Schlagwort: Berufliche Integration

Manuel Kramer (Ski Alpin)

Vom Skirennläufer zum Projektmanager für gesamtheitliche Energielösungen im Alpenraum – das ist die bemerkenswerte Geschichte von Manuel Kramer.

Vor wenigen Monaten schloss der Flachauer sein Masterstudium Smart Buildings in Smart Cities mit Schwerpunkt Energieinfrastruktur an der FH Salzburg ab. Seine Masterarbeit über den Einsatz von Wasserstoff zur Stromgewinnung in alpinen Regionen wurde mit dem Wissenschaftspreis der Salzburg AG ausgezeichnet. Auf seine Studienzeit blickt Manuel sehr zufrieden zurück: „Es war die richtige Entscheidung, dass ich dieses Kapitel aufgeschlagen habe. Die Erfahrung zu studieren war eine große Bereicherung für mich. Ich habe im Bachelor ein Auslandssemester an der Auckland University of Technology in Neuseeland verbracht und im Master ein richtig gutes Thema für die Abschlussarbeit gefunden. Die interdisziplinären Projekte und vor allem das wissenschaftliche Arbeiten waren richtungsweisend für meine berufliche Karriere. Es war eine anstrengende Zeit, aber es hat sich absolut ausgezahlt. Jetzt würde ich es genauso wieder machen.“

©GEPA Pictures

 

Inzwischen hat er sich bestens im neuen Berufsalltag beim Pongauer Energiecenter eingelebt: „Wir planen, wie Unternehmen oder ganze Gemeinden ihre Energieversorgung in Zukunft nachhaltig gestalten können, mit erneuerbaren Energien und den dazugehörigen innovativen Speichertechnologien.  Das macht total Spaß und ich komme richtig gut rein.“ Im Leistungssport ist Manuel bis heute aktiv geblieben. Seit 2015 steht der ehemalige ÖSV Abfahrer und Super G-Spezialist im Speed Ski Nationalkader.

Mit der Berufsreifeprüfung zum Hochschulstudium

Aber zurück an den Anfang, denn der Ausgangspunkt für Manuels späteren Werdegang war die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) bei KADA. KADA traf Manuel zum ersten Mal 2012. Damals befand er sich auf dem Sprung in den alpinen Ski Weltcup. Gleichzeitig hatte er im Blick, sich neben dem Spitzensport ein zweites Standbein aufzubauen: „Ich kann mich noch genau an die Besprechung mit Roswitha Stadlober (KADA Geschäftsführerin, Anm.) erinnern, dass die Möglichkeit der BRP besteht. Die habe ich dann wahrgenommen. Ich kann nur Positives wiedergeben, die Kurse waren super aufgebaut. Zwei Fächer im Jahr und das geblockt im Sommer. Es war wirklich toll, was uns da ermöglicht worden ist und wie gut sich die BRP mit dem Training vereinbaren hat lassen.“

Manuel Kramer (3.v.l.) mit Roswitha Stadlober nach dem erfolgreichen BRP-Abschluss 

 

Zwischen Europacup-Bewerben, Weltcup-Einsätzen und Lerneinheiten war es eine intensive Zeit für den Skirennläufer. 2015 war es aber so weit und Manuel gehörte zu den ersten BRP-Absolvent*innen bei KADA. Was folgte, war ein Disziplinwechsel in doppelter Hinsicht: nach Verletzungen und ausbleibenden Weltcup-Resultaten stieg Manuel ins Speed Ski Team um und startete darüber hinaus sein Bachelorstudium. Um Leistungssport und Studium bestmöglich aufeinander abzustimmen, nahm Manuel an KADAs Förderprogramm Studium Leistung Sport (SLS) teil: „Es war eine richtig gute Unterstützung, das Ganze ist sehr professionell rübergekommen. Mein Laufbahnberater hat Termine mit dem Studiengangsleiter organisiert und so konnten wir Kompensationsarbeiten vereinbaren, wenn sich Kurse und Speed Ski Rennen überschnitten haben. Auf diese Weise war es mir möglich, Sport und Studium zu kombinieren.“

Auf zu neuen Herausforderungen

Mit dieser organisatorischen Unterstützung konnte Manuel sich voll und ganz auf sein Studium konzentrieren. Seinen Abschluss schaffte er mit Auszeichnung. Und wie läuft es sportlich? Im vergangenen Jahr gelang ihm nach einem Kreuzbandriss mit dem 3. Gesamtrang das erfolgreiche Comeback in den Speed Ski Weltcup. In der neuen Saison warten zahlreiche Herausforderungen:

„Unser erstes Weltcup-Rennen in Gavarnie (FRA) musste wegen starken Schneefällen und Lawinengefahr abgesagt werden, also sind wir locker über 3.400km umsonst gereist. Sehr viel Aufwand gibt es auch mit den ganzen Corona-Bestimmungen und Tests. Aber ich muss sagen, das Speed Ski Team leistet Großes, um das Risiko zu minimieren. Jetzt müssen wir schauen, wie es weiter geht. Ob es eine WM gibt oder nicht. Im Endeffekt stehen wir parat und warten eigentlich auf das GO, dass die Rennen veranstaltet werden. Wenn die Bestimmungen eingehalten werden und wir Athleten das so vertreten können, dann blicken wir positiv nach vorne.“

Wie sich die Lage auch entwickelt, wir wünschen Manuel alles Gute für seine weiteren sportlichen und beruflichen Ziele!

Freie Stelle bei Sporteo

Sporteo ist eine internationale Full-Service-Sportvermarktungsagentur mit Schwerpunkt Fußball.

Zur Verstärkung des Teams sucht das Unternehmen nach einer/m Sales Mitarbeiter*in (m/w/d) und würde diese Stelle gerne mit einer Person aus dem Sportumfeld besetzen. Dienstorte sind Wien und Schaan in Liechtenstein. Alle weiteren Infos findest du in der Stellenausschreibung. Bei Fragen kannst du dich an Frau Katharina Lenhart wenden.

Erwähne KADA in deinem Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch!

Viel Glück!

Nachwuchsleistungssportzentrum Steiermark

Graz

Das Nachwuchsleistungssportzentrum Steiermark sucht eine/n Sportkoordinator*in zur Begleitung junger Nachwuchshoffnungen im Rahmen ihrer schulischen und sportlichen Ausbildung.

Nähere Informationen zum Anforderungsprofil und zu den Aufgaben findest du in der Stellenausschreibung. Bei Fragen wende dich bitte an Herrn MMag. Gabriel Illmeier. Erwähne KADA in deinem Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch!

Viel Glück!

Akademieleiter*in für Sport, Gesundheit & Management gesucht

Salzburg

Die „AFSM“ Akademie für Sport, Gesundheit & Management ist DER Bildungsanbieter im Bereich Sport und Gesundheit mit zahlreichen Präsenz- und Fernlehrangeboten.

Ab sofort sucht die „AFSM“ eine(n) Akademieleiter*in mit Führungsqualitäten auf selbstständiger Basis in der Zentrale in Salzburg. Absolvent*innen der Studienrichtung Sportwissenschaft oder Sportmanagement werden bevorzugt. Nähere Informationen zu den Tätigkeiten kannst du gerne bei Herrn Radauer einholen. Bewerbung, Lebenslauf und Foto sind ebenso an ihn zu richten.

Erwähne KADA in deinem Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch!

Viel Glück!

Helvetia Versicherungen AG

Vorarlberg, Tirol

Die Helvetia Gruppe steht für individuelle Versicherungs- und Vorsorgelösungen in Schweizer Top-Qualität. Mit Mitarbeiter*innen aus dem Spitzensport wurden bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Für seinen Außendienst sucht das Unternehmen aktuell jeweils einen Kundenberater (w/m/d) für den Raum Dornbirn/Rankweil und für Rum/Innsbruck. Nähere Informationen zum Anforderungsprofil und zu den Aufgabenfeldern findest du in den verlinkten Stellenausschreibungen.

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Viel Glück!

Zwei freie Stellen bei BDI-BioLife Science

Die BDI-BioLife Science ist Spezialist für die Entwicklung innovativer Technologien zur Herstellung hochqualitativer Algen-Wertstoffe für die LifeScience-Industrie.

Aktuell sucht das Unternehmen einen Biotechnologen (m/w/d) und einen Produktionsmitarbeiter (m/w/d) für den Standort Hartberg. Nähere Informationen zum Anforderungsprofil und zu den Aufgabenfeldern findest du in den verlinkten Stellenausschreibungen. Bei Fragen wende dich bitte an Frau Mag. Verena Kabas. Erwähne KADA in deinem Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch.

Viel Glück bei deiner Bewerbung!

Alexander Gehbauer (Mountainbike) Hanno Douschan (Snowboard)

Alexander Gehbauer und Hanno Douschan verbindet eine langjährige Freundschaft. Der eine war Mountainbiker, der andere Snowboardcrosser. Gemeinsam absolvierten die beiden Kärntner den Grundwehrdienst und waren danach Heeressportler. Durch gemeinsame Trainings und Unternehmungen entdeckten sie ihre geteilte Vorliebe für hochwertige Speisen und Getränke – ein Umstand, der, wie wir sehen werden, für diese KADAthlete Story noch wichtig wird.

