15 Jahren machte sich die Kärntnerin in der organisierten Kinderbetreuung, sowie der Leitung von Gesundheits- und Fitnessmaßnahmen an (Tourismus-) Unternehmen selbstständig. Michaelas Knowhow (auch in der Unternehmensberatung) ist in Kärnten, wie in Tirol zweifellos gefragt und so setzt auch KADA auf die Klagenfurterin. Das KADA Headoffice hat wieder nachgefragt:

Mein Tag beginnt mit … Kaffee um 4:30.

Es bereitet mir Freude, wenn … ich mit meinen Kindern sportlern kann!

Ich schätze an Menschen … wenn sie offen und dankbar sind.

Ich sammelte sportliche Erfahrungen in … am Schnee, von Ski bis Snowboard alles Mögliche. Auch viel im Wassersport. Egal welcher Aggregatszustand.

Für mich sind HochleistungssportlerInnen … immer spannende Menschen. Sie bringen eine andere Art von Motivation mit, auch ist die Grundenergie ungewöhnlich hoch.

Ein wichtiger Aspekt einer Sportkarriere ist … die Freude daran.

Meinen Urlaub verbringe ich … im VW Camper.

Wir finden jedenfalls, dass viele KADAthletes auf den Rat von Michaela Juvan bauen können und freuen uns auf frischen Wind in Kärnten!

Hier kommt Daniel!

Der 29-jährige Arbeitspsychologe, hat als neuer KADA Laufbahnberater für Ostösterreich ein Ohr für euch. Expertise und Erfahrung mit österreichischen Hochschulen, sowie Lerncoaching und Studienberatung zählt der Wiener zu seinen Stärken. Spitzensportliche Expertise bezieht er aus seinem unmittelbaren Familien- und Freundeskreis. Das KADA Headoffice hat mal nachgefragt:

1. Mein Tag beginnt mit … einer genüsslichen Tasse guten Kaffee und etwas Zeit für mich, auch um den Tag bereits gedanklich vorauszuplanen.

2. Es bereitet mir Freude, wenn … ich Mitmenschen dabei beobachten darf, wenn sie Glück erfahren oder vor Begeisterung sprühen, etwas Neues lernen oder in einer Sache sogar über sich hinauswachsen.

3. Ich schätze an Menschen … ganz besonders die Charaktereigenschaften “Offenheit” und “Leidenschaft”.

4. Ich sammelte sportliche Erfahrungen in … oder besser: ab meinem jungen Erwachsenenalter. Denn ich war in meiner Kindheit bis Jugend eigentlich kaum sportbegeistert. Erst seit wenigen Jahren begann ich mich ernsthaft zu interessieren und mittlerweile verfolge ich eine ganze Palette unterschiedlicher Sportarten in meinem Alltag.

5. Für mich sind Hochleistungssportler/innen … einfach Faszination. Sehr oft sind es wohl besondere Persönlichkeiten mit einer meist spannenden Biografie, gepaart mit einem Schuss “Craziness” sowie unglaublicher Willensstärke.

6. Ein wichtiger Aspekt einer Sportkarriere ist … die passende Unterstützung zu erhalten, sowohl in finanzieller aber insbesondere auch in sozialer bzw. emotionaler Hinsicht. Wer konsistent maximale Leistung erbringen möchte, benötigt dazu schließlich ein ganz individuell abgestimmtes Netzwerk aus UnterstützerInnen. Eine Form dieser Unterstützung zur erfolgreichen Sportkarriere sehe ich im Partner KADA.

7. Meinen Urlaub verbringe ich … am liebsten zu zweit, im Warmen und fernab der Heimat.

Was für ein Glücksgriff.