Kategorie: KADA Blog

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2020

Es war ein Jahr, in dem das KADA Team gefühlt mehr im Homeoffice als im Salzburger Büro zugegen war. Das jährliche Teammeeting wurde abgesagt. Beratungsgespräche liefen telefonisch oder über Videocalls ab. Workshops fanden online statt. Kurse für die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) wurden in den virtuellen Raum verlegt, Semesterplanungen aus der Ferne organisiert. Ein Blick auf die Zahlen zeigt aber, dass sich in den vergangenen zwölf Monaten trotz Einschränkungen jede Menge getan hat:

  • 155 Erstgespräche haben unsere Laufbahnberater*innen geführt
  • 68 Athlet*innen nahmen neu am Studienförderprogramm SLS teil
  • 27 Studienabschlüsse gab es zu feiern
  • 33 Athlet*innen stiegen in die Vorbereitungskurse für die BRP ein
  • 11 Athlet*innen schlossen in diesem Jahr die BRP ab
  • 148 Social Media Beiträge wurden gepostet
  • 11 KADAthlete Stories haben wir geteilt
  • 15 Stellenangebote wurden über den KADA Job Market ausgeschickt

Von Onlineangeboten und neuen Partnerschaften

Im Frühjahr 2020 konnten viele KADAthletes die erzwungene Wettkampfpause nutzen, um verstärkt Bildungsangebote wahrzunehmen. Von unserer Seite gilt ein besonderer Dank dem Lehrpersonal für die BRP. Durch ihren Einsatz und ihre Bereitschaft konnten die Kurse nahtlos online fortgesetzt werden.

Währenddessen gab es Zuwachs beim Klub KADA. Er verbindet Bildungsanbieter und Wirtschaftsunternehmen mit spitzensportfreundlichen Rahmenbedingungen, die zusammen mit KADA Athlet*innen bei der Vereinbarung von Sport und Bildung sowie beim Berufseinstieg fördern. Neu mit dabei ist seit 2020 unser langjähriger SLS-Kooperationspartner, die Privatuniversität Schloss Seeburg.

10 Jahre KADA

2020 war ein besonderes Jahr für KADA, denn am 19. März jährte sich die Vereinsgründung zum zehnten Mal. Das nahmen wir uns zum Anlass, um eine Reise durch KADAs Geschichte zu starten und besondere Meilensteine hervorzuheben. Wir schauten zurück auf wegweisende Ereignisse wie den Start des Studienförderprogramms SLS, die Einführung der BRP und ihren ersten Absolvent*innen, das erste VdF-Camp für vereinslose Fußballer, internationale Erasmus-Projekte oder die Gründung des Klub KADA.

Dazu gab es nähere Einblicke hinter die Kulissen: Unsere Mitarbeiter*innen und das Laufbahnberatungsteam erzählten von ihren Aufgaben bei KADA, insbesondere in der Athlet*innenbetreuung. In ihren Beiträgen teilten sie hilfreiche Ratschläge zu Themen wie Selbstorganisation, Berufsorientierung oder dem Umgang mit Herausforderungen bei der Verbindung von Sport und Ausbildung. In unserem Newsarchiv gibt es sie jederzeit nachzulesen.

Inspirierende Geschichten

Insgesamt stand das Jahr aber wieder ganz klar im Zeichen unserer KADAthletes. Ihre spannenden Erfahrungen und eindrucksvollen Laufbahnen gibt es in unseren KADAthlete Stories zu entdecken: Da wäre etwa Beate Schrott, für die sich Hürdenlauf und ihr inzwischen abgeschlossenes Medizinstudium ideal ergänzten. Kathi Truppe, die in einem bewegten Jahr sportliche und schulische Erfolge in Weltcup und BRP feierte. Hanno Douschan und Alex Gehbauer, die den mutigen Weg in die Selbstständigkeit wagten. Oder Katrin Neudolt, die egal ob im Hörsaal oder auf dem Badminton Court immer ihr bestes gibt. Diese und viele weitere Geschichten sind hier zu finden.

Voller Motivation geht es für uns in das Jahr 2021, in dem wieder viele aufregende Projekte anstehen. Wir halten euch auf dem Laufenden!

10 Jahre KADA Rückblickserie

Roswitha Stadlober zu 10 Jahren KADA

KADA ohne Roswitha Stadlober kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Als Gründerin und Geschäftsführerin ist sie jeden Schritt des Weges in der Vereinsgeschichte mitgegangen und hat KADA zu der Institution geformt, die sie heute ist. Früher selbst aktive Skirennläuferin, engagiert sich Roswitha schon seit 2006 für die Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf. Anlässlich unsers Jubiläums von zehn Jahren KADA blickt die zweimalige Slalomweltcup-Gewinnerin und Vizeweltmeisterin von 1987 zurück auf einige herausragende Momente der vergangenen Jahre, von den frühen Anfängen bis heute:

Es war ein erster emotionaler Höhepunkt, als es am 1. April 2010 endlich so weit war und wir in die Büroräumlichkeiten des Fußballstadions Wals-Siezenheim einzogen, um von dort aus als Verein KADA österreichische Sportler*innen bei ihrem Plan B abseits der Sportkarriere zu unterstützen. Denn, als ich vier Jahre zuvor mit dem Vorgängerprojekt KA:DA begonnen hatte, Athlet*innen beim Übergang in das nachsportliche Leben zu begleiten, wurde schnell klar: Es ist immens wichtig, sich schon während der aktiven Sportkarriere Gedanken über die Zukunft zu machen und anzufangen, ein zweites Standbein aufzubauen.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober

„Sport mit Perspektive“ lautet unser Motto von nun an für die drei Leistungssäulen Beratung, Qualifizierung und Jobvermittlung. Voller Tatendrang war das KADA Team national für Spitzensportler*innen im Einsatz. Und auch die Vorstandsmitglieder leisteten wertvolle Beiträge. So schrieb Dr. MMag. Marc Brabant mit dem Buch „Mein Kind im Sport“  einen Ratgeber für Eltern, deren Kinder sich dem Leistungssport verschrieben haben.

Bald schon setzte KADA erstmals einen Fuß durch die internationale Tür, damals in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission, welche die Duale Kariere im Spitzensport als Schwerpunktthema ausgerufen hatte. Über die Jahre wurde KADA zum Role Model für Länder, in denen sich die Duale Karriere erst im Aufbau befand. Stolz macht mich, dass das erste KADA Sujet für die Leitlinien der EU Kommission am Cover zu sehen ist und dass KADA mit dem Erasmus+ Projekt AtLETyC wesentlich zur  Entrepreneurship-Ausbildung für Spitzensportler*innen beigetragen hat.

Ein wesentlicher Meilenstein war die Einführung der Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP). Hier wurde viel Zeit, Hirnschmalz und Herzblut investiert. Rückblickend eine Erfolgsgeschichte, bei der man anfangs nicht genau absehen konnte, wohin diese Reise gehen würde. Dementsprechend emotional war der Augenblick, als die ersten Absolventen*innen ihr Berufsreifezeugnis in Händen hielten. Die Wichtigkeit, sich für die Schaffung dieser Bildungsmöglichkeit einzusetzen, wurde mehr als bestätigt. Das Portfolio an Unterstützungsangeboten weitete sich mit dem Förderprogramm Studium. Leistung. Sport. aus, das heute sicherlich zum USP von KADA zählt.

KADA war immer wieder eingeladen, Bildungsangebote mitzugestalten. So zum Beispiel Health Basic for Athletes, einen spitzensportfreundlicher Online-Lehrgang im Gesundheitsbereich am Ausbildungszentrum West (AZW) in Innsbruck. So entstanden österreichweit viele für unsere Sportler*innen gewinnbringende Partnerschaften mit unterschiedlichsten Bildungsinstitutionen. Einige Kooperationen werden seit 2019 im Rahmen des Klub KADA intensiviert.

„Erfolg ist eine Treppe und keine Tür“, sagte schon Albert Einstein. Aufgrund der stetigen Weiterentwicklung  und des Wachstums von KADA übersiedelten wir 2016 ins jetzige Head Office in der Alpenstraße Salzburg und dies war ein weiterer emotionaler Höhepunkt.

Meine Vision war und ist es weiterhin, österreichischen Sportler*innen mit KADA Bildungswege zu ermöglichen, sie in der Vereinbarkeit von Sport mit Ausbildung oder Beruf zu begleiten und damit zu zeigen, dass eine erfolgreiche Sportkarriere und eine fundierte Berufsausbildung kein Widerspruch sind. Kein entweder oder, sondern dual. Auf dieser Reise hatte ich viele spannende Begegnungen, ein großartiges Team und Menschen, die immer an meine Vision geglaubt haben. Wo sind diese zehn Jahre geblieben, die mich als Mutter der KADA Kompanie geprägt haben? Mit großem Dank blicke ich auf diese schöne Zeit zurück und freue mich, auch in Zukunft für österreichische Sportler*innen Ansprechpartnerin in Bildungs- und Berufsfragen zu sein.

Daniel Ott-Meissl zu 10 Jahren KADA

Verlässlicher Orientierungshelfer

Anfang 2019 begrüßte KADA mit Daniel Ott-Meissl einen Neuzugang für das Laufbahnberatungs-Team in Ostösterreich. Als hauptberuflicher Arbeits- und Organisationspsychologe beschäftigt sich Daniel schwerpunktmäßig mit Themen wie Life-Balance oder Stressprävention – Themen, die auch in der Laufbahnberatung immer wieder gefragt sind. Durch Personen aus seinem näheren Umfeld hatte er schon vor seiner Zeit bei KADA Berührungspunkte mit den besonderen Voraussetzungen, die eine Laufbahn im Spitzensport prägen: „Diese persönlichen Verbindungen haben mir früh vor Augen geführt, vor welchen Herausforderungen insbesondere junge oder ehemalige Athletinnen und Athleten einmal potentiell stehen, wenn es um die Vereinbarkeit von Ausbildung und Sport, die berufliche Qualifizierung oder um den späteren Übergang ins Berufsleben geht.“

Daniel Ott-Meissl, Msc.