Aber fürs Erste zurück zum Sportlichen. Auf ihre Zeit im Spitzensport schauen die beiden ehemaligen Top-Athleten sehr gerne zurück. „Vor allem das Reisen zu den vielen Wettbewerben hat mir sehr getaugt. Die großen Wettkämpfe wie Olympia und Weltmeisterschaften, der Kampf Mann gegen Mann, das war schon eine coole Sache“, meint Ex-Radprofi Alex, der mehrfacher Österreichischer Cross-Country Staatsmeister ist und an den Sommerspielen in London und Rio an den Start ging.

Snowboarder Hanno kann sich dem nur anschließen: „Das war wirklich eine fantastische Welt, in der man sich da bewegt hat. Besonders sind mir die ersten Olympischen Spiele in Sotchi in Erinnerung geblieben. Das Flair, das Ambiente und der ganze Medientrouble, der auf einen hereinbricht – es war schon einzigartig, da dabei zu sein. Oder auch der Vize-WM-Titel 2019 zum Karriereabschluss. Das waren einfach irrsinnig bewegende Momente in der Retrospektive.“

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Studium als Ausgleich und neue Zielsetzung

Beide kamen 2017 in KADA Betreuung und entschieden sich jeweils für ein BWL Studium. Mit unterschiedlichen Erfahrungen. Snowboarder Hanno entschloss sich dazu, mit Sport und Studium eine Duale Karriere zu führen: „Es war schon herausfordernd, weil ich im Winter keine Kurse besuchen konnte und auch den ersten Monat des Sommersemesters saisonbedingt immer verpasst habe. Dann musste ich vieles nachlernen. Es war oft anstrengend, aber so konnte ich den Kopf auf etwas anderes lenken. Ich hatte ein gewisses Wechselspiel, was mich da wie dort gepusht hat. Und ehrlich, mehr als vier, fünf Stunden kann man am Tag sowieso nicht trainieren, dann ist man fertig. Es bleibt also Zeit übrig, um sich etwas anderem zu widmen. Das Gute war, dass ich so schon während meiner aktiven Zeit als Sportler den Bachelor abschließen konnte.“

Dagegen hatte Alex seine Karriere zu Studienbeginn schon beendet: „Ich habe mich direkt nach dem Beschluss, mit dem Spitzensport aufzuhören, dem Studium zugewendet. Das war eine super Entscheidung, denn dadurch bin ich nicht in ein Loch gefallen. Stattdessen habe ich gleich eine neue Perspektive gefunden und mich dort voll hineingesteigert.“ Aktuell befinden sich beide in ihrem Masterstudium. Und sind mitten dabei, ihr junges Unternehmen, die Kaffeemarke King’s Coffee, aufzubauen.

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Unternehmensgründung in turbulenten Zeiten

Noch zu Jahresbeginn war Hanno bei einer Kaffeefirma in Deutschland tätig: „Alex hat mich dann gefragt, ob er bei uns einsteigen könnte. Aber ich wollte wieder nach Österreich zurückkommen und habe gesagt, ‚Komm Alex, ziehen wir es gemeinsam durch und gründen ein eigenes Unternehmen!‘ Wir haben es gemacht und sind direkt vor Corona zum Notar gegangen. Wir haben ja nicht wissen können, was dann passieren sollte…“

„Es war Freitag, der 13.“, wirft Alex schmunzelnd ein.

„Genau, wenig später hieß es dann, alle zu Hause bleiben, jetzt ist Quarantäne“, erinnert sich Hanno. „Wir mussten viele Konzepte über den Haufen werfen und uns neue Ideen überlegen. Jetzt haben wir für King’s Coffee unseren eigenen Webshop eröffnet. Dort bieten wir hochqualitativen Kaffee an – handgeröstet, aus Italien und mit fairer Bezahlung für die Bauern. Einfach weg von den 0815 Produkten der Riesenkonzerne. Dahinter können wir wirklich stehen. Zusätzlich zum Webshop beleifern wir auf Anfrage direkt Unternehmen mit unseren Kaffeekreationen. Alles in allem versuchen wir uns nun in der harten Welt der Selbstständigkeit zu etablieren.“

Der Umstieg ins Berufsleben

Wie man nach der Sportkarriere mit der Umstellung auf den beruflichen Alltag zurechtkommt, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. „Je länger man im Spitzensport dabei ist, desto schwieriger ist der Abschied“, glaubt Hanno. „Du wirst immer älter und die Integration ins ‚normale‘ Leben wird nicht leichter. Alle, die mit dreißig einen gewöhnlichen Weg gemacht haben, sind im Berufsleben schon viel weiter und erfahrener. Als Sportler habe ich Erfahrungen in anderen Bereichen gemacht, aber die fühlen sich erstmal wertlos an. Sport ist ein bisschen wie Disneyland; alles funktioniert, alles glänzt, alles ist schön. Dann kommt die Ernüchterung: Das ist jetzt Real Life. Der Übergang war echt hart. Ich glaube, das wird in der Gesellschaft etwas totgeschwiegen. Ich habe ein, zwei Jahre sehr gekämpft und mich immer wieder gefragt: Was tue ich eigentlich? Inzwischen geht es mir aber sehr gut. Alex und ich pushen uns im Büro gegenseitig. Da kommt wieder ein bisschen dieser sportliche Ehrgeiz hoch. Ich bin sicher, wenn wir jetzt dranbleiben, dann werden wir eine super Zeit haben.“

Bei Alex verlief der Übergang durch das Studium zwischen Sportkarriere und Berufseinstieg hingegen gestaffelter: „Spitzensport ist hart und das Studentenleben war erst mal eine ruhigere Zeit“, meint Alex. „Ich war nicht mehr so viel unterwegs und konnte mich nach und nach reingewöhnen. Da kommt das Arbeitsleben dem Sport schon näher. Jetzt habe ich lange acht bis achtzehn Uhr Tage. Es gibt viel zu tun, aber es macht Spaß. Schließlich arbeitet man an etwas, das man selbst aufgebaut hat und das erfüllt einen auch.“

Mit Zug an die Spitze

Gerade in dieser schwierigen Übergangsphase konnten sich beide auf Unterstützung durch ihre KADA Laufbahnberaterin verlassen. In den Coachings hatten sie die Möglichkeit, vor wichtigen Entscheidungen Rücksprache zu halten und sich Strategien für die nächsten Schritte zurechtzulegen. Rückblickend ist für die beiden Freunde klar, dass sie sich viel Nützliches aus Spitzensporttagen für das Berufsleben mitnehmen konnten. Alex denkt da an bewährte Sportlertugenden wie Genauigkeit, Verbissenheit oder Zielstrebigkeit und die Offenheit für neue Erfahrungen, die ihn im Arbeitsalltag leiten.

Anders ist für Hanno in der täglichen Arbeit, dass man nicht wie im Sport auf ein übergeordnetes Großereignis hinarbeitet. Dagegen geht es für ihn darum, aus jedem Tag das Beste herauszuholen und kleinere Etappenziele zu erreichen. Aktuell heißt das volle Konzentration auf die Vision, King’s Coffee nachhaltig zu etablieren und mit den Produkten ins Spitzenfeld vorzudringen. Ganz nach der sportlichen Siegermentalität.

Dafür wünschen wir von KADA alles Gute!

Jenni Steinwandtner zu 10 Jahren KADA

Laufbahnwechsel

Jenni Steinwandtner ist seit 2014 Teil des KADA Teams. Durch ihre vorangegangene Tätigkeit als Personalberaterin in der Privatwirtschaft sowie umfassende Coachings im Rahmen von AMS-Maßnahmen hat sie jede Menge Erfahrung auf dem Gebiet der Berufsberatung vorzuweisen. Schwerpunktmäßig betreut sie bei KADA daher Athletinnen und Athleten, die am Ende der Sportkarriere stehen oder während der aktiven Zeit im Spitzensport mit Arbeitslosigkeit konfrontiert sind.

„Meine Rolle sehe ich darin, Sportlerinnen und Sportler dahingehend zu begleiten, dass sie die aktuelle Situation annehmen und sich dieser stellen können. Es ist wichtig, sich zu fragen: ‚Wie geht es mir eigentlich damit, arbeitslos zu sein? Welche Bedeutung hat das für meine Karriere? Welche finanziellen Auswirkungen gibt es?‘ Das bringt viel Klarheit und Sicherheit für die nächsten Schritte. Am Karriereende unterstütze ich sie dabei, mental mit dem Spitzensport abzuschließen. Es gilt herauszufinden, welche beruflichen Werte ihnen wichtig sind und was an Interessen und Fähigkeiten da ist – nicht nur an fachlicher Qualifikation, sondern auch an Erfahrungen, Stärken und Kompetenzen. Wenn diese Themen klar sind, folgt Berufsberatung und Unterstützung im Bewerbungsprozess, von der Unterlagenoptimierung bis zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.“

Jennifer Steinwandtner

Mit Überzeugung zwei Welten vereinen

An ihrer Arbeit als Laufbahnberaterin faszinieren Jenni die widerstandsfähigen Persönlichkeiten der Sportlerinnen und Sportler, die sie betreut, und auch das einzigartige Umfeld, in dem sie sich bewegen: „Mich begeistert, wie sie ihre Leidenschaft leben. Sie müssen ständig Höchstleistungen bringen und werden daran gemessen. Es braucht aber weit mehr als nur die körperliche Verfassung, um langfristig erfolgreich zu sein. Veränderungen im Training, bei der Ernährung, im mentalen Bereich oder im persönlichen Umfeld können sich schnell auf die Leistung auswirken.“

Aus ihrer Sicht kann gerade die Verfolgung einer Dualen Karriere eine große persönliche Bereicherung sein: „Wenn ich mich außerhalb des Sports mit etwas anderem beschäftige – sei es eine Ausbildung oder ein Nebenjob – so bringt das einerseits Stabilität ins Leben und erweitert andererseits auch das Umfeld und somit die Sichtweise. Viele Sportlerinnen und Sportler schätzen es sehr, sich zum Beispiel durch ein Studium an der Uni mit Menschen außerhalb des Sports austauschen zu können.“

Wer neben dem Sport einer Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit nachgehen möchte, für den führt an Überzeugung und Wille kein Weg vorbei: „Das beobachte ich sehr oft. Wenn nur der Kopf etwas will, das Herz jedoch nicht dabei ist, wird es nicht funktionieren.“ 

Von einer Karriere in die nächste

Jenni hat schon viele Sportlerinnen und Sportler auf ihrem Weg begleitet. An eine Geschichte erinnert sie sich besonders gerne zurück. Sie könnte stellvertretend für viele Karriereübergänge stehen, die sie über die Jahre unterstützt hat: „Ein verletzungsgeplagter Profifußballer, der sich bis dahin immer wieder zurückgekämpft hat, ist zu mir in Betreuung gekommen. Er war schon im fortgeschrittenen Fußballeralter. Der psychische und finanzielle Druck war hoch. Vom Kopf her wollte er eine Arbeit finden, vom Herzen her es nochmal probieren. Trotz guter Ausbildung und ansprechender Unterlagen hat er immer nur Absagen bekommen. Erst als er im Coaching-Prozess sein Karriereende angenommen hat, fand er nicht nur einen sehr guten Job, der ihm viel Freude bereitet, sondern er konnte auch dankbar und ohne Wehmut auf die schöne Zeit im Spitzensport zurückschauen.“

Arvid Auner (Snowboard)

Die Vorbereitung für die nächste Wintersaison gestaltet sich für Arvid Auner dieses Jahr  außergewöhnlich. Lange Zeit war kein Individualtraining möglich, von Gruppentrainings ganz zu schweigen. Für den Snowboarder, der auf Unterstützung des Österreichischen Bundesheers zählen kann, ist die Vorfreude auf die ersten Rennen jetzt schon groß. Im letzten Jahr holte er mit dem vierten Platz in Moskau sein bislang bestes Weltcup-Resultat. Am dritten Rang schlitterte er denkbar knapp vorbei: „Um zwei Hundertstel nicht am Podium zu stehen ist im Nachhinein sehr bitter. Aber in diesem Moment war mir alles egal. Dieses Ergebnis hat mir so viel Aufwind gegeben, dass ich die WM-Qualifikation für Park City geschafft habe.“ Bei seinem ersten Großereignis erreichte er im Parallelslalom den beachtlichen achten Rang.

Neben dem Wintersport zeichnet Arvid Auner eine ausgeprägte Begeisterung für Film- und Videoproduktion aus: „Es ist eine sehr große Leidenschaft, wenn nicht gleich groß wie das Snowboarden. Während ich beim Sport den Fokus voll auf der Leistung habe, kann ich hier viel herumprobieren, bis ich zu einem Top-Ergebnis komme. Ich sehe beides etwas im konkurrierenden Wettkampf. Wenn ich das Snowboard unter den Füßen habe, dann sage ich, okay, jetzt wird gesnowboardet. Aber wenn ich die Kamera in der Hand habe, dann gehe ich dort voll auf und versuche mein Bestes zu geben.“

@Arvid Auner

Parallelen in Sport und Selbstständigkeit

2018 gründete er sein eigenes Filmproduktionsbusiness, Arvideo Media. Als Selbstständiger genießt er einerseits viele Freiheiten, andererseits ist die Unternehmensführung für ihn auch mit reichlich Herausforderungen verbunden. In vielen Bereichen, wie etwa Steuern oder Finanzen, musste er sich erst entsprechendes Wissen aneignen. Sein Fazit: „Es gibt viele Sachen, an die man im Vorhinein gar nicht denkt. Aber mit der Zeit wird man gescheiter.“ Gerade durch seinen eigenverantwortlichen Zugang aus dem Spitzensport hat er sich in der Selbstständigkeit einigermaßen schnell zurechtgefunden: „Ich habe mir beim Snowboarden immer alles selbst organisiert. Das hilft einem schon, etwas Eigenes aufzubauen.“

Ebenfalls aus dem Sport weiß er: „Es geht alles durchs Netzwerken. Das hört nicht beim Sport auf, sondern geht in der Geschäftswelt eins zu eins so weiter. Wenn du im Sport Kontakte hast, kommst du leichter zu Sponsoren. Und wenn du Kontakte zu Unternehmen hast, dann kommst du leichter zu Aufträgen. Das ist auch nicht schlecht, denn so wirst du persönlich weiterempfohlen und Mundpropaganda ist die beste Werbung. Das ist genau so, wie wenn ein Trainer einem anderen sagt, dass man gut ist.“

Das dritte Standbein

Inzwischen ist das dritte Geschäftsjahr angebrochen und es läuft gut, die Aufträge purzeln hinein. Um sich im Winter bestmöglich auf die Saison konzentrieren zu können, gibt der Heeressportler inzwischen manche Aufgaben an einen Freelancer ab, der ihn in seiner Arbeit unterstützt. Neben Spitzensport und Beruf steht dann auch noch Bildung auf dem Programm: Arvid Auner ist nämlich Jus-Student. Wie schafft man es eigentlich, trotz Trainings, Reisen, Wettkämpfen und beruflichen Verpflichtungen zeitlich an der Uni zurecht zu kommen?

„Eigentlich gar nicht! Ich lebe schon seit ein paar Jahren so, dass ich immer viel mache. Das ist so in meinem Lebensstil verankert und ich möchte es gar nicht anders haben. Was ich schon merke ist, dass ich manchmal die Zeit und Energie für manche Sachen nicht aufbringen kann. Es tut mir weh, wenn ich für meine Familie, Freundin und Freunde keine Zeit habe, weil ich filmen, trainieren, oder lernen muss. Aber auf der anderen Seite tue ich etwas für meine Träume. Sie machen mich zu dem Menschen, der ich bin. Um also auf den Punkt zu kommen: Man schafft es, wenn man alle Sachen in seinem Kopf vereint und sie so systematisch und effizient wie möglich abarbeitet. Ich arbeite z.B. viel mit To-Do-Listen. Es motiviert mich, wenn ich nach und nach Aufgaben abhaken kann.“

Wenn es doch einmal Schwierigkeiten gibt, kann sich der Grazer auf Unterstützung von KADA verlassen: „Einmal konnte ich einen Kurs nicht besuchen, einmal eine Prüfung nicht machen, weil sich Sporttermine verschoben haben. Meine Laufbahnberaterin Beatrix sagt mir in solchen Situationen immer, ‚Bleib ruhig, Arvid, wir schaffen das‘. Ich bin dankbar, dass es solche Unterstützung gibt. Ich kann mich darauf verlassen, dass immer alles versucht wird.“

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Kein Mangel an Zukunftsvisionen

Schon jetzt stellen sich positive Effekte der Dualen Karriere ein: „Ich bin nicht einer, der alles auf eine Karte setzt. Durch mein Unternehmen und das Studium fühle ich mich beim Snowboarden viel freier. Wenn ich jetzt keine Erfolge mehr zusammenbringen würde oder den Snowboard-Sport aus irgendeinem Grund an den Haken hängen müsste, dann wüsste ich, dass es in meinem Leben auch andere Sachen gibt, die mich glücklich machen.“

Bis es tatsächlich so weit ist, hat er noch viele sportliche Ziele vor sich. Abschließend machen wir aber noch den Ausblick in die berufliche Zukunft. Wohin wird es Arvid Auner verschlagen?  „Am liebsten möchte ich hundert Jobs haben. Aber natürlich mache ich das Jus-Studium nicht ohne Grund. Ich möchte einmal die Kanzlei von meinem Papa übernehmen. Natürlich soll auch die Filmproduktionsfirma so groß werden, dass ich von ihr leben könnte. Und dann gibt es noch meine hunderttausend anderen Pläne, angefangen von eigenen T-Shirts und Schuhen…“  

Eines ist für unseren KADAthlete aber klar: „Mir stehen viele Möglichkeiten offen und das gibt mir viel Sicherheit.“ Alles Gute für deine vielen Projekte, Arvid! Wir freuen uns, dich auf deinem Weg begleiten zu können.

Offene Stelle beim Österreichischen Schwimmverband

Wien

Der Österreichische Schwimmverband sucht eine(n) Generalsekretär*in!

Der Tätigkeitsbereich umfasst die Leitung der Geschäftsstelle, Aufgaben im Veranstaltungsbereich, die administrative und organisatorische Unterstützung des Vorstands sowie die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Sportorganisationen und Förderinstitutionen.

Nähere Informationen zum Anforderungsprofil findest du in der Stellenausschreibung. Erwähne KADA in deiner Bewerbung!
Viel Glück!