Bei KADA hat er sich dementsprechend leicht eingefunden. „Meine hauptsächliche Aufgabe sehe ich darin, als bereichsübergreifende Schnitt- und Anlaufstelle zu fungieren. Genauer gesagt möchte ich für sämtliche Anliegen rund um die individuelle Entwicklung von Bildungs- und Berufslaufbahn zur Verfügung stehen und insbesondere zu mehr Orientierung verhelfen“, beschreibt Daniel seine Tätigkeit. „Mein Zugang zur Laufbahnberatung beinhaltet, individuelle Motivation, Eigenschaften und Ziele systematisch zu erheben. Daraus leite ich Unterstützungsangebote ab. Schließlich steht es den Athletinnen und Athleten frei, diese oder weitere Unterstützung anzunehmen.“

Von persönlichem Wachstum und besonderen Meilensteinen

Knapp zwei Jahre lang ist Daniel schon bei KADA. Im unmittelbaren Umfeld des Spitzensports fühlt er sich mit seiner Arbeit sichtlich gut aufgehoben: „Diese Verbindung von Spitzensport, Coaching, Bildungs- und Berufsberatung hat mich sofort fasziniert. Die Zusammenarbeit mit Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern empfinde ich persönlich deswegen so besonders, weil ihr Mindset in der Regel unvergleichbar ist, gerade im jungen Erwachsenenalter. Das erlebe ich als inspirierend und erfrischend – einfach ansteckend!“

Bei seinen KADAthletes verfolgt er neben ihren Fortschritten in Sport, Beruf und Ausbildung auch genau  die persönliche Entwicklung: „Im Spitzensport ist etwa die Selbstregulation ohnehin eine zentrale Kompetenz, um langfristig erfolgreich zu sein. Ich beobachte bei vielen unserer Athletinnen und Athleten, dass durch die zusätzliche Anforderung im Rahmen einer mehrjährigen Ausbildung, wie beispielsweise eines Studiums, diese persönliche Kompetenz früh und effektiv gefordert und gefördert wird. Dieser Umstand dürfte für sämtliche Lebensbereiche eine positive Entwicklung begünstigen. Das Investment in eine Duale Karriere lohnt sich vielleicht nicht sofort, mittelfristig aber sehr wohl und langfristig besteht kein Zweifel daran.“

Besonders freut es ihn daher, wenn die Früchte dieser Arbeit sichtbar werden: „Es gibt unzählige kleine und große Momente, die wir in der Laufbahnberatung miterleben, begleiten oder zusammen feiern konnten. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn jemand eine wegweisende berufliche Orientierung für sich gefunden hat. Oder wenn großartige Meilensteine in Form von Abschlüssen der Berufsreife oder Studien erreicht werden – ich sehe ja aus nächster Nähe, wie viel Disziplin und Engagement dahinter stecken. Last but not least genieße ich stets jedes Zusammenkommen mit dem gesamten KADA-Team in Salzburg!“

Michaela Juvan zu 10 Jahren KADA

Sportbegeisterte Allrounderin

Michaela Juvan ist im Sport- und Gesundheitscoaching genauso beheimatet wie in der Pädagogik, im Mentaltraining oder in der Bewegungstherapie – eine echte Allrounderin eben! Und nicht nur ihr Berufsalltag, auch ihre Freizeit steht mit Hobbies wie Yoga, Alpin- & Wassersport ganz im Zeichen von Abwechslung und aktiver Bewegung. „Ich war schon als Kind immer sehr sportbegeistert und bewegungsaffin. Beruflich wie sportlich habe ich mich nie nur auf eine Sache konzentriert, sondern immer verschiedene Bereiche zugleich ausgeübt“, erzählt Michaela, die 2002 sogar Wakeboard-Staatsmeisterin wurde.

Seit 2019 verstärkt sie das KADA Team. Als Laufbahnberaterin ist sie für Sportlerinnen und Sportler in Kärnten zuständig: „Mein Ziel ist es, für meine KADAthletes etwas zu finden, das ihnen Freude bereitet; eine Ausbildung, die für sie Sinn macht, eine Fortbildung, die sie aktiv in ihr Leben integrieren können, oder eine berufliche Aussicht, die sie erfüllt und nicht nur Mittel zum Zweck ist. Natürlich ist der Weg nicht immer einfach – Stichwort Bürokratie – und auch die momentane gesundheitliche Krise hat den Sport verändert. Aber genau aus diesem Grund finde ich die Arbeit von KADA essenzieller denn je. Sich schon während der aktiven Karriere Gedanken über die Zeit danach zu machen, wird in Zukunft der einzig gangbare Weg im Spitzensport in Österreich sein.“

Zuhören, verstehen, unterstützen

In der Laufbahnberatung legt sie viel Wert auf den persönlichen Austausch: „Ein Kaffee, ein gemeinsamer Lauf oder Spaziergang und man ist gleich auf einer gemeinsamen Ebene. Mir ist es wichtig, genau hinzuhören, den Karriereverlauf und auch die Sorgen gut zu kennen. So findet man schnell den Punkt, wo es Unterstützung braucht. Insgesamt kommt es auf ein gutes Netzwerk an. Ich kann meine Sportlerinnen und Sportler nicht überall unterstützen, aber ich muss wissen, wer ihnen bei welchem Anliegen helfen kann.“

Für eine erfolgreiche Duale Karriere ausschlaggebend ist aus ihrer Sicht, dass man sich voll und ganz hinter seine Ziele stellt: „In erster Linie geht es sicherlich um viel Disziplin und Selbstorganisation. Ich merke, dass es gerade in Mannschaftssportarten nicht leicht ist. Es gibt so viele teaminterne Vorgaben, dass nicht viel Platz für Individualität bleibt. KADA hat hier die Aufgabe Mut zu machen, kombinierbare Ausbildungen anzubieten und unseren Sportlerinnen und Sportlern alle Möglichkeiten aufzuzeigen.“

Prägende Begegnungen

Wenn man Michaela zuhört, ist klar, dass sie in ihren Aufgaben bei KADA richtig aufgeht und viel für sich selbst mitnehmen kann: „Mich begeistert es immer wieder, Menschen in ihrem Leben zu begleiten, sei es als Trainerin, Führungskraft oder als Mutter. Ich bin begeistert von der Vielfalt, die die österreichische Sportwelt zu bieten hat und freue mich darauf, noch einige Wege begleiten zu dürfen.“

„Es sind immer wieder die Begegnungen, sei es mit den Leuten aus dem Team oder mit unseren Sportlerinnen und Sportlern, die mich jedes Mal aufs Neue faszinieren. Hanno Douschan konnte ich zum Beispiel in die Selbstständigkeit begleiten, Daniela Ulbing studiert als aktive Weltcupläuferin am MCI Betriebswirtschaft. Ich bewundere es, wenn ein Sportlerinnen und Sportler, die vor 20 Jahren die Pflichtschule abgeschlossen haben, nach der Karriere die Berufsreifeprüfung anstreben. Ich freue mich, wenn mich Trainerinnen und Trainer einladen, um mit Eltern darüber zu sprechen, wie wichtig die Schulausbildung neben dem Sport ist – egal ob jemand Profi wird oder nicht. In den letzten eineinhalb Jahren konnte ich einiges lernen und so viele tolle persönliche Entwicklungen mit ansehen.“

Michi, wir freuen uns, dich im KADA Team zu haben und wünschen dir weiterhin viel Freude in der Laufbahnberatung!

10 Jahre KADA – Ein Rückblick auf das Jahr 2019

Wir nähern uns dem Ende unserer Reise durch KADAs zehnjährige Vereinsgeschichte. Ein Blick auf das Jahr 2019 verdeutlicht, wie viel sich seit der Gründung 2010 getan hat. 2019 nahmen 226 Sportlerinnen und Sportler aktiv am Studienförderprogramm SLS teil. An bundesweit elf Partnerhochschulen wurden sie von ihren Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern bei der Vereinbarung von Studium um Spitzensport unterstützt. 24 KADAthletes schlossen die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) ab. Damit stieg die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen seit Einführung der BRP-Kurse 2012 auf insgesamt 107. KADA war auch fleißig unterwegs und hielt 21 Workshops zur Bildungs- und Berufsorientierung an Schulen des Leistungssports und beim Österreichischen Bundesheer ab. Im Sommer fand die bereits sechste Auflage des VdF-Camps für vereinslose Fußballer statt, wobei KADA wie gewohnt die Karriereberatung übernahm und mit den Teilnehmern konkrete Zukunftsperspektiven erarbeitete.

Neben der Fortsetzung der vielen etablierten Unterstützungsangebote gab es 2019 mit der Gründung des Klub KADA eine besondere Neuerung. Der Klub KADA versammelt spitzensportfreundliche Bildungsanbieter und Arbeitgeber, die mit ihren bedürfnisgerechten Berufs- und Bildungsmöglichkeiten österreichischen Athletinnen und Athleten eine Duale Karriere ermöglichen. Durch das soziale Engagement der Ausbildungsstätten und Wirtschaftstreibenden können sich Athletinnen und Athleten neben dem Sport weiterbilden, persönlich weiterentwickeln und beruflich Fuß fassen. Nach der KMU Akademie und Management AG und der BILDAK konnte KADA 2020 mit der Privatuniversität Schloss Seeburg einen weiteren langjährigen Bildungspartner als Klubmitglied dazugewinnen. Alle drei zeichnen sich durch flexible Bildungsprogramme aus, denen Sportlerinnen und Sportler weitgehend zeit- und ortsunabhängig nachgehen können.