LG aus Salzburg,
deine KADAs

Bernhard Strauß zu 10 Jahren KADA

Im Doppel mit Spitzensport und Bildung

Seit 2015 ist Bernhard Strauß Teil des Teams im KADA Head Office. Im Büro unterstützt er die Geschäftsführung und Administration einige Stunden in der Woche bei der Förderabwicklung – mit seinen berühmt-berüchtigten Riesendateien, die wesentlich dabei helfen, die Übersicht über alle Vorgänge zu bewahren. Den ersten Berührungspunkt mit KADA hatte der hauptberufliche Bauingenieur nach dem Ende seiner eigenen sportlichen Laufbahn.

In seiner Karriere als Beachvolleyballer war Berni auf der FIVB World Tour unterwegs, holte einen Staatsmeistertitel und nahm 2005 an der WM in Berlin teil. Neben dem Spitzensport kam die Planung für das spätere Berufsleben aber nicht zu kurz: „Ich habe mich damals für ein Online-Fernstudium entschieden, das ich gut mit dem Sport in Einklang bringen konnte. Ich war froh, dadurch einen Ausgleich zum Beachvolleyball zu haben.“

Berufseinstieg mit KADA an der Seite

Beim Übergang ins Berufsleben konnte KADA den Salzburger entscheidend unterstützen: „Nach meiner Karriere war die große Herausforderung die, dass mein Sport mit der beruflichen Ausbildung absolut nichts gemein hatte. Daher befand sich in meinem Lebenslauf eine große ‚Lücke‘. KADA hat mich mit Firmen zusammengebracht, die meine sportliche Zeit nicht als Lücke empfanden, sondern als Kapital. Zudem war meine Laufbahnberaterin von KADA zu dieser Zeit die Einzige, die die Herausforderungen in meiner Situation wirklich verstanden hat.“

Aus seiner Zeit im Spitzensport konnte sich Berni zwei bewährte Eigenschaften im Besonderen für den Berufsalltag mitnehmen: Zielstrebigkeit und die nötige Ausdauer, seine Ziele auch konsequent zu verfolgen. Heute ist unser ehemaliger KADAthlete nicht nur in der Freizeit sportlich unterwegs; auch durch seine Tätigkeit bei KADA bleibt er dem Sport verbunden: „Für mich ist die Zeit, die ich im KADA Office verbringe, immer sehr erfrischend, weil ich meine Kolleginnen und Kollegen sehr schätze und zumindest einmal pro Woche in die Welt des Sports eintauchen kann.“

Lehrlingsstelle bei ORIGINAL+

Salzburg, Steyr

ORIGINAL+ ist ein junger österreichischer Skihersteller. Das Start-Up mit Sitz in der Stadt Salzburg fertigt maßgeschneiderte Ski an, die ideal auf Kundenbedürfnisse abgestimmt sind.

Aktuell bietet ORIGINAL+ am Standort Salzburg eine Lehrstelle zum Skibautechniker (m/w) an. Der Unterricht an der Berufsschule findet geblockt in Steyr statt. Der Lehreinstieg ist jederzeit möglich.

Neben der Stellenausschreibung findest du hier einen Blogeintrag darüber, was dich im Laufe der Lehre erwartet. Bei Fragen wende dich bitte an Herrn Jonathan Frank. Erwähne KADA bei deiner Bewerbung!

Viel Glück!

10 Jahre KADA – Ein Rückblick auf das Jahr 2015

Halbzeit in unserer Rückblickserie! Seit 2010 setzt sich KADA für eine nachhaltige Kombination von Spitzensport mit Bildung und Beruf ein. Über die Jahre haben viele Projekte und Initiativen richtig Fahrt aufgenommen.

2015 konnte KADA den ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur bestandenen Berufsreifeprüfung im Leistungssport gratulieren. Mit viel Fleiß hatte die Gruppe aus verschiedenen Sportarten zuvor die Vorbereitungskurse für Deutsch, Mathematik, Englisch und den Fachbereich Sportmanagement besucht. Der Lohn für diese Mühen kann sich sehen lassen: Unsere Absolventinnen und Absolventen haben eine vollwertige Matura in der Tasche, die zum Studium an österreichischen Hochschulen berechtigt.

Die ersten BRP-Absolventinnen und Absolventen

Und das ist auch schon das Stichwort für unser spitzensportfreundliches Studienförderprogramm SLS. Ob Studienorientierung, Semesterplanung oder organisatorische Unterstützung – so steht KADA seit 2011 studierenden Sportlerinnen und Sportlern mit Rat und Tat zur Seite. Dafür wird eng mit österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und Fernstudienzentren zusammengearbeitet. 2015 konnte KADA das erste Sportstipendium in den USA vermitteln. Mittlerweile war zudem das Angebot an Studiengängen mit flexibleren Organisationsformen angestiegen, was interessierten Sportlerinnen und Sportlern viele neue Möglichkeiten eröffnete.

Ein besonderer Fokus lag 2015 auf Trainerinnen und Trainern. Denn für die Verbindung von Ausbildung und Spitzensport braucht es Unterstützung aus dem unmittelbaren Umfeld. Trainer- und Betreuerstäbe machen einen wichtigen Teil davon aus. Als Leistungsentwickler und Vertrauenspersonen ist es wichtig, bei ihnen ein Bewusstsein für die Bedürfnisse von Sportlerinnen und Sportlern in Bezug auf Duale Karriere zu schaffen. Schließlich ist es nicht das Ziel, Athletinnen und Athleten vom Spitzensport wegzubringen, sondern die sportliche und persönliche Entwicklung gemeinsam zu fördern. Daher entwickelte KADA für Trainerinnen und Trainer Workshops zu diesem Thema.

Nach der Sportkarriere im Beruf durchstarten

Wenn die sportliche Karriere schließlich dem Ende zugeht, bleibt KADA verlässlicher Begleiter beim Übergang ins Berufsleben. Der Ausstieg aus den gewohnten Trainingsroutinen und Tagesstrukturen des Spitzensports kann durchaus herausfordernd sein. Unsere Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater unterstützen diesen Prozess. Sie bieten individuelle Berufsberatung an und unterstützen bei Bewerbungen. Dank vieler Wirtschafskontakte und der Zusammenarbeit mit unserem Fördergeber Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) gibt es gezielte Unterstützung bei der Suche nach Praktika, Arbeits- und Ausbildungsstellen.

Wichtig ist, sich frühzeitig Gedanken über berufliche Optionen nach der aktiven Karriere zu machen. Das Team der KADA Laufbahnberatung steht für alle Fragen rund um Aus- und Weiterbildungsangebote zur Verfügung, die sich mit Spitzensport vereinbaren lassen.

Dominik Hölbling (Kickboxen)

Dominik Hölbling hat seine Sportart Kickboxen im Alter von vierzehn Jahren für sich entdeckt. 2010 schaffte er den Sprung ins österreichische Nationalteam. In seiner Disziplin Pointfighting ist er dreizehnfacher Staatsmeister und hat zahlreiche Top-drei-Ergebnisse bei internationalen Bewerben eingefahren. Dass er so weit kommen würde, hätte er nicht gedacht: „Es war eher so, dass ich immer davon geträumt habe und alles dafür gab, meine Ziele zu erreichen. Erst nach einer Vielzahl an Rückschlägen und kleinen Erfolgen hat sich abgezeichnet, dass ich es an die Spitze schaffen könnte.“

Ein absolutes Karrierehighlight war für ihn das Teamfinale der Weltmeisterschaft in Ungarn 2017: „Es war einer der spannendsten Tage meines Lebens. Einige Tage zuvor bin ich in meiner persönlichen Kategorie im Viertelfinale gegen einen Griechen ausgeschieden. Doch im Teambewerb konnte ich mich wieder beweisen. Zuerst setzten wir uns einigermaßen locker gegen Belgien durch. Im Viertelfinale hatten wir ein nervenzerfetzendes Duell mit Deutschland, einem der vier Favoriten-Teams. Wir schafften den Einzug ins Halbfinale, wo ich auf meinen vorigen Gegner aus Griechenland traf, den ich nun besiegen konnte. Im Finale ging es gegen den absoluten Favoriten Ungarn, die auch noch Heimvorteil hatten. In meinem Kampf konnte ich sogar einen kleinen Vorsprung rausholen. Für den Sieg reichte es dann leider nicht. Es war jedoch ein unglaubliches Erlebnis und ich bin stolz auf die Leistung aller Teammitglieder.“

Für den Vize-Weltmeistertitel wurde ihm die Silbermedaille der Republik Österreich verliehen. Seit einigen Jahren gibt der Salzburger seine Erfahrungen auch als Trainer weiter und hält Kurse an der Universität Wien ab. Dazu ist er Teil des Trainerteams von UFC-Kämpfer Aleksandar Rakic.

@Dominik Hölbling

Vom zögerlichen Studenten zum Forscher und Erfinder

Parallel zu seiner sportlichen Karriere hat Dominik Hölbling auch einen beachtlichen Bildungsweg eingeschlagen. Nach einer Lehre zum Elektriker und Bustechniker legte er die Studienberechtigungsprüfung ab und entschied sich, Sportwissenschaft in Wien zu studieren. Sport und Studium zu kombinieren, das fiel nicht immer einfach: „Anfangs war es sehr schwierig für mich, was aber sicher an meiner damaligen Einstellung lag. Im Grunde habe ich das Studium nur begonnen, um mir die Zeit für den Sport nehmen zu können und meine Karriere voranzutreiben.“

Zu Studienbeginn holte er sich daher Unterstützung von KADA – besonders, um die lästige Bürokratie rund um Freistellungen für Turniere zu bewältigen: „Vor allem am Anfang, wenn man die Lehrveranstaltungsleiterinnen und -leiter noch nicht so gut kennt, hilft es, da den offiziellen Weg zu gehen. Darüber hinaus habe ich von KADA in einigen Detailfragen hilfreiche Tipps erhalten.“

Die Begeisterung für wissenschaftliches Arbeiten packte den Kickboxer erst gegen Ende des Bachelorstudiums, dann aber richtig: „Ich habe die Praxislehrveranstaltungen und meine Forschungstätigkeiten sehr genossen. Bei letzterem wurden mir nämlich viele Freiheiten gelassen, nicht zuletzt, weil ich durch meine Kontakte viele Spitzensportlerinnen und Spitzensportler zu meinen Testungen bringen konnte. Dadurch wurde meine wissenschaftliche Neugier geweckt und es sind ein paar Publikationen entstanden.“

Inzwischen befindet er sich im Doktoratsstudium, das er an der Uni Wien und dem Royal Melbourne Institute of Technology absolviert. Die Erkenntnisse aus seinen Forschungsarbeiten lässt er in sein Start-up ISTec Innovative Sport Technologies einfließen, das er 2015 gegründet hat: „Die ISTec beschäftigt sich vorwiegend mit Forschung und Entwicklung im Sport. Beispielsweise haben wir kürzlich den ersten direkt schlagkraftmessenden Boxhandschuh entwickelt und sind kurz vor dem Marktstart. Andere Projekte umfassen ein von mir erfundenes Sportgerät zur Erweiterung der Beweglichkeit im Hüftbereich, welches ich derzeit im Zuge meiner Dissertation teste, sowie ein E-Learning System für alle Rollen im Kampfsport.“

Dabei greift er auch auf die beruflichen Erfahrungen zurück, die er im Laufe seiner Lehrjahre gemacht hat: „Meine vielseitigen Ausbildungen helfen mir beim Verständnis in vielen Gebieten, die ich nicht beherrsche. Ein Handwerklicher Beruf schärft beispielsweise die Vorstellungskraft für Maschinenbautätigkeiten, oder die technische Ausbildung hilft zu verstehen, was man mit Software alles machen kann, wenngleich ich selber kaum Programmieren kann.“

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Über Dreharbeiten und Zukunftsprojekte

Die verschiedenen Stationen in seinem beruflichen Werdegang hat Dominik Hölbling nicht konkret geplant. Stattdessen haben sich die Dinge im Lauf der Zeit so für ihn ergeben, nachdem er immer wieder bereit war, Neues auszuprobieren. 2015 verschlug es ihn sogar in die Kreativbranche, als er zu einer Rolle in Max Hammels Kurzfilm The Dojo kam: „Im Grunde träumt jeder Kampfsportler mal davon, in einem Kampfsportfilm mitzuspielen. Vor einigen Jahren ergab sich für unseren Verein die Gelegenheit, gemeinsam mit der Film Uni einen professionellen Kurzfilm zu drehen. Ich habe eine der drei Hauptrollen gespielt und drei Monate dafür trainiert. Es war zwar richtig viel Arbeit und so ganz anders als echter Kampfsport, aber die Erfahrung war großartig und wir haben sogar ein paar Filmpreise erhalten.“

Gegenwärtig ist er mit seiner Dissertation beschäftigt und arbeitet auf den Marktstart seines Boxhandschuhs hin. Und wie schaut die sportliche Zukunft aus? „Ich bin gerade am Überlegen, ob ich nach Corona noch ein bis zwei Jahre Leistungssport machen oder mich auf meine Trainertätigkeiten fokussieren sollte. In dieser Beziehung bin ich noch eher unentschieden. Dadurch, dass ich bereits 32 bin, spielt es natürlich auch eine Rolle, wie lange Corona uns noch in Atem hält.“

Sein abschließender Rat für die Vereinbarung von Sport, Beruf und Bildung lautet, alle Vorhaben mit Entschlossenheit anzugehen und sich nicht von harter Arbeit, Rückschlägen oder vermeintlich leichter erreichten Erfolgen anderer abschrecken zu lassen: „Wenn man ganz nach oben kommen will, muss man jedes Ziel hoch genug setzen und dann erreicht man es eben oder nicht. Alle, die Großes leisten wollen, scheitern immer wieder einmal. Ansonsten wären ihre Ziele zu niedrig gesetzt. Unabhängig davon muss man es am nächsten Tag gleich wieder probieren, um sich immer weiterentwickeln zu können.“

Offene Stelle bei KNOX Versicherungsmanagement

Tirol

KNOX Versicherungsmanagement bietet mit seinen Speziallösungen im Sportbereich für Familien, Vereine und Verbände optimalen Versicherungsschutz.

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Hier geht es zur Ausschreibung. Bei Fragen kannst du dich an Frau Sophia Schertler wenden. Erwähne KADA in deinem Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch!

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10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2013

2013 begann für KADA mit einem Führungswechsel an der Vereinsspitze. Der bisherige Vizepräsident DDr. Christoph Schmölzer löste Präsidentin Mag. Vera Lischka nach drei Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit ab. Dass die Bemühungen der vergangenen Jahre Früchte trugen, zeigte sich an vielen wachsenden Projekten. Etwa im Rahmen von Studium Leistung Sport (SLS) begleitete KADA immer mehr Athletinnen und Athleten durch Studium und Weiterbildung. Auch die im Vorjahr eingeführte Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) wurde sehr gut angenommen. Waren es zu Beginn noch acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer, kamen 2013 vierzehn Neuanmeldungen dazu. Darüber hinaus führte KADA die engen Kooperationen mit (Hoch-)Schulen, Verbänden und Bundesheer fort, um gemeinsam die Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf für österreichische Athletinnen und Athleten voranzutreiben.

DDr. Christoph Schmölzer und Mag. Vera Lischka

Frühzeitige Förderung

Es ist ein langer und herausfordernder Weg in den Spitzensport für heimische Nachwuchshoffnungen. KADA verfolgt den Ansatz, aufstrebende Talente schon in jungen Jahren in Sachen Karriereplanung und Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Ziel ist es, dass sich angehende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler am Ende der Schulausbildung aktiv mit Bildungs- und Berufsmöglichkeiten parallel zum Spitzensport auseinandersetzen, damit ihnen alle Entfaltungsmöglichkeiten offenstehen. In aufbauenden Workshops an Schulen, Heeressport- und Nachwuchsleistungssportzentren werden sie mit Informationen zu Bildungsprogrammen, Berufsperspektiven und KADAs Betreuungsangebot versorgt. Viele von ihnen begleitet KADA auf ihrem weiteren dualen Karriereweg. Ein großes Anliegen ist es, Eltern, Trainer- und Betreuerstäbe, Vereine und Verbände sowie Politik und Wirtschaft auf die Wichtigkeit der doppelten Laufbahn zu sensibilisieren.

Ein derartiges Förderprojekt wurde 2013 in Zusammenarbeit mit dem Sportland Oberösterreich umgesetzt. An „Sport mit Perspektive in OÖ“ waren auch das Olympiazentrum Oberösterreich, die Fußballakademien Linz und Ried und die Leistungssportschulen BORG und BHAS Linz beteiligt.

Internationale Vorbildwirkung

KADA begleitet Athletinnen und Athleten durch die aktive Laufbahn im Sport und leistet auch danach Unterstützung bei der beruflichen Integration. Das ist der engen Zusammenarbeit mit dem Fördergeber Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) zu verdanken. International stößt dieser recht einzigartige Umstand seit langem vielerorts auf großes Interesse. 2013 empfing KADA neben Vertretern des chinesischen Olympischen Komitees auch das Japan Sport Council und gab Einblicke in das österreichische Konzept zur Förderung der Dualen Karriere. Besonders im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio wollte sich die japanische Delegation österreichische Erfahrungen und Erkenntnisse für das eigene Fördersystem zunutze machen.

Empfang der japanischen Delegation im KADA Head Office

Im November folgte KADA einer Einladung des brasilianischen Sportministeriums nach Brasilia. Bei der dortigen Dual Career Conference informierte KADA über seine Arbeitsfelder Prävention, Laufbahnberatung und Berufseinstieg und stellte das Studienkonzept Studium Leistung Sport (SLS) vor.

David Wimleitner blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Ein sicherer Rückhalt

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Ob im Profifußball oder im Unterhaus – als Torhüter kann David Wimleitner auf eine lange Karriere mit vielen Stationen zurückschauen. Besonders prägend war seine Zeit in der Bundesliga beim LASK und in der zweiten Liga bei Blau-Weiß Linz, wo er 2013/14 seine Karriere beendete. Es waren intensive Jahre, in denen sich unser heutiger Laufbahnberater aber nicht nur mit Fußball, sondern auch mit Zukunftsfragen beschäftigte:

„Ich wäre damals ein klassischer ‚KADA-Fall‘ gewesen. Ich habe zugunsten meines ersten Profivertrags die Handelsakademie abgebrochen und dann parallel zum Spitzensport die Lehrabschlussprüfung zum Großhandelskaufmann gemacht. Nach meiner ersten Verletzung habe ich entschieden, dass ich gerne Wirtschaft studieren möchte. Ich habe die Studienberechtigungsprüfung abgelegt und anschließend mein Studium begonnen.“

Die Verbindung von Leistungssport und Studium erwies sich für David als sehr lehrreich: „In dieser Zeit habe ich nie den Fokus auf den Spitzensport verloren, sondern ich konnte mich sogar besser auf das Wesentliche im Sport konzentrieren. Für mich war die Beschäftigung mit Themen abseits des Sports sehr wertvoll. Außerdem konnte ich mir ein Netzwerk aus meinen Studienkontakten aufbauen.“

Positionswechsel: Einstieg ins Berufsleben

Als Fußballer zeichneten David seine Zielstrebigkeit und die Fähigkeit aus, in schwierigen Situationen besonnen zu bleiben. Diese Eigenschaften erwiesen sich für ihn auch im Berufsleben als nützlich. David ist Geschäftsführer  der Bildungsplattform Wirtschaftsimpulse und war bis Ende 2019 in verschiedensten Funktionen für den FC Blau-Weiß Linz tätig.

Seit 2011 gibt er seine Erfahrungen aus Sportkarriere, Studienzeit und Berufstätigkeit als Laufbahnberater an unsere KADAthletes in Oberösterreich weiter. Lag der Fokus bei KADA in den ersten Jahren besonders auf der beruflichen Integration am Karriereende, so wird heute schon bei der Ausbildungsunterstützung und Prävention angesetzt. „Diese Weiterentwicklung hat die tägliche Arbeit in der Laufbahnberatung stark verändert und KADA erst zu dem tollen Projekt gemacht, das es jetzt ist“, findet David.

Mag. David Wimleitner

Experte für Sport und Bildung

Als ehemaliger Sportler und Student, Sportfunktionär und Bildungs-Insider hat David einen besonders breiten Blickwinkel auf das Thema (Aus-)Bildung im Spitzensport. In den letzten Jahren hat er viele positive Entwicklungen beobachtet: „Heutzutage gibt es ein viel größeres Angebot an Ausbildungen, die Orts- und Zeitunabhängigkeit gewährleisten. Es gibt quasi kaum mehr Sportlerinnen oder Sportler, für die man keine passende Möglichkeit finden kann. Speziell bei zeit- und ortsunabhängigen Bildungsangeboten ist aber die Eigenmotivation, Eigenverantwortung und das strukturierte Abarbeiten viel entscheidender als bei einem Regelstudium.“

Die Verfolgung einer dualen Karriere aus Spitzensport sowie Bildung oder Beruf empfiehlt David dringend weiter: „Just do it! Die Duale Karriere ist für jede Sportlerin und jeden Sportler machbar, wichtig und bereichernd.“ Ein besonderer Ratschlag von seiner Seite: „Was ich immer an die Sportlerinnen und Sportler weitergebe ist, dass sie unbedingt Netzwerke in Sport und Studium aufbauen bzw. pflegen sollen. Das ist für die Karriere nach dem Sport unbezahlbar.“ Und so freut es ihn besonders, wenn er mit ehemaligen KADAthletes Kontakt hat, die er auf ihrem erfolgreichen Weg ein Stück weit begleiten konnte.

Johannes Poscharnig (Fechten)

Johannes Poscharnig ist eines der Aushängeschilder des österreichischen Fechtsports. Der Niederösterreicher wurde 2011 in die KADA Betreuung aufgenommen und gilt heute als Musterbeispiel für die Verwirklichung der Dualen Karriere. In unserer KADAthlete Story 2011 spricht er über besondere Erfolge, die richtige mentale Einstellung und Herausforderungen auf und abseits der Fechtbahn.

Frühe Anfänge und große Erfolge

Gerade einmal dreieinhalb Jahre war Johannes Poscharnig alt, als er das Fechten für sich entdeckte.  Was folgen sollte, ist eine bewegte Karriere im Spitzensport, voller Höhepunkte wie etwa sechs Staatsmeistertitel und zahlreiche Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften:

Highlights gibt es immer wieder. Eines der schönsten aber auch tragischsten für mich war der vierte Platz bei der U23 Europameisterschaft 2008. Mein erster Staatsmeistertitel war ein großes Highlight, auch an meinen ersten Europacupsieg in Kopenhagen denke ich gerne zurück. Jeder Turniersieg ist für sich speziell, egal ob es eine niederösterreichische Meisterschaft oder das größte österreichische Turnier war.“

@GEPA Pictures

Aber es gibt nicht nur sportliche Erfolge zu berichten, denn auch beruflich hat sich viel bei Johannes Poscharnig getan. Erst kürzlich hat er den MBA in General Management an der Donau-Universität Krems abgeschlossen und sich zusätzlich als Mentaltrainer und Coach für Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) selbstständig gemacht.

Herausforderungen der Dualen Karriere meistern

Studium und Sportkarriere zu vereinbaren, das bringt einige Herausforderungen mit sich. Im Fall von Johannes Poscharnig war das vor allem, trotz seines straffen Trainingsprogramms die Anwesenheitspflicht zu erfüllen. Viel Unterstützung im Studienalltag hat er von der KADA Laufbahnberatung erfahren:

„In meinem Bachelorstudium hat mein damaliger Betreuer mit mir in den Sitzungen Realitätschecks gemacht, um zu vergleichen, welche Studienziele gesetzt waren und was wirklich rausgekommen ist. Das war wahnsinnig hilfreich. Mein jetziger Betreuer Daniel Ott-Meissl hat mich dahingehend bei meiner Masterarbeit unterstützt, da er als Master der Psychologie viel über Statistik und Datensammlung weiß. Er konnte mir in einigen Brainstorming-Anrufen sehr gutes Feedback liefern.“

Den vollen Fokus und Einsatz, den Spitzensportlerinnen und Spitzensportler an den Tag legen, sieht der 30-jährige für ein Studium als großes Plus. Und auch eine weitere Tugend aus dem Hochleistungssport macht sich seiner Ansicht nach bezahlt: „Training, Training und nochmals Training. Alles ist erlern- und trainierbar.“

Die Studienzeit befindet er insgesamt als sehr bereichernd: „Ich habe es als spannend wahrgenommen, einen Einblick in viele Branchen – sei es seitens der Vortragenden oder der Kommilitonen – zu erhalten. Als Sportler ist man ja doch eher mit Sportlern zusammen, hier habe ich viel profitiert und konnte einiges mitnehmen. Ich denke, es ist für jeden Menschen einfach immens wichtig, über den Tellerrand zu schauen und vor allem auch als Sportler, sich mit der Karriere danach zu beschäftigen.“

Sein Tipp an alle, die Leistungssport, Bildung und Beruf vereinbaren möchten:  „Just do it. Lieber kleinere Schritte als gleich die Mindestzeit anzustreben, das ist im Normalfall nicht realistisch und sorgt nur für Druck, ein Gefühl der Starrheit oder eine Reduktion des Trainings. Einen Schritt nach dem anderen zu machen ist meistens die beste Strategie.“

@GEPA Pictures

Die richtige Einstellung bewahren

Sportlich gestaltet sich die Situation wie für die meisten Sportlerinnen und Sportler gerade schwierig: „Die Saison war durchwachsen, ich hatte heuer einige frühe Niederlagen, die nicht hätten sein müssen, aber auch gute Wettkämpfe wie in Tokio oder Bukarest. Die Saison ist jetzt aber für mich praktisch vorbei aufgrund der Corona-Pandemie. Jetzt rücken andere Dinge mehr in den Fokus. Da erkennt man, wie fragil unsere Gesellschaft eigentlich ist.“

Auch sein Berufsleben wurde von Corona nicht verschont, so mussten einige seiner NLP Coachings verschoben werden. Doch auch davon lässt sich der Mentaltrainer, der bei seinen Klienten nachhaltige positive Entwicklungen herbeiführen und ihnen den dafür nötigen Weitblick vermitteln will, nicht beirren: „Das bietet die Möglichkeit, sich anderen Projekten zuzuwenden und Dinge zu finalisieren, die auf der Strecke geblieben sind. Ich sehe so etwas immer als große Chance.“

Statt Training mit der Fechtelite in Frascati bei Rom kam der Wechsel ins Homeoffice: „Mit drei Kettlebells und zwei kleinen Hanteln, aber da bin ich nicht der einzige“. Inzwischen ist er zurück in Österreich und arbeitet konsequent weiter für das große Ziel, sich den Traum einer Medaille bei einem Großereignis zu erfüllen.

Dabei drücken wir ihm fest die Daumen!

Vroni Stallmaier blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Disziplinenwechsel

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Als Administratorin behält sie den Überblick über das Geschehen bei KADA: Veronika Stallmaier, kurz Vroni, ist im Büro erste Ansprechpartnerin, gefragte Ideengeberin und auch unsere KADAthletes schätzen ihre offene Art und tatkräftige Unterstützung. Klar ist, seit der Vereinsgründung 2010 ist die Ex-Skirennläuferin nicht aus dem Head Office wegzudenken. Dabei kam ihr Engagement bei KADA durch einen denkwürdigen Zufall zustande.

Vom Spitzensport unsanft in die Karriere Danach

Nach zwei Juniorenweltmeistertiteln und einigen Podestplatzierungen im Ski-Weltcup folgte für Vroni das ganz große Highlight bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville. Dort holte sie, damals noch als Vroni Wallinger, die Abfahrts-Bronzemedaille. Doch dann kam es ganz anders: beim Weltcuprennen 1995 im Ennstal zog sich die Salzburgerin eine schwere Knieverletzung zu, die das abrupte Karriereende bedeutete. Die Umstellung auf das Berufsleben fiel Vroni nach dem verfrühten Abschied aus dem Spitzensport schwer. Es war eine harte Zeit der Neuorientierung, die sie nutze, um verschiedene Ausbildungen im Gesundheitsbereich abzuschließen. Dabei half ihr bewährter Zugang aus dem Leistungssport: „Positive Einstellung, Disziplin, Zeitmanagement und die Fähigkeit, früh aufzustehen und trotzdem gut drauf zu sein.“

Ausgerechnet am einstigen Unglücksort sollte sich erneut alles ändern: „Fünfzehn Jahre nach meinem Sturz entschloss ich mich, endlich meinen Frieden mit meinem verpatzten Spitzensportende zu machen und besuchte im Jänner 2010 ein Damen Weltcup-Skirennen im Haus im Ennstal. Wehmütig sah ich den Zielhang und erinnerte mich nur zu gut an den schwierigen Abtransport im Akia. Ich kannte keine der damals aktiven Skirennläuferinnen mehr persönlich, aber im Zielraum traf ich zufällig meine Ex-Kollegin und zukünftige KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober und wir kamen ins Gespräch…“

Die Aussicht, mit dem Verein KADA aktive wie ehemalige Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in Sachen Bildung und Beruf unterstützen zu können, löste bei Vroni eine regelrechte Aufbruchsstimmung aus. „Ich war begeistert von der Perspektive, mit Mut Altes zu hinterfragen und für österreichische Sportlerinnen und Sportler neue Möglichkeiten zu schaffen“, erinnert sie sich. Reichlich Motivation also, um sich nach Jahren als medizinische Trainingstherapeutin, Fitness- und Yogatrainerin in den neuen Büroalltag einzuarbeiten und die unliebsamen PC-Kenntnisse aufzupolieren.

Voller Einsatz für KADA

Seit 2010 hat sich bei KADA viel getan. Besonders wichtig findet Vroni die konsequente Aufbauarbeit, die KADA im Bereich der Angebote zur Dualen Karriere geleistet hat. Denn: „Ohne Duale Karriere wird es am Spitzensportende sehr schwierig, Arbeit zu finden – insbesondere bei Randsportarten. Niedriges Einkommen und fehlende Pensionsjahre durch nicht ausreichende Qualifikationen sind unangenehme Folgen.“

Unverändert bleibt für sie persönliche und organisatorische Unterstützung der Schlüssel zum Erfolg in Sport, Bildung und Beruf: „Wie früher ist ein sehr gutes Umfeld extrem wichtig – egal ob Familie, Trainer- und Betreuerteam oder Arbeitgeber. Dazu braucht es flexible Ausbildungsangebote, die sich an die Wettkampfsaison anpassen lassen.“

Dafür ist bei KADA gesorgt: ob mit der Laufbahnberatung, der Berufsreifeprüfung im Spitzensport, dem Studienkonzept SLS oder der Berufsintegration. Verlässlich sorgt Vroni seit dem ersten Tag dafür, dass alles einwandfrei abläuft.

KADA Corona-Blog Teil 4: Die Sache mit dem Zeitmanagement…

In diesen herausfordernden Zeiten möchten wir euch mit wissenswertem Input und hilfreichen Anregungen unterstützen, damit ihr mit der aktuellen Lage besser umgehen könnt. Heute teilt unsere Laufbahnberaterin Beatrix Arlitzer praktische Tipps zum Zeitmanagement mit euch.

Wettkampfabsagen, Ligaabbrüche, Großveranstaltungsverschiebungen – die Coronakrise wirft die Zeitpläne vieler Spitzensportlerinnen und Spitzensportler kräftig durcheinander. Es stellt sich die Frage: Was tun mit all der freigewordenen Zeit?

Die Wahrheit ist, Zeit ist eine Ressource, die absolut gleich verteilt ist – jeder Mensch hat jeden Tag gleich viel davon. In der aktuellen Zeitspanne ist es aber für viele eine besondere Herausforderung, diese Zeit bestmöglich zu nutzen, da man vielen Gewohnheiten und auch Sicherheit gebenden (Alltags-)Strukturen derzeit nicht folgen kann. Und damit längst nicht alles: gesetzte Ziele müssen neu definiert werden, man muss Tagesabläufe anpassen und in Sachen Trainingssteuerung neue Wege beschreiten. Im KADA Coaching versuchen wir, Rückschläge durch das Coronavirus aufzuarbeiten und neue Perspektiven zu erarbeiten.  Es gilt, die Kluft zwischen dem, wofür wir täglich Zeit aufwenden und dem, was für uns wesentlich ist, jetzt in der Corona-Zeit immer wieder im Blickwinkel zu behalten. Dabei können Zeitmanagement Tools sehr hilfreich sein!

Tipps für ein gutes Zeitmanagement:

  • PLANEN und PRIORITÄTEN setzen
    Plane deinen Tag wie gewohnt trotz ungewohnter Umgebung und setze Prioritäten, um die schwierigen Aufgaben zuerst zu erledigen – danach ist der Kopf freier
  • AUFSCHREIBEN bringt´s
    Alles was zu tun ist und du machen möchtest – schreibe es auf. Schriftlich ist verbindlicher als „nur“ gedacht. Du kannst dir auch z.B. Post It´s verteilen am Kühlschrank, an Türen oder anderen persönlichen „Kreuzungspunkten“
  • Setze dir zeitliche LIMITS für deine Aufgaben und bleib fokussiert
  • Auch Tagesziele sind Ziele
    Plane deine Tagesziele so, dass sie SMART sind und schreibe sie auf
    S – spezifisch = benenne was genau das Ziel ist
    M – messbar = Ziele müssen messbar sein. Benenne einen Indikator dafür, woran der Erfolg gemessen werden kann, wann ist das Ziel erreicht?
    A – ausführbar = Welche konkreten Schritte müssen für die Zielerreichung umgesetzt werden?
    R – realistisch = ist das Ziel erreichbar?
    T – terminisiert = Bis wann möchtest du das Ziel erreicht haben?
  • Was zählt ist die GEGENWART und darauf baust du auf!
    Willst du etwas anders haben als es ist, musst du auch etwas verändern
  • FORTSCHRITTE überprüfen
    Erfolgskontrolle beibehalten: beende was du begonnen hast
  • Und Grundsätzlich: UNTERSCHÄTZE NIE DIE KRAFT DER GEDANKEN!
    Denke Positiv und nütze den Tag, um Körper, Geist und Seele Gutes zu tun

KADA Corona-Blog Teil 3: Unsicherheit? Kontrollverlust? Emotionsregulation!

In diesen herausfordernden Zeiten möchten wir euch mit wissenswertem Input und hilfreichen Anregungen unterstützen, damit ihr mit der aktuellen Lage besser umgehen könnt. Nach Teil 1: Gesundheit statt Krankheit im Fokus und Teil 2: Achtsamkeit statt Wachsamkeit schreibt Laufbahnberater Daniel Ott-Meissl heute über Emotionsregulation.

Wenn wir uns achtsam unseren Gedanken oder Gefühlen zuwenden, kann es durchaus passieren, dass wir gerade negative Emotionen wie Angst, innere Unruhe, Unsicherheit oder fehlenden Antrieb erleben. Unter dem populären Begriff der menschlichen „Emotion“ ist vieles zu verstehen, die meisten können dazu immerhin eine grobe Definition abgeben. Eine mögliche darunter lautet, vereinfacht ausgedrückt: Emotionen sind Ganzkörperphänomene. Emotionsregulation meint wiederum den Umgang mit diesen Emotionen: Wie gelingt es mir, unangenehme Zustände auszuhalten? Wie kann ich negative Emotionen reduzieren? Wie kann ich Emotionen ausdrücken oder so bewältigen, sodass ich meine langfristigen Ziele erreiche?

Die Art und Weise, wie wir Emotionen regulieren kann auch als Strategie bezeichnet werden. Es gibt eine ganze Reihe von Emotionsregulationsstrategien. Manche davon sind hilfreich, wie etwa das Neubewerten von Situationen, das Einholen der Hilfe anderer, das Akzeptieren von unveränderlichen Situationen oder auch Übungen zur Meditation oder Achtsamkeit. Hingegen als weniger hilfreiche Strategien gelten beispielsweise ständiges Grübeln, Fokussieren auf Details oder die Schuldsuche bei anderen. Solche Strategien regulieren zwar auftretende Emotionen, wie jedoch zu erwarten ist, sind sie langfristig aber nicht unbedingt erfolgsversprechend und gesundheitsfördernd.

Wir wissen somit, auch dank vielfältiger Forschung der vergangenen Jahre auf diesem Gebiet, dass wir als Menschen in unserem Befinden und Verhalten stark von unseren Emotionen bestimmt werden. Unsere Emotionen sowie unser Einfluss auf sie haben wesentliche Auswirkungen auf unsere physische und psychische Gesundheit. Das bewusste Steuern oder die Einflussnahme von Emotionsregulation ist eine wichtige mentale Strategie für unser Wohlbefinden.

KADA Corona-Blog Teil 2: Achtsamkeit statt Wachsamkeit

Weiter geht es mit unserem Corona-Blog! In diesen herausfordernden Zeiten möchten wir euch mit wissenswertem Input und hilfreichen Anregungen unterstützen, damit ihr mit der aktuellen Lage besser umgehen könnt. Nach Teil 1: Gesundheit statt Krankheit im Fokus hat unser Laufbahnberater Daniel Ott-Meissl heute ein weiteres wichtiges Thema herausgegriffen.

Wenn unsere Gedanken um vergangene, gegenwärtige oder auch künftige Probleme kreisen, sind wir im Wachsamkeitsmodus. Vielleicht beschäftigen wir uns derzeit vermehrt mit Problemstellungen wie beispielsweise: Wann hört die sportliche Saison tatsächlich auf? Wird und kann mein Vertrag noch verlängert werden? oder Wie kann ich meine Zeit sinnstiftend nutzen, vergehen jetzt einfach die Wochen und Monate?

Im Wachsamkeitsmodus stellt sich unser Kopf darauf ein, vor möglichen Bedrohungen gewappnet zu sein. Das kann auch manchmal der Fall sein, wenn keine akute Gefahr droht. In Zeiten der vorherrschenden Virus-Pandemie sind wir vielfach eher der Bedrohung unseres Gesundheitssystems ausgesetzt als einer Bedrohung der individuellen Gesundheit. Auch die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen dürften noch länger spürbare Auswirkungen mit sich ziehen. In diesen Tagen befinden wir uns daher oftmals in einem regelrechten Alarmzustand, wir folgen häufiger, intensiver den Medien unseres Vertrauens und können dabei so einiges beobachten: Wie verhalten sich andere Menschen? Wie ergeht es meinen Freunden und Familie? Wie fühle ich mich derzeit eigentlich?

Wir tappen tendenziell in die Situation, dass wir vielleicht die Kontrolle über unsere Gedanken und Wahrnehmungen im neuen Alltag verlieren. Dabei gilt es gerade jetzt, das Beste aus der geschenkten Zeit zu machen, sie mit allen Sinnen zu genießen, das Positive zu sehen, die volle Kraft für aktuelle und kommende Herausforderungen einzusetzen. Doch hierfür benötigt es Achtsamkeit. Achtsamkeit steht für das bewusste Wahrnehmen unserer Gedanken, Gefühle oder Bedürfnisse im gegenwärtigen Moment. Wer achtsamer mit sich selbst umgeht, kann auch mit seinen Mitmenschen achtsamer umgehen.

Tilo Klette (Basketball)

Basketballer Tilo Klette über eine Karriere im Sportbusiness

Er ist erfolgreicher Sportler, Unternehmer und dreifacher Familienvater. Basketballspieler Tilo Klette lebt seit sechzehn Jahren in Österreich und ist Athlet mit Leib und Seele. Während sich für den gebürtigen Deutschen, der inzwischen die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, viele Jahre alles nur um seine sportliche Karriere drehte, hat er sich nun mit dem Onlinestore für American Sports Ben’s Sports ein zweites Standbein im Sportbusiness aufgebaut.

„Als Sportler stelle ich auf jeden Fall einen Mehrwert für die Firma dar.“

Bei Ben’s Sports bringt der 41-jährige sein Wissen als Experte für den Ballsport ein und machte damit auch seine ersten Erfahrungen im Geschäftsleben. „Als Sportler stelle ich auf jeden Fall einen Mehrwert für die Firma dar.“ Soziale Kompetenz, Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein sind Attribute, die Athletinnen und Athleten auszeichnen. Tilo Klette spielt noch immer aktiv für die Raiffeisen Flyers Wels in der „Österreichischen Superliga“. Sich parallel zu seinem Sport, für den er eine Zeit lang sogar in Japan lebte, eine Basis für die Karriere danach aufzubauen, war für ihn kein Problem. „Durch meine Tätigkeit in der Firma bekomme ich etwas Abstand zum Sport. Das empfinde ich als positiv.“ Der erfahrenste Spieler der Superliga weiß, wovon er spricht, denn das war nicht immer so. „Ich bin mit zwanzig Profi geworden. Als junger Athlet gab es für mich nur den Sport.“

Der Sportler als Unternehmer

Als sein Vertrag 2013 in Japan bei Levanga Hokkaido auslief, stellte er sich erstmals ernsthaft die Frage, was nach seiner sportlichen Laufbahn kommen könnte. Mit der Unterstützung seines damaligen KADA Coaches Dr. Wolfgang Bittner wappnete er sich dann für das Arbeitsleben und legte erfolgreich die Unternehmerprüfung ab. Basketball aber wird immer eine große Rolle im Leben des Wahl-Österreichers spielen, der vorerst noch nicht ans Aufhören denkt. „Im Sportsektor fühle ich mich wohl. Unter Gleichgesinnten ist es angenehm.“ Und so ist es nicht erstaunlich, dass Tilo Klette auch im Sport arbeiten möchte, wenn er einmal nicht mehr selbst als Athlet aktiv ist. Bereits jetzt ist er für seinen Verein in Wels und den Oberösterreichischen Basketballbund auch als Kraft- und Athletiktrainer tätig. Trotz seiner Expertise im Sport fühlt sich Tilo durchaus auch in anderen Feldern wohl. Seine Zukunftsplanung solle sich nicht durch einen speziellen Bereich einschränken lassen.

KAPFENBERG,AUSTRIA,13.OCT.18 – BASKETBALL – ABL, Admiral Basketball League, bulls Kapfenberg vs Swans Gmunden. Image shows Tilo Klette (Gmunden). Photo: GEPA pictures/ Wolfgang Grebien

„Sport sollte nicht auf Leben und Tod basieren.“

Wenn der 2,06m große Athlet von seiner Karriere erzählt, merkt man ihm die Gelassenheit an, mit der er über das Thema Duale Karriere spricht. „Sport sollte nicht auf Leben und Tod basieren.“ Seine Erfahrungen im Leistungssport möchte er gerne an junge Athletinnen und Athleten weitergeben. Sich hundertprozentig auf den Sport zu fokussieren macht seiner Meinung nach nur Sinn, wenn man in der obersten Spitze mitmischen kann. „Dann muss man alles für die Karriere geben, da gibt es keine Ausreden.“ Abseits der Top-Liga wird es schwierig, vom Sport zu leben, dann ist es wichtig, sich auf die Ausbildung zu konzentrieren. „Man merkt schon jung, wo man im Spitzensport steht und dann sollte man sich auf ein Studium konzentrieren.“

Wir bedanken uns bei Tilo Klette für das interessante Gespräch und wünschen ihm alles Gute für seine weitere Karriere im Sportbusiness!

Heidi Neururer (Snowboard)

Heidi Neururer ist ein KADAthlete der ersten Stunde. Ihre Entwicklung und der fließende Übergang vom Spitzensport in die Berufswelt liest sich wie ein Gedicht. Deshalb haben wir Heidi Neururers Geschichte als KADAthlete Story des Jahres 2010 ausgewählt.

Die Duale Karriere

Sie war eine Größe im Snowboard-Sport. Zwischen den Jahren 2000 und 2013 bewegte sich Heidi Neururer im Parallel-Slalom wie im Riesenslalom an der Weltspitze. Sieben Jahre nach ihrem Weltcupdebüt erreichte ihre sportliche Karriere mit dem Sieg bei der Weltmeisterschaft (Arosa 2007) einen neuen Höhepunkt. Der Weltmeistertitel war ein Etappenziel, das die Tirolerin schon seit Anbeginn im Visier hatte:

„Der WM-Titel als Ziel stand lange im Mittelpunkt meiner sportlichen Karriere. Umso schöner war es, als es 2007 geklappt hat. Im ersten Moment war der Sieg eine große Erleichterung, ich konnte wieder richtig durchatmen. Als sich dann die Aufregung gelegt hat, stellte ich fest, dass ich als Person trotz Weltmeistertitel immer noch die selbe war. Ich habe dann einen Perspektivenwechsel vollzogen und erstmals meine sportliche Karriere aus der Distanz betrachtet. Diese neue reflektierte Perspektive ermöglichte es mir mein Leben in einem breiteren Spektrum zu denken. Ich suchte mir neue Herausforderungen, auch außerhalb des Sports.“

Schon im Jahr 2006 absolvierte Heidi Neururer als eine von fünf Sportlerinnen und Sportlern die Berufsreifeprüfung, die damals von der Österreichische Sporthilfe in Kooperation mit dem WIFI sowie Christine Seemann und KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober organisiert wurde.

Wenige Jahre später, knapp nach der KADA Vereinsgründung, ließ sich die Tirolerin noch während ihrer sportlichen Karriere über ein passendes Studium durch den KADA Laufbahnberater in Tirol beraten. Die Wahl fiel auf ein Bachelorstudium im Managementbereich an der Universität Innsbruck, welches sich dann als berufsbegleitendes Masterstudium an der Donauuniversität Krems fortsetzte. Ihre Erfahrungen mit der Laufbahnbera