Veränderungen im Vereinsvorstand

Bei der Hauptversammlung im Juli 2019 wurde Ex-Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer, MBA, zur neuen KADA Präsidentin gewählt. Als Vizepräsident steht ihr der langjährige Finanzreferent Mag. Jan Häuslmann zur Seite. Bestätig wurden auch Mag. Michael Ludwig (Finanzreferent Stv.), MMag. Dr. Marc Brabant (Schriftführer), Maga. Petra Kronberger (Schriftführerin Stv.), Dr. Thomas Hollerer (Beirat) sowie Mag. Thomas Schwab und Felix Reitsperger, LLM (Rechnungsprüfer).

Im Jubiläumsjahr 2020 zieht Präsidentin Alexandra Meissnitzer Bilanz und gibt eine klare Richtung für die Zukunft des Vereins vor: „KADA hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer wesentlichen Serviceeinrichtung für den österreichischen Spitzensport entwickelt. Sportlerinnen und Sportler können sich darauf verlassen, dass sie auf ihrem Bildungs- und Berufsweg in jeglichen Anliegen unterstützt und gefördert werden. Es freut mich sehr, dass ich in meiner Funktion als Präsidentin einen Teil dazu beitragen kann. Die schwierigen letzten Monate haben einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich in Anbetracht von unvorhersehbaren Entwicklungen ein zweites Standbein aufzubauen. KADA wird sich weiter tatkräftig dafür einsetzen, Spitzensport, Bildung und Beruf bestmöglich vereinbar zu machen.“

Vizepräsident Jan Häuslmann ist seit den Anfangstagen dabei und zeigt sich stolz auf das bisher Erreichte: „Als der Verein KADA im Jahr 2010 gegründet wurde, fanden sich unterschiedlichste Menschen, Expertinnen und Experten aus dem Bereich Sport zusammen, mit einem gemeinsamen Ziel: angehende, aktuelle und ehemalige SpitzensportlerInnen bei der dualen Karriere zu unterstützen. In den ersten zehn Jahren konnten hunderte in der Öffentlichkeit bekannte und weniger bekannte Spitzensportlerinnen auf ihr Berufsleben abseits des Sports vorbereitet werden. Eine Erfolgsgeschichte!“

Schriftführer Marc Brabant war ebenfalls schon Teil des ersten Vorstands 2010 und ist mit der Entwicklung des Vereins sehr zufrieden: „Zehn Jahre KADA – unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Ich habe in meiner aktiven Zeit selbst die Erfahrung gemacht, dass mein Studium ein wertvoller Ausgleich zum Eishockey war und mir viele Möglichkeiten für meine spätere Laufbahn eröffnet hat. Seit 2010 hat KADA stetig Fachwissen aufgebaut und kann Sportlerinnen und Sportlern heute österreichweit anbieten, sie durch alle Stationen ihrer Dualen Karriere zu begleiten. Ich bin stolz, von Beginn an dabei zu sein und schon gespannt, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen wird!“

Das KADA Team bedankt sich auf diesem Weg herzlich bei allen Partnern, Unterstützern und Wegbegleitern und blickt bereits voller Motivation den neuen Projekten in den nächsten Jahren entgegen.

Dominik Siedlaczek zu 10 Jahren KADA

Vom KADAthlete zum Laufbahnberater

Bevor er 2018 seine Karriere beendete und zum Team im Head Office stieß, wurde Dominik Siedlaczek selbst fünf Jahre lang von KADA betreut. Der ehemalige Leichtathlet studierte zu seiner aktiven Zeit Sportwissenschaften. Für eine bedarfsgerechte Abstimmung von Sport und Bildung konnte er auf Unterstützung von Wegbegleitern zählen und profitierte von KADAs Förderprogramm SLS:

„Meine Eltern haben nicht studiert, daher brauchte ich andere Leute, die mir ein Studium näherbringen. Elisabeth Plazotta, meine damalige Trainerin, war dahingehend eine große Stütze. Zusammen haben wir einen ausgewogenen Rahmenplan für Sport, Ausbildung und Beruf geschaffen, der meine Leistungen und ihre Trainertätigkeit gefördert hat. KADA kam als wichtiger Baustein dazu, als meine Karriere zunehmend professioneller wurde. Da konnte meine Laufbahnberaterin einigen Druck abnehmen.“

Dominik Siedlaczek, Msc.

Für sein weiterführendes Sportmanagement-Masterstudium verschlug es Dominik unter KADA Mithilfe an die englische Loughborough University. Dort machte der Wiener prägende Erfahrungen: „Ich bin sehr offen und neugierig, daher war ein Auslandsstudium immer Thema. Allerdings war das Jahr in England beinhart. Ich kam frisch nach einer groben Knie OP hin und musste dort mit Studium, Reha, Training und Privatleben jonglieren. Zudem engagierte ich mich in mehreren Ehrenämtern in der Studierendenvertretung. Die vielen Eindrücke und frischen Inputs waren aber ein starker Motivator, dort alles bestmöglich zu meistern. Für alle, die eine Challenge suchen, ist ein Auslandsstudium stark zu empfehlen.“

Der mehrfache Staatsmeister und European Games-Gewinner wurde letztlich viel von Verletzungen zurückgeworfen. An seine Zeit im Leistungssport denkt er aber gerne zurück: „In einer Weltsportart wie Leichtathletik merkt man sehr schnell, wo man im internationalen Vergleich steht und wie weit man kommen kann. Ich hatte als junger Athlet hohe Ansprüche an mich. Klar, die Einberufungen, Beschickungen zu internationalen Wettkämpfen und Staatsmeistertitel waren absolute Höhepunkte, aber meine Ziele lagen doch immer höher. Erst gegen Ende meiner sportlichen Laufbahn habe ich gemerkt, dass die Erreichung sportlicher Ziele für mich weniger von Bedeutung war als die Gewinne abseits von Medaillen und Bestleistungen.“

Auf ein unterstützendes Umfeld kommt’s an

Heute leitet Dominik bei KADA das Studienförderprogramm SLS und hält an Schulen, Leistungs- und Heeressportzentren in ganz Österreich KADA-Workshops. Als Laufbahnberater begleitet er außerdem Athletinnen und Athleten in Wien und Salzburg durch ihre Duale Karriere. Mit dem Rollentausch vom Betreuten zum Betreuer schließt sich für ihn ein Kreis. „In der Beratung habe ich in den ersten Monaten meist meine persönlichen Erfahrungen genutzt, um bei Anliegen zu helfen. Gleich habe ich aber erkannt, dass ich nicht von mir auf andere schließen kann. Deshalb versuche ich immer, meine Athletinnen und Athleten und ihre individuellen Situationen zu verstehen. Dadurch ergeben sich ganz andere Perspektiven und zudem lerne ich auch viel Neues.“

Eine Sache, die er wie einst bei sich selbst immer wieder beobachtet, ist wie viel Auftrieb es gibt, wenn man bei der Vereinbarung von Sport, Bildung und Beruf nicht auf sich allein gestellt ist: „Ich habe einmal drei Mannschaftssportler betreut, die gemeinsam für einen Verein gespielt haben. Neben ihren Verpflichtungen als Profis haben sie es sich zum Ziel gemacht, ihr Studium zu absolvieren. Da sie teilweise dieselben Lehrveranstaltungen besuchten, bildeten sie aus praktischen Gründen eine Fahr- und Lerngemeinschaft und pendelten zusammen zwischen Training und Uni. Sie bauten selbstständig ein förderliches Umfeld auf. Ich empfand die gegenseitige Unterstützung und das Verständnis für einander als Paradebeispiel für die Umsetzung einer erfolgreichen Dualen Karriere. Ich für meinen Teil musste sie bloß administrativ bedienen.“

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2018

Starke 196 Neuzugänge durfte KADA im Jahr 2018 zu einer Erstberatung begrüßen. In den Gesprächen konnten sich die Athletinnen und Athleten ganz nach ihren Interessen einen Überblick über passende Bildungs- und Berufsmöglichkeiten verschaffen, die sich gut mit Spitzensport vereinbaren lassen. Für eine doppelte Laufbahn aus Sport und Ausbildung oder Beruf ist sorgfältige Planung wesentlich – gerade zur Überwindung organisatorischer Hürden wie Präsenzzeiten oder schwierig wahrnehmbaren Prüfungsterminen. KADA bietet dafür durchgängige Unterstützung an, um den Weg zur Hochschulberechtigung, zu Studium und Ausbildungen oder zur Beruflichen Integration zu ebnen.

2018 beteiligte sich KADA aber auch selbst aktiv an der Entwicklung eines Bildungsangebots. Zusammen mit dem (AZW), Ausbildungspartner der Tirol Kliniken, war es ein Anliegen, anhand KADAs Erfahrungswerten aus der Betreuung von Athletinnen und Athleten einen Lehrgang mit spitzensportfreundlicher Kursgestaltung zu erarbeiten. Das Ergebnis: Health Basics for Athletes, eine Online-Ausbildung, die auf Berufe im Gesundheitsbereich vorbereitet. In zwei Semester vermitteln die Kurse Grundwissen in Bereichen wie Anatomie, Physiologie und Anatomie und können ortsunabhängig absolviert werden.

Präsentation des Lehrgangs Health Basics for Athletes am Ausbildungszentrum West (AZW)

Nach Auslaufen von AtLETyC nahm KADA 2018 an einem neuen EU-Projekt teil: AMiD. Die Abkürzung steht für Athlete Migration in Dual Career. Konkret ging es darum, die Mobilität von studierenden Sportlerinnen und Sportlern in Europa zu fördern und sie an ihren neuen Hochschulen und Trainingsorten im Ausland zu unterstützen. KADA übernahm dabei die Karriereberatung von europäischen Athletinnen und Athleten, die das Studienangebot der Universität Salzburg nützten und im Olympiazentrum Rif trainierten.

Simone Käferböck zu 10 Jahren KADA

Mit eigenem Beispiel voran

Simone Käferböck ist eine von zwei Laufbahnberaterinnen, die unsere KADAthletes in Tirol betreuen.  Zu KADA stieß sie im Jahr 2017: „Damals bin ich mehr durch Zufall auf der Website über die Stellenausschreibung gestolpert und dachte mir, ‚Bingo, das ist genau meins!‘“ Denn die Rolle als Laufbahnberaterin ist ihr wie auf den Leib zugeschnitten. Sport und Psychologie begeistern Simone schon seit der Schulzeit. Als Kind war sie im Schwimmsport aktiv, als Jugendliche in der Leichtathletik und in der Studienzeit im Radsport. So erlebte sie aus erster Hand, wie eng sportliche und geistige Fähigkeiten zusammenhängen. Dadurch entschied sie sich, als Ausgleich zur klinischen Psychologie auch Sportwissenschaften zu studieren. Aktuell ist sie dabei, eine Psychotherapie-Ausbildung abzuschließen.

Mag. Simone Käferböck

„Man erkennt wohl meine Vorliebe für die Verbindung aktivem Sport und Ausbildungen. Von Kindesbeinen an habe ich gesehen, dass es darauf ankommt, wie gut man beides koordiniert. Gerade als junger Mensch kann es zumal überfordernd sein, immer wieder vor großen Fragen und Entscheidungen zu stehen, die das Leben nachhaltig beeinflussen. Aber letztlich reift man dadurch zu einer selbstverantwortlichen und authentischen Persönlichkeit heran. Ich denke, dass ich mich genau aus diesen Gründen sowohl emotional als auch fachlich gut in die jungen Sportlerinnen und Sportler hineinversetzen und sie unterstützen kann, den für sie individuell richtigen Ausbildungsweg zu finden.“

Wie der Sport fürs Leben wappnet

In der Laufbahnberatung steht für Simone der Mensch im Mittelpunkt: „Bei KADA betreue ich hochleistungsfähige junge Sportlerinnen und Sportler – das sehe ich als großes Privileg. Als Laufbahnberaterin ist mir eine kreative und individuelle Herangehensweise an jeden Menschen wichtig. Da kommt sicher meine Haltung als Psychotherapeutin zutage. Besonders gefällt mir die Möglichkeit, psychisch gesunde und hochmotivierte Menschen vor mir zu haben. Das färbt auch immer ein wenig auf einen selber ab.“

Was Simone bei ihren KADAthletes häufig beobachtet, ist dass sie unterschätzen, wie viel Nützliches sie aus der sportlichen Laufbahn für das spätere Berufsleben mitnehmen können: „Viele junge Sportlerinnen und Sportler kommen mit der Haltung ‚Ich hab ja NUR den Sport und keine beruflichen Erfahrungswerte oder Kontakte für später‘ in die Beratung. Es ist bemerkenswert und schön, wenn sich bei näherer Beleuchtung des Umfeldes und der jeweiligen Kompetenzen immer wieder herausstellt, dass die Fähigkeiten, die der Leistungssport mit sich bringt, schon die eigentlichen Kernkompetenzen für die spätere berufliche Laufbahn sind. Sportlerinnen und Sportler verfügen über viele Eigenschaften und große soziale Netzwerke, die einem erfahrungsgemäß irgendwann zugutekommen. Sich dessen bewusst zu werden nimmt Vielen den Druck und das Gefühl, zu wenig für ‚die Welt da draußen‘ gewappnet zu sein.“

Pünktlich zu Semesterbeginn möchten wir von Simone noch wissen, welche Tipps sie hat, um Sport und Studium bestmöglich zu vereinbaren. „Wichtig finde ich es, schon früh genug mit der Semesterplanung zu beginnen. Alle Termine, die bereits bekannt sind, sollen als Überblick und zur besseren Visualisierung in die von KADA vorgefertigten Tabellen eingetragen werden, um Wettkämpfe, Trainingslager als auch studienrelevante Fixzeiten und Abwesenheiten koordinieren zu können. Professorinnen und Professoren sind erfahrungsgemäß entgegenkommend, wenn man nicht am letzten Abdruck versucht, mehr Fehlzeiten oder sonstiges ‚herauszuschlagen‘.“

10 Jahre KADA – Ein Rückblick auf das Jahr 2017

Spitzensport oder Ausbildung? Beides! KADA unterstützt Athletinnen und Athleten dabei, sich schon während der aktiven Karriere berufliche Perspektiven für die Zeit danach aufzubauen. Das fördert auch wesentlich den Talenteverbleib im Sport. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an flexiblen Ausbildungsmöglichkeiten, die es ermöglichen, sich weiterzubilden, praktische Erfahrungen zu sammeln und dabei weiterhin erfolgreich sportliche Ziele zu verfolgen. KADAs Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater helfen dabei, nach individuellen Interessen und Bedürfnissen eine passende Option zu finden. Im weiteren Verlauf sind sie kundige Ansprechpartner für alle Anliegen rund um die Planung und Organisation einer Dualen Karriere im Spitzensport.

2017 erreichte KADA die Marke von 1.500 Sportlerinnen und Sportlern, die der Verein seit der Gründung 2010 auf diese Weise durch ihre sportliche Laufbahn bis hin zur beruflichen Integration begleitet hat. Eine Momentaufnahme zeigt, wie groß der Unterstützungsbedarf alleine im Jahr 2017 war: 240 Athletinnen und Athleten, die an Hochschulen inskribiert waren, wurden im Rahmen von KADAs Studienförderprogramm SLS betreut. 53 weitere KADAthletes nahmen an den Vorbereitungskursen für die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) teil.

KADAs früchtetragendes Arbeitsmodell blieb auch international nicht verborgen und wurde 2017 von der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Bildung, Jugend, Sport und Kultur als wegweisendes Good Practice Beispiel geadelt. Im gleichen Jahr unterstützte KADA Luxemburg bei dem Vorhaben, ein nationales Fördermodell nach österreichischem Vorbild einzurichten.

Heeressport 300

Das Österreichische Bundesheer ist ein wichtiger Arbeitgeber für Athletinnen und Athleten aus verschiedensten Disziplinen. Als Heeressportlerinnen und Heeressportler haben sie die Möglichkeit, sich voll und ganz auf ihre sportlichen Leistungen zu konzentrieren. Darüber hinaus können sie eine finanzielle Berufsförderung für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. KADA bietet für beim Bundesheer angestellte Athletinnen und Athleten Bildungs- und Berufsberatung an. Bei Informationsworkshops in Heeressportzentren oder auch in individuellen Orientierungsgesprächen gibt das KADA Laufbahnberatungs-Team einen Überblick über sämtliche offenstehende Bildungswege. In einem zukunftsweisenden Schritt wurde 2017 die Anzahl der Plätze für Heeressportlerinnen und Heeressportler von 192 auf 300 ausgeweitet. Das kam seither vielen KADAthletes zugute.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober mit Oberst Mag. Christian Krammer bei der Heeressport 300 Pressekonferenz

Jenni Steinwandtner zu 10 Jahren KADA

Laufbahnwechsel

Jenni Steinwandtner ist seit 2014 Teil des KADA Teams. Durch ihre vorangegangene Tätigkeit als Personalberaterin in der Privatwirtschaft sowie umfassende Coachings im Rahmen von AMS-Maßnahmen hat sie jede Menge Erfahrung auf dem Gebiet der Berufsberatung vorzuweisen. Schwerpunktmäßig betreut sie bei KADA daher Athletinnen und Athleten, die am Ende der Sportkarriere stehen oder während der aktiven Zeit im Spitzensport mit Arbeitslosigkeit konfrontiert sind.

„Meine Rolle sehe ich darin, Sportlerinnen und Sportler dahingehend zu begleiten, dass sie die aktuelle Situation annehmen und sich dieser stellen können. Es ist wichtig, sich zu fragen: ‚Wie geht es mir eigentlich damit, arbeitslos zu sein? Welche Bedeutung hat das für meine Karriere? Welche finanziellen Auswirkungen gibt es?‘ Das bringt viel Klarheit und Sicherheit für die nächsten Schritte. Am Karriereende unterstütze ich sie dabei, mental mit dem Spitzensport abzuschließen. Es gilt herauszufinden, welche beruflichen Werte ihnen wichtig sind und was an Interessen und Fähigkeiten da ist – nicht nur an fachlicher Qualifikation, sondern auch an Erfahrungen, Stärken und Kompetenzen. Wenn diese Themen klar sind, folgt Berufsberatung und Unterstützung im Bewerbungsprozess, von der Unterlagenoptimierung bis zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.“

Jennifer Steinwandtner

Mit Überzeugung zwei Welten vereinen

An ihrer Arbeit als Laufbahnberaterin faszinieren Jenni die widerstandsfähigen Persönlichkeiten der Sportlerinnen und Sportler, die sie betreut, und auch das einzigartige Umfeld, in dem sie sich bewegen: „Mich begeistert, wie sie ihre Leidenschaft leben. Sie müssen ständig Höchstleistungen bringen und werden daran gemessen. Es braucht aber weit mehr als nur die körperliche Verfassung, um langfristig erfolgreich zu sein. Veränderungen im Training, bei der Ernährung, im mentalen Bereich oder im persönlichen Umfeld können sich schnell auf die Leistung auswirken.“

Aus ihrer Sicht kann gerade die Verfolgung einer Dualen Karriere eine große persönliche Bereicherung sein: „Wenn ich mich außerhalb des Sports mit etwas anderem beschäftige – sei es eine Ausbildung oder ein Nebenjob – so bringt das einerseits Stabilität ins Leben und erweitert andererseits auch das Umfeld und somit die Sichtweise. Viele Sportlerinnen und Sportler schätzen es sehr, sich zum Beispiel durch ein Studium an der Uni mit Menschen außerhalb des Sports austauschen zu können.“

Wer neben dem Sport einer Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit nachgehen möchte, für den führt an Überzeugung und Wille kein Weg vorbei: „Das beobachte ich sehr oft. Wenn nur der Kopf etwas will, das Herz jedoch nicht dabei ist, wird es nicht funktionieren.“ 

Von einer Karriere in die nächste

Jenni hat schon viele Sportlerinnen und Sportler auf ihrem Weg begleitet. An eine Geschichte erinnert sie sich besonders gerne zurück. Sie könnte stellvertretend für viele Karriereübergänge stehen, die sie über die Jahre unterstützt hat: „Ein verletzungsgeplagter Profifußballer, der sich bis dahin immer wieder zurückgekämpft hat, ist zu mir in Betreuung gekommen. Er war schon im fortgeschrittenen Fußballeralter. Der psychische und finanzielle Druck war hoch. Vom Kopf her wollte er eine Arbeit finden, vom Herzen her es nochmal probieren. Trotz guter Ausbildung und ansprechender Unterlagen hat er immer nur Absagen bekommen. Erst als er im Coaching-Prozess sein Karriereende angenommen hat, fand er nicht nur einen sehr guten Job, der ihm viel Freude bereitet, sondern er konnte auch dankbar und ohne Wehmut auf die schöne Zeit im Spitzensport zurückschauen.“

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2016

2016 gab es einen besonderen Meilenstein zu feiern: Seit bereits zehn Jahren arbeitete KADA mit dem Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) zusammen. Die bewährte Partnerschaft begann also schon bevor der Verein KADA in seiner jetzigen Form gegründet wurde, nämlich bei einem Vorprojekt im Jahr 2006. Bis heute ist das AMS neben dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) KADAs zweiter großer Fördergeber.

Für unsere KADAthletes bedeutet das umfangreiche Unterstützung bei der Berufsorientierung und im Bewerbungsprozess. Im Zusammenspiel mit dem AMS vermittelt KADA Arbeitsstellen, Praktika und Ausbildungsplätze. Beim Umstieg ins Berufsleben stehen unsere Laufbahnberaterinnen und -berater mit Rat und Tat zur Seite.

Von Neuerungen und internationalen Bildungsprojekten

KADA zeichnet aber nicht nur Beständigkeit aus, sondern auch die Bereitschaft, sich immer wieder weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen anzupacken. Beispielsweise kam 2016 nach Salzburg und Wien ein dritter Standort dazu, an dem KADA Vorbereitungskurse für die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) anbietet. Am Skigymnasium Stams haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Wintersportdisziplinen damit die Möglichkeit, die Lücke zwischen Handels- und Hochschule zu schließen. Das Kurspensum ist neben Training und Wettkämpfen gut zu bewältigen.

Zukünftige Unternehmerinnen und Unternehmer im AtLETyC-Kurs

Ein großes Unterfangen war 2016 das Erasmus+ Projekt AtLETyC. Im Zusammenschluss mit sechs Ländern war KADA federführend daran beteiligt, ein Kurzausbildungsprogramm zur Unternehmensgründung für europäische Athletinnen und Athleten zu entwickeln. Das Ergebnis war ein spitzensportkompatibler Mix aus nationalen Präsenz- und internationalen Onlinemodulen. In Österreich fanden die Lehrgänge an der FH Joanneum statt. Mit Projektende 2018 hatten 127 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon 23 aus Österreich, die Ausbildung abgeschlossen.

Wenig überraschend platzten angesichts der wachsenden Projekte die damaligen Büroräumlichkeiten in der Red Bull Arena in Salzburg aus allen Nähten. Im Oktober übersiedelte das KADA Team in das neue Head Office in der Alpenstraße 54/7b. Zentral gelegen empfangen wir hier unsere KADAthletes für Beratungsgespräche. Zudem bietet der Sitzungsraum Platz für die Salzburger BRP-Kurse.

Und noch eine wichtige Veränderung wurde 2016 vorgenommen: Nach einer Statutenänderung lautet der neue Name „Verein KADA“. Denn das ursprüngliche Kürzel „KA:DA – Karriere Danach“ wurde längst nicht mehr dem ganzheitlichen Angebot aus persönlicher Beratung, Bildungsprogrammen und Berufsorientierung gerecht, das KADA Athletinnen und Athleten während ihrer gesamten Sportlaufbahn zur Unterstützung bietet.

Bernhard Strauß zu 10 Jahren KADA

Im Doppel mit Spitzensport und Bildung

Seit 2015 ist Bernhard Strauß Teil des Teams im KADA Head Office. Im Büro unterstützt er die Geschäftsführung und Administration einige Stunden in der Woche bei der Förderabwicklung – mit seinen berühmt-berüchtigten Riesendateien, die wesentlich dabei helfen, die Übersicht über alle Vorgänge zu bewahren. Den ersten Berührungspunkt mit KADA hatte der hauptberufliche Bauingenieur nach dem Ende seiner eigenen sportlichen Laufbahn.

In seiner Karriere als Beachvolleyballer war Berni auf der FIVB World Tour unterwegs, holte einen Staatsmeistertitel und nahm 2005 an der WM in Berlin teil. Neben dem Spitzensport kam die Planung für das spätere Berufsleben aber nicht zu kurz: „Ich habe mich damals für ein Online-Fernstudium entschieden, das ich gut mit dem Sport in Einklang bringen konnte. Ich war froh, dadurch einen Ausgleich zum Beachvolleyball zu haben.“

Berufseinstieg mit KADA an der Seite

Beim Übergang ins Berufsleben konnte KADA den Salzburger entscheidend unterstützen: „Nach meiner Karriere war die große Herausforderung die, dass mein Sport mit der beruflichen Ausbildung absolut nichts gemein hatte. Daher befand sich in meinem Lebenslauf eine große ‚Lücke‘. KADA hat mich mit Firmen zusammengebracht, die meine sportliche Zeit nicht als Lücke empfanden, sondern als Kapital. Zudem war meine Laufbahnberaterin von KADA zu dieser Zeit die Einzige, die die Herausforderungen in meiner Situation wirklich verstanden hat.“

Aus seiner Zeit im Spitzensport konnte sich Berni zwei bewährte Eigenschaften im Besonderen für den Berufsalltag mitnehmen: Zielstrebigkeit und die nötige Ausdauer, seine Ziele auch konsequent zu verfolgen. Heute ist unser ehemaliger KADAthlete nicht nur in der Freizeit sportlich unterwegs; auch durch seine Tätigkeit bei KADA bleibt er dem Sport verbunden: „Für mich ist die Zeit, die ich im KADA Office verbringe, immer sehr erfrischend, weil ich meine Kolleginnen und Kollegen sehr schätze und zumindest einmal pro Woche in die Welt des Sports eintauchen kann.“

10 Jahre KADA – Ein Rückblick auf das Jahr 2015

Halbzeit in unserer Rückblickserie! Seit 2010 setzt sich KADA für eine nachhaltige Kombination von Spitzensport mit Bildung und Beruf ein. Über die Jahre haben viele Projekte und Initiativen richtig Fahrt aufgenommen.

2015 konnte KADA den ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur bestandenen Berufsreifeprüfung im Leistungssport gratulieren. Mit viel Fleiß hatte die Gruppe aus verschiedenen Sportarten zuvor die Vorbereitungskurse für Deutsch, Mathematik, Englisch und den Fachbereich Sportmanagement besucht. Der Lohn für diese Mühen kann sich sehen lassen: Unsere Absolventinnen und Absolventen haben eine vollwertige Matura in der Tasche, die zum Studium an österreichischen Hochschulen berechtigt.

Die ersten BRP-Absolventinnen und Absolventen

Und das ist auch schon das Stichwort für unser spitzensportfreundliches Studienförderprogramm SLS. Ob Studienorientierung, Semesterplanung oder organisatorische Unterstützung – so steht KADA seit 2011 studierenden Sportlerinnen und Sportlern mit Rat und Tat zur Seite. Dafür wird eng mit österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und Fernstudienzentren zusammengearbeitet. 2015 konnte KADA das erste Sportstipendium in den USA vermitteln. Mittlerweile war zudem das Angebot an Studiengängen mit flexibleren Organisationsformen angestiegen, was interessierten Sportlerinnen und Sportlern viele neue Möglichkeiten eröffnete.

Ein besonderer Fokus lag 2015 auf Trainerinnen und Trainern. Denn für die Verbindung von Ausbildung und Spitzensport braucht es Unterstützung aus dem unmittelbaren Umfeld. Trainer- und Betreuerstäbe machen einen wichtigen Teil davon aus. Als Leistungsentwickler und Vertrauenspersonen ist es wichtig, bei ihnen ein Bewusstsein für die Bedürfnisse von Sportlerinnen und Sportlern in Bezug auf Duale Karriere zu schaffen. Schließlich ist es nicht das Ziel, Athletinnen und Athleten vom Spitzensport wegzubringen, sondern die sportliche und persönliche Entwicklung gemeinsam zu fördern. Daher entwickelte KADA für Trainerinnen und Trainer Workshops zu diesem Thema.

Nach der Sportkarriere im Beruf durchstarten

Wenn die sportliche Karriere schließlich dem Ende zugeht, bleibt KADA verlässlicher Begleiter beim Übergang ins Berufsleben. Der Ausstieg aus den gewohnten Trainingsroutinen und Tagesstrukturen des Spitzensports kann durchaus herausfordernd sein. Unsere Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater unterstützen diesen Prozess. Sie bieten individuelle Berufsberatung an und unterstützen bei Bewerbungen. Dank vieler Wirtschafskontakte und der Zusammenarbeit mit unserem Fördergeber Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) gibt es gezielte Unterstützung bei der Suche nach Praktika, Arbeits- und Ausbildungsstellen.

Wichtig ist, sich frühzeitig Gedanken über berufliche Optionen nach der aktiven Karriere zu machen. Das Team der KADA Laufbahnberatung steht für alle Fragen rund um Aus- und Weiterbildungsangebote zur Verfügung, die sich mit Spitzensport vereinbaren lassen.

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2014

Auch 2014 war wieder ein arbeitsreiches Jahr für KADA. International hielt uns das EU-Projekt TWIN auf Trab. Dabei schlossen sich Österreich – in Vertretung durch KADA –, die Niederlande, Großbritannien, Irland, Frankreich, Schweden und Finnland zusammen, um ein Netzwerk für Informations- und Erfahrungsaustausch über die Ermöglichung von Dualen Karrieren im Spitzensport zu schaffen. Währenddessen entstand in Österreich eine wegweisende Unterstützungsinitiative.

Neue Perspektiven für vereinslose Fußballspieler

Für viele ist es die schönste Nebensache der Welt, für manche verwirklicht sich sogar der Traum, Fußball zum Beruf zu machen. Der schnelllebige Profifußball ist durchzogen von vielen Höhen und immer wieder auch Tiefen, die es zu bewältigen gilt. Dabei kann sich die persönliche Situation rasch ändern, wenn durch Vereinslosigkeit die Grundlage für den Lebensunterhalt wegfällt.

2014 schlossen sich die Vereinigung der Fußballer (VdF), das österreichische Arbeitsmarktservice (AMS) und KADA zusammen und riefen das VdF-Camp für arbeitslose Fußballer ins Leben. Unter der sportlichen Leitung von Paul Gludovatz fanden sich im Sommer 23 Spieler zum ersten Camp im VIVA Landessportzentrum Steinbrunn im Burgenland ein. Neben täglichen Trainingseinheiten standen auch Testspiele auf dem Programm. Somit sollte für die nötige Fitness und Spielpraxis gesorgt sein, um sich für einen neuen Verein zu empfehlen.

Gruppenfoto beim ersten VdF-Camp 2014

Den zweiten großen Schwerpunkt des Trainingslagers bildete die Bildungs- und Berufsberatung durch KADA. In individuellen Gesprächen mit Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern hatten die Spieler die Möglichkeit, sich bewusst mit der Zeit nach der aktiven Karriere auseinanderzusetzen und einen konkreten beruflichen Zukunftsplan zu erstellen. Neben Potenzialanalysen gab es Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die schon parallel zum Fußball absolviert werden können. Für alle, die einen Ausstieg aus dem Profifußball ins Auge fassten, leistete KADA Entscheidungshilfe bei der Um- oder Neuorientierung und unterstützte bei der Suche nach Arbeitsplätzen oder Praktikumsstellen.

Das erste VdF-Camp stieß auf großen Anklang und so wurde die Kooperation zwischen VdF, AMS und KADA in den folgenden Jahren fortgesetzt. Seit 2018 können die Camp-Teilnehmer zusätzlich zu Training und Laufbahnberatung Weiterbildungskurse in den Bereichen Wirtschaft oder EDV belegen. Diese werden von Bildungspartner Wirtschaftsimpulse angeboten. Bei der inzwischen sechsten Auflage 2019 fanden 56% der Teilnehmer bereits während des Trainingslagers einen neuen Verein. Sechs Monate später waren es schon 85%, die wieder unter Vertrag genommen wurden, sich in Ausbildung befanden oder einen Arbeitsplatz innehatten. Auch wenn die Abhaltung des für 2020 geplanten VdF-Camps Corona-bedingt noch offen ist, freuen wir uns auf eine hoffentlich baldige Fortführung dieser Erfolgsgeschichte.

Beatrix Arlitzer blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Sportbegeisterte Lösungsfinderin

Beatrix Arlitzer betreut seit 2013 unsere KADAthletes in der Steiermark. Dabei hätte alles ganz anders kommen können, denn ursprünglich hat sie eine Lehre zur Tischlerin gemacht. Dass ihr Weg sie schlussendlich in die Beratungstätigkeit führen sollte, kam aber nicht von ungefähr: „Bereits in meiner Lehrzeit sind meine Arbeitskollegen mit Problemen zu mir gekommen und so stellte ich früh fest, dass ich eine Gabe habe, zu kommunizieren und Menschen dabei zu unterstützen, lösungsorientiert nach vorne zu schauen und persönliche Fortschritte zu erreichen – sozusagen der Vorreiter des mentalen Coachings.“

Heute ist Beatrix selbstständige Unternehmensberaterin, Mentaltrainerin und Wirtschaftscoach. Mit ihrem Unternehmen Arlitzer Mental beschäftigt sie sich mit Themen wie Leadership, Arbeitsmotivation, Leistungserbringung und Prozessoptimierung, um nur einige zu nennen. Der Kontakt zu KADA kam über ihren damaligen Lehrsupervisor und jetzigen Laufbahnberatungs-Kollegen, Franz Wendler zustande. Damals suchte sie Interviewpartner für ihre Abschlussarbeit über Coaching im Hochleistungssport und wurde bei KADA in doppelter Hinsicht fündig: „Bei den Gesprächen mit Athletinnen und Athleten war ich fasziniert von der positiven Energie und Einstellung, mit der sie an ihren Zielen arbeiten. Schwupps, war das innere Feuer entfacht, mein Bestes zu geben, um sie dabei zu unterstützen.“

Beatrix Arlitzer

Die Rolle als Laufbahnberaterin

In ihrer Freizeit ist Beatrix selbst sportlich aktiv. War sie früher viel mit BMX- oder Rennrad unterwegs, so ist sie heute vorrangig beim Klettern oder Motorradfahren zu finden. Als Laufbahnberaterin betreut die Steirerin Athletinnen und Athleten, die neben dem Spitzensport Bildung oder Beruf nachgehen. Dabei beeindruckt sie der unbändiger Wille, immer das Bestmögliche zu geben und die Bereitschaft, auf Vieles zu verzichten, um Höchstleitungen abrufen zu können.

„Das sind einzigartige Eigenschaften und Fähigkeiten, die später einen Mehrwert am Arbeitsmarkt hergeben. Sportlerinnen und Sportler haben in unterschiedlichen Lebensphasen verschiedenste Herausforderungen zu meistern. Das ist eine permanente Gratwanderung und da ist aus meiner Perspektive der persönliche Austausch und ganzheitliche Betreuung wichtig. Ich persönlich beschreibe mich in meiner Rolle als Laufbahnberaterin öfters als ‚Hintergrundprogramm‘, das bei Notwenigkeit aktiviert wird und auch mal erinnert bei Vereinbarungen oder zu langen Abständen. Einmal aktiviert arbeitet es so lange es hilfreich ist und begibt sich danach wieder in den „Standby“ Modus bis zur nächsten Aktivierung.“

Von neuen Möglichkeiten und Motivationshilfen

In ihrer Zeit bei KADA hat Beatrix viele Weiterentwicklungen beobachtet: „Durch die stetige Erhöhung des Bekanntheitsgrades von KADA kommen Sportler jetzt proaktiver auf KADA zu und nützen diese einzigartige Möglichkeit der Unterstützung. Signifikant verändert hat sich meiner Ansicht auch das Angebot der Online-Studiengänge, wobei hier gute Beratung sehr hilfreich ist, um ‚Schnellschüsse‘ zu vermeiden. Wertvoll ist für mich als Laufbahnberaterin die Möglichkeit, mittlerweile bereits angehende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler nach Schulabschluss abholen zu können, um die Thematik der Dualen Karriere fix zu verankern, ohne dass die sportliche Leistung darunter leidet.“

Auch die eine oder andere Anekdote ist Beatrix in Erinnerung geblieben und  bringt sie heute noch zum Schmunzeln: „Am witzigsten finde ich, wenn mich Athletinnen und Athleten darum bitten, ihnen ‚in den Hintern‘ zu treten damit sie beispielsweise für die Berufsreifeprüfung oder Matura lernen und dran bleiben – weil sie wissen, dass alleine lernen nicht ihre Stärke ist.”

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2013

2013 begann für KADA mit einem Führungswechsel an der Vereinsspitze. Der bisherige Vizepräsident DDr. Christoph Schmölzer löste Präsidentin Mag. Vera Lischka nach drei Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit ab. Dass die Bemühungen der vergangenen Jahre Früchte trugen, zeigte sich an vielen wachsenden Projekten. Etwa im Rahmen von Studium Leistung Sport (SLS) begleitete KADA immer mehr Athletinnen und Athleten durch Studium und Weiterbildung. Auch die im Vorjahr eingeführte Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) wurde sehr gut angenommen. Waren es zu Beginn noch acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer, kamen 2013 vierzehn Neuanmeldungen dazu. Darüber hinaus führte KADA die engen Kooperationen mit (Hoch-)Schulen, Verbänden und Bundesheer fort, um gemeinsam die Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf für österreichische Athletinnen und Athleten voranzutreiben.

DDr. Christoph Schmölzer und Mag. Vera Lischka

Frühzeitige Förderung

Es ist ein langer und herausfordernder Weg in den Spitzensport für heimische Nachwuchshoffnungen. KADA verfolgt den Ansatz, aufstrebende Talente schon in jungen Jahren in Sachen Karriereplanung und Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Ziel ist es, dass sich angehende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler am Ende der Schulausbildung aktiv mit Bildungs- und Berufsmöglichkeiten parallel zum Spitzensport auseinandersetzen, damit ihnen alle Entfaltungsmöglichkeiten offenstehen. In aufbauenden Workshops an Schulen, Heeressport- und Nachwuchsleistungssportzentren werden sie mit Informationen zu Bildungsprogrammen, Berufsperspektiven und KADAs Betreuungsangebot versorgt. Viele von ihnen begleitet KADA auf ihrem weiteren dualen Karriereweg. Ein großes Anliegen ist es, Eltern, Trainer- und Betreuerstäbe, Vereine und Verbände sowie Politik und Wirtschaft auf die Wichtigkeit der doppelten Laufbahn zu sensibilisieren.

Ein derartiges Förderprojekt wurde 2013 in Zusammenarbeit mit dem Sportland Oberösterreich umgesetzt. An „Sport mit Perspektive in OÖ“ waren auch das Olympiazentrum Oberösterreich, die Fußballakademien Linz und Ried und die Leistungssportschulen BORG und BHAS Linz beteiligt.

Internationale Vorbildwirkung

KADA begleitet Athletinnen und Athleten durch die aktive Laufbahn im Sport und leistet auch danach Unterstützung bei der beruflichen Integration. Das ist der engen Zusammenarbeit mit dem Fördergeber Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) zu verdanken. International stößt dieser recht einzigartige Umstand seit langem vielerorts auf großes Interesse. 2013 empfing KADA neben Vertretern des chinesischen Olympischen Komitees auch das Japan Sport Council und gab Einblicke in das österreichische Konzept zur Förderung der Dualen Karriere. Besonders im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio wollte sich die japanische Delegation österreichische Erfahrungen und Erkenntnisse für das eigene Fördersystem zunutze machen.

Empfang der japanischen Delegation im KADA Head Office

Im November folgte KADA einer Einladung des brasilianischen Sportministeriums nach Brasilia. Bei der dortigen Dual Career Conference informierte KADA über seine Arbeitsfelder Prävention, Laufbahnberatung und Berufseinstieg und stellte das Studienkonzept Studium Leistung Sport (SLS) vor.

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2012

KADA wächst! 2012 waren weiterhin alle Bemühungen darauf ausgerichtet, die persönliche und bedürfnisgerechte Unterstützung von österreichischen Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern bundesweit zu ermöglichen. So konnte KADA die bewährte Zusammenarbeit mit Sportfachverbänden und Hochschulen ausweiten und auch das Laufbahnberatungsteam wurde vergrößert. Unter den Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater haben viele selbst einen Hintergrund im Spitzensport und sie bringen geballte Erfahrung aus der Bildungs- und Berufsberatung mit.

Währenddessen gab es auch auf internationaler Ebene ein Highlight: Im Rahmen der Olympischen Jugendwinterspiele in Seefeld beteiligte sich KADA an einem EU-Projekt zur Förderung der Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf. KADAs Unterstützungsmodell fand dabei so viel Anklang, dass seitens der Deutschen und Südtiroler Sporthilfe sowie des polnischen Sportministeriums Anfragen folgten, tiefere Einblicke in KADAs Arbeitsweise zu erhalten.

2012 bleibt uns aber speziell aus einem Grund in Erinnerung: es war das Jahr, in dem die Beratungseinrichtung KADA auch zu einem Bildungsanbieter geworden ist.

Die Berufsreifeprüfung im Leistungssport

Lange Schultage mit fixen Stundenplänen auf der einen Seite, intensive Trainings und unverschiebbare Wettkampftermine auf der anderen – das klingt nicht nur schwer koordinierbar, sondern ist es auch. Dabei ist die Reifeprüfung als Hochschulberechtigung der Schlüssel zu vielversprechenden Bildungs- und Berufsperspektiven. 2012 nahm KADA daher das große Projekt in Angriff, ein eigenes Bildungsangebot zu schaffen, das den besonderen Bedürfnissen von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern bestmöglich entgegenkommt.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober mit dem damaligen Direktor Mag. Peter Slanar und dem Lehrpersonal der BHSAK Wien 10

Im Sommer war es dann so weit, der erste Jahrgang startete in die Vorbereitungskurse für die neue Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP). Dabei wird Flexibilität ganz großgeschrieben. Die Kurse für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und den exklusiven Fachbereich Sportmanagement können in beliebiger Reihenfolge besucht werden. Auch die Ausbildungsdauer ist individuell bestimmbar. Die Lerneinheiten finden teils online und teils als Präsenzunterricht an den Standorten Wien, Salzburg und inzwischen auch Stams statt. Mit Ablegung der vier Teilprüfungen erlangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine vollwertige, in Österreich gesetzlich anerkannte Matura. Die ersten Absolventinnen und Absolventen schlossen die BRP erfolgreich im März 2015 ab. Seitdem ist die BRP ein unverzichtbarer Baustein in KADAs ganzheitlichem Bildungs- und Beratungsangebot.

Weitere Informationen zum Ablauf und  den Zugangsvoraussetzungen gibt es hier.

David Wimleitner blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Ein sicherer Rückhalt

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Ob im Profifußball oder im Unterhaus – als Torhüter kann David Wimleitner auf eine lange Karriere mit vielen Stationen zurückschauen. Besonders prägend war seine Zeit in der Bundesliga beim LASK und in der zweiten Liga bei Blau-Weiß Linz, wo er 2013/14 seine Karriere beendete. Es waren intensive Jahre, in denen sich unser heutiger Laufbahnberater aber nicht nur mit Fußball, sondern auch mit Zukunftsfragen beschäftigte:

„Ich wäre damals ein klassischer ‚KADA-Fall‘ gewesen. Ich habe zugunsten meines ersten Profivertrags die Handelsakademie abgebrochen und dann parallel zum Spitzensport die Lehrabschlussprüfung zum Großhandelskaufmann gemacht. Nach meiner ersten Verletzung habe ich entschieden, dass ich gerne Wirtschaft studieren möchte. Ich habe die Studienberechtigungsprüfung abgelegt und anschließend mein Studium begonnen.“

Die Verbindung von Leistungssport und Studium erwies sich für David als sehr lehrreich: „In dieser Zeit habe ich nie den Fokus auf den Spitzensport verloren, sondern ich konnte mich sogar besser auf das Wesentliche im Sport konzentrieren. Für mich war die Beschäftigung mit Themen abseits des Sports sehr wertvoll. Außerdem konnte ich mir ein Netzwerk aus meinen Studienkontakten aufbauen.“

Positionswechsel: Einstieg ins Berufsleben

Als Fußballer zeichneten David seine Zielstrebigkeit und die Fähigkeit aus, in schwierigen Situationen besonnen zu bleiben. Diese Eigenschaften erwiesen sich für ihn auch im Berufsleben als nützlich. David ist Geschäftsführer  der Bildungsplattform Wirtschaftsimpulse und war bis Ende 2019 in verschiedensten Funktionen für den FC Blau-Weiß Linz tätig.

Seit 2011 gibt er seine Erfahrungen aus Sportkarriere, Studienzeit und Berufstätigkeit als Laufbahnberater an unsere KADAthletes in Oberösterreich weiter. Lag der Fokus bei KADA in den ersten Jahren besonders auf der beruflichen Integration am Karriereende, so wird heute schon bei der Ausbildungsunterstützung und Prävention angesetzt. „Diese Weiterentwicklung hat die tägliche Arbeit in der Laufbahnberatung stark verändert und KADA erst zu dem tollen Projekt gemacht, das es jetzt ist“, findet David.

Mag. David Wimleitner

Experte für Sport und Bildung

Als ehemaliger Sportler und Student, Sportfunktionär und Bildungs-Insider hat David einen besonders breiten Blickwinkel auf das Thema (Aus-)Bildung im Spitzensport. In den letzten Jahren hat er viele positive Entwicklungen beobachtet: „Heutzutage gibt es ein viel größeres Angebot an Ausbildungen, die Orts- und Zeitunabhängigkeit gewährleisten. Es gibt quasi kaum mehr Sportlerinnen oder Sportler, für die man keine passende Möglichkeit finden kann. Speziell bei zeit- und ortsunabhängigen Bildungsangeboten ist aber die Eigenmotivation, Eigenverantwortung und das strukturierte Abarbeiten viel entscheidender als bei einem Regelstudium.“

Die Verfolgung einer dualen Karriere aus Spitzensport sowie Bildung oder Beruf empfiehlt David dringend weiter: „Just do it! Die Duale Karriere ist für jede Sportlerin und jeden Sportler machbar, wichtig und bereichernd.“ Ein besonderer Ratschlag von seiner Seite: „Was ich immer an die Sportlerinnen und Sportler weitergebe ist, dass sie unbedingt Netzwerke in Sport und Studium aufbauen bzw. pflegen sollen. Das ist für die Karriere nach dem Sport unbezahlbar.“ Und so freut es ihn besonders, wenn er mit ehemaligen KADAthletes Kontakt hat, die er auf ihrem erfolgreichen Weg ein Stück weit begleiten konnte.

Wolfgang Bittner blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Erfahrener Allrounder und Stratege

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Er ist Unternehmer, Bildungs-, Karriere- und Organisationsberater. Klar ist, dass Wolfgang Bittner einen großen Erfahrungsschatz aus seinen vielfältigen Tätigkeitsfeldern mitbringt. Als Laufbahnberater gibt er diesen seit 2011 an österreichische Spitzensportlerinnen und Spitzensportler weiter. Die Zusammenarbeit mit KADA begann damals, als er auf einem eigens veranstalteten Wirtschaftskongress auf Geschäftsführerin Roswitha Stadlober traf. Noch heute erinnert er sich, wie beeindruckt er von ihrem Einsatz für den österreichischen Spitzensport war:

„Von Anbeginn hat mich die brennende Leidenschaft von Roswitha angesteckt! Für eine Perspektive nach dem Sport einzustehen, ist eine gute Sache, aber mit einer solchen Begeisterung Sportlerinnen und Sportler zu unterstützen, hat mich sehr bewegt. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich mit meiner Organisationsberatung nicht das Laufbahnberatungs-Team für Oberösterreich stellen könnte.“

Dr. Wolfgang Bittner

Gesagt, getan. In den folgenden Jahren erlebte Wolfgang mit, wie KADA sich stetig weiterentwickelte und national wie international zusehends an Bekanntheit gewann. Das kommt unseren KADAthletes direkt zugute, wie er festhält: „Oft müssen wir uns nicht mehr vorstellen; man weiß, wofür KADA steht. So kann es schon mal vorkommen, dass wir für unsere Sportlerinnen und Sportler Türen öffnen und Vorstellungstermine, Berufswünsche oder Qualifizierungen leichter ermöglichen können.“

Arbeit im KADA Team

Für Wolfgang zeichnet sich KADA vor allem durch den guten Team Spirit unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus: „Wir haben alle die gleichen Werte und dieselbe Ausgangsbasis. Dennoch können wir je nach Situation unsere unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken einbringen. Genau wie es in einem gut funktionierenden Team sein soll.“

In seiner Tätigkeit als Laufbahnberater bereitet es ihm jedes Mal aufs Neue Freude, individuelle Pläne mit unseren KADAthletes zu erarbeiten: „Die Sportlerinnen und Sportler, die ich betreue, stehen meistens schon am Karriereende. Man kann sie in zwei Gruppen teilen; die einen beschäftigen sich sich von sich aus mit Zukunftsfragen und haben konkretere Vorstellungen, die anderen sind mit solchen Überlegungen eher überfordert. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn als Coach muss man dementsprechend verschiedene Zugänge wählen, um sie bestmöglich zu unterstützen. Bei letzteren geht es oft darum, erst mit der Ära abzuschließen, bevor individuelle Zukunftsvisionen erarbeitet werden können. Aber genau dieses Entwickeln von Szenarien, Strategien und Maßnahmen macht mir großen Spaß.“

Wenn betreute Sportler zu Geschäftspartnern werden…

In zehn Jahren KADA hat Wolfgang viele Geschichten miterlebt. Eine sticht für ihn für ihn besonders heraus: „Eines meiner Lieblingsunternehmen, Ben’s Sports, ist in Zusammenarbeit mit einem damaligen KADAthlete und nunmehrigen Freund entstanden. Als ich ihn damals betreute, war schnell klar, dass er Qualifikationen im wirtschaftlichen Bereich erlangen wollte. Er entschloss sich, den Wirtschaftsführerschein zu machen. Vier Jahre später haben wir gemeinsam ein Sporthandelsgeschäft großgezogen, das auf Randsportarten in Europa wie etwa Baseball oder Football spezialisiert ist.

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2011

Ein sportfreundliches Studienkonzept, österreichweite Workshops, eine Buchveröffentlichung und hohe Auszeichnungen – 2011 war ein bewegtes und ereignisreiches Jahr für KADA. Werfen wir gemeinsam einen Blick zurück auf die wichtigsten Entwicklungen.

Duale Karriere – Sport & Studium

Studium und Sportkarriere parallel zu ermöglichen, das war von Beginn an eines von KADAs zentralen Anliegen. Denn die Einhaltung der Trainings- und Wettkampfplanung ließ sich oftmals nicht mit präsenzpflichtigen Terminen an der Hochschule vereinbaren. Was heute eines der Kernangebote von KADA ist, begann im Wintersemester 2011 als Pilotprojekt in Kooperation mit der Uni Wien. Zusammen ging es darum, Anforderungen des Leistungssports und Hochschulstudiums aufeinander abzustimmen. So entstand das Konzept Studium Leistung Sport (SLS).

731A0118_p

SLS-Teilnehmer an der Wirtschaftsuniversität Wien

Und das funktioniert so: Für studierende Sportlerinnen und Sportler werden in Zusammenarbeit mit KADAs Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern individuelle Semesterpläne erstellt, die Rücksicht auf das jeweilige Trainings- und Wettkampfprogramm nehmen. Dabei werden Konfliktpunkte erarbeitet und anschließend mit Lösungsvorschlägen ergänzt. In Abstimmung mit den jeweiligen Studienleitungen und Rektoraten wird der Semesterplan umgesetzt. Voraussetzung dafür ist eine Hochschulinskription und ein Nachweis über den Leistungserfolg im Sport. Über die Jahre wurde die Kooperation auf zehn Hochschulen ausgeweitet, an denen aktuell 234 KADAthletes inskribiert sind.

KADA on Tour – österreichweite Informationsprojekte

Es ist nie zu früh, sich Gedanken über das Leben nach der Sportkarriere zu machen. Ganz nach diesem Motto startete KADA 2011 verschiedene Informationsprojekte rund um die Themen Sport, Bildung und Beruf. Ganz wesentlich war die Einführung von Workshops an den Nachwuchskompetenzzentren (NWKZ), Skisportlichen Schulen und Handelsschulen für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler. Sie geben österreichischen Nachwuchshoffnungen die Möglichkeit, den Verein KADA und seine Tätigkeiten kennenzulernen und frühzeitig ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der dualen Karriereplanung zu entwickeln.

Ein KADA-Workshop am ORG Dornbirn 2012

Auf Initiative von KADA Vorstandsmitglied MMag. Dr. Marc Brabant und Uni.Prof. Sabine Urnik erschien mit „Mein Kind im Sport – was Eltern wissen müssen“ ein Sportratgeber in Buchform zur Unterstützung von Eltern sporttreibender Kinder. Zudem ging KADA im Rahmen einer Verbandsoffensive gezielt auf Sportverbände und Vereine zu, um sie auf die Thematik der dualen Ausbildung zu sensibilisieren. Die engere Zusammenarbeit mit Verbänden wie dem ÖFB und ÖSV ermöglichte eine bessere Unterstützung von Sportlerinnen und Sportlern und einen direkten fachlichen Austausch.

Hohe Anerkennung in jungen Jahren

Im ersten Jahr nach der Vereinsgründung entwickelte KADA sich stetig weiter und etablierte sich als wichtiges Bindeglied zwischen Sport, Bildungs- und Berufswelt. Der engagierte Einsatz im Namen österreichischer Hochleistungssportlerinnen und Hochleistungssportler wurde von hoher Stelle gewürdigt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verlieh KADA die Bronzestatue für soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit im Sport. Bei der BSO Cristall Gala wurde KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober als Botschafterin des heimischen Spitzensports ausgezeichnet.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober bei der BSO Cristall Gala

Vroni Stallmaier blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Disziplinenwechsel

2020 feiert KADA seinen zehnten Geburtstag! Aus diesem Anlass wollen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und ihre Geschichten aus zehn Jahren KADA mit euch teilen.

Als Administratorin behält sie den Überblick über das Geschehen bei KADA: Veronika Stallmaier, kurz Vroni, ist im Büro erste Ansprechpartnerin, gefragte Ideengeberin und auch unsere KADAthletes schätzen ihre offene Art und tatkräftige Unterstützung. Klar ist, seit der Vereinsgründung 2010 ist die Ex-Skirennläuferin nicht aus dem Head Office wegzudenken. Dabei kam ihr Engagement bei KADA durch einen denkwürdigen Zufall zustande.

Vom Spitzensport unsanft in die Karriere Danach

Nach zwei Juniorenweltmeistertiteln und einigen Podestplatzierungen im Ski-Weltcup folgte für Vroni das ganz große Highlight bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville. Dort holte sie, damals noch als Vroni Wallinger, die Abfahrts-Bronzemedaille. Doch dann kam es ganz anders: beim Weltcuprennen 1995 im Ennstal zog sich die Salzburgerin eine schwere Knieverletzung zu, die das abrupte Karriereende bedeutete. Die Umstellung auf das Berufsleben fiel Vroni nach dem verfrühten Abschied aus dem Spitzensport schwer. Es war eine harte Zeit der Neuorientierung, die sie nutze, um verschiedene Ausbildungen im Gesundheitsbereich abzuschließen. Dabei half ihr bewährter Zugang aus dem Leistungssport: „Positive Einstellung, Disziplin, Zeitmanagement und die Fähigkeit, früh aufzustehen und trotzdem gut drauf zu sein.“

Ausgerechnet am einstigen Unglücksort sollte sich erneut alles ändern: „Fünfzehn Jahre nach meinem Sturz entschloss ich mich, endlich meinen Frieden mit meinem verpatzten Spitzensportende zu machen und besuchte im Jänner 2010 ein Damen Weltcup-Skirennen im Haus im Ennstal. Wehmütig sah ich den Zielhang und erinnerte mich nur zu gut an den schwierigen Abtransport im Akia. Ich kannte keine der damals aktiven Skirennläuferinnen mehr persönlich, aber im Zielraum traf ich zufällig meine Ex-Kollegin und zukünftige KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober und wir kamen ins Gespräch…“

Die Aussicht, mit dem Verein KADA aktive wie ehemalige Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in Sachen Bildung und Beruf unterstützen zu können, löste bei Vroni eine regelrechte Aufbruchsstimmung aus. „Ich war begeistert von der Perspektive, mit Mut Altes zu hinterfragen und für österreichische Sportlerinnen und Sportler neue Möglichkeiten zu schaffen“, erinnert sie sich. Reichlich Motivation also, um sich nach Jahren als medizinische Trainingstherapeutin, Fitness- und Yogatrainerin